DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04448140 A doll dressed as black pete is hanging on a street light in Rotterdam, The Netherlands, 15 October 2014. Around 300 Small dolls dressed as Zwarte Piet (Black Pete) are spread throughout the city by political party Leefbaar Rotterdam as a reaction to the discussion about Black Pete. Some of the dolls have a note, saying 'We want to stay'.  EPA/MARCO DE SWART

Rassismus-Kritiker sehen in der Figur ein abzulehnendes Erbe der kolonialen Vergangenheit der Niederlande. Bild: EPA/ANP

Niederländische Regierung will nichts gegen den «Zwarte Piet» tun



Die niederländische Regierung hat den Aufruf eines UNO-Komitees zurückgewiesen, sich für die Abschaffung des schwarz geschminkten Helfers des niederländischen Nikolaus einzusetzen. Das sei eine gesellschaftliche Angelegenheit und keine Frage der Politik.

Es handele sich bei der Rassismus-Debatte über den «Zwarte Piet» nicht um eine «Staatsaffäre», erklärte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag. Der Nikolaus kommt nach der Legende stets Mitte November mit einem Schiff aus Spanien in die Niederlande, um den Kindern Geschenke zu bringen. Doch die Debatte um seine Begleiter mit den schwarz geschminkten Gesichtern, grellroten Lippen und Afro-Perücken spaltet bereits seit einer Weile das Land.

Rassismus-Kritiker sehen hierin ein abzulehnendes Erbe der kolonialen Vergangenheit der Niederlande. Fürsprecher des «Zwarten Piet» sagen dagegen, dieser sei nur schwarz vom Russ, weil er beim Ausliefern der Geschenke durch den Kamin krabbele.

«Relikt der Sklaverei»

Das UNO-Komitee für die Beendigung von Rassendiskriminierung hatte am Freitag einen Bericht vorgelegt. Darin wird kritisiert, dass der «Zwarte Piet» (Schwarzer Peter) «manchmal auf eine Weise gezeigt wird, die negative Stereotype widerspiegelt». Er werde von vielen als «Relikt der Sklaverei» angesehen. 

«Da selbst tief verwurzelte kulturelle Traditionen diskriminierende und Praktiken und Stereotype nicht rechtfertigen, empfiehlt das Komitee, dass der Staat aktiv auf die Abschaffung dieser Charakteristika hinwirkt, die negative Stereotype widerspiegeln», erklärte das UNO-Gremium.

(sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

164 Prozent mehr «Asian Hate»-Vorfälle in den USA – was Trump damit zu tun hat

Seit Beginn der Pandemie haben anti-asiatische Hassverbrechen in den USA zugenommen. Oft wird Donald Trump dafür verantwortlich gemacht. Ein Blick auf Zahlen und Statistiken und was Trump wirklich damit zu tun hat.

Verbrechen an asiatischen Menschen in den USA nehmen zu. Alleine in San Francisco wurde heute zwei Vorfälle gemeldet: Ein Asiate wurde am helllichten Tage verprügelt, während er mit seinem einjährigen Sohn im Kinderwagen unterwegs war. Er kannte den Angreifer nicht.

An einer Bushaltestelle wurden zwei ältere Asiatinnen mit einem Messer angegriffen. Die beiden Frauen kannten sich nicht, auch der Täter war ihnen vermutlich nicht bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel