International
Rassismus

Polizeichef von San Francisco gibt Amt nach Polizeigewalt ab

Ihre Forderung wurde erfüllt: Der Polizeichef von San Francisco gibt sein Amt ab.
Ihre Forderung wurde erfüllt: Der Polizeichef von San Francisco gibt sein Amt ab.Bild: Jeff Chiu/AP/KEYSTONE

San Franciscos Polizeichef tritt nach Todesschüssen auf eine Schwarze ab

20.05.2016, 04:1020.05.2016, 07:32

Nach tödlichen Schüssen bei der versuchten Festnahme einer Afroamerikanerin in San Francisco ist der Polizeichef der Westküstenstadt von seinem Posten zurückgetreten. Wie der Sender KRON4 berichtete, hatte Bürgermeister Ed Lee den Rücktritt des Polizeichefs gefordert.

Polizeichef Greg Suhr nahm am Donnerstag schliesslich den Hut. In den vergangenen Monaten hatte die Polizei in der Stadt wiederholt massive Gewalt gegen Schwarze eingesetzt. Im Dezember erschossen Beamte einen 26-jährigen Afroamerikaner. Das US-Justizministerium kündigte damals eine Untersuchung an.

Beim Vorfall am Donnerstag, der den Polizeichef nun sein Amt kostet, kam eine 27-jährige Frau ums Leben. Wie der Sender ABC News berichtete, sass die Afroamerikanerin nach Angaben der Polizei am Steuer eines gestohlenen Fahrzeugs. Bei der Verfolgung durch die Einsatzkräfte sei die Frau von einer Kugel tödlich getroffen worden. Unbekannt war zunächst, ob die Frau eine Waffe bei sich getragen hatte. (kad/sda/dpa)

Proteste gegen Polizeigewalt in den USA

1 / 12
Proteste gegen Polizeigewalt in den USA
Proteste am Foley Square in New York.
quelle: x03476 / elizabeth shafiroff
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Nach Kritik von Trump sagt Papst Leo: «Welt wird von Handvoll Tyrannen zerstört»
Angesichts von Kriegen und blutigen Konflikten in vielen Teilen der Welt hat Papst Leo XIV. bei einem Besuch in Kamerun zu Versöhnung gemahnt.
In der Stadt Bamenda im Nordwesten des westafrikanischen Landes lobte der Pontifex gemeinsame Friedensbemühungen von Christen und Muslimen. In der dortigen Region tobt seit 2017 ein Konflikt mit Tausenden Toten zwischen Regierung und Separatisten. Hunderttausende wurden vertrieben. Die Religionsgemeinschaften versuchen zu vermitteln.
Zur Story