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Diesen Weg nimmt der Student Jonathan Davey jede Woche auf sich.
screenshot: google maps

Weil die Wohnungen in London zu teuer sind, pendelt dieser Student von Polen aus an die Uni

Jonathan Davey ist von England nach Danzig in den Norden Polens gezogen, weil es günstiger ist. Nun fliegt er jede Woche an seine Vorlesungen in die britische Hauptstadt.



«Es ist schwer zu glauben, dass es günstiger ist, über 1500 Kilometer zu pendeln, als direkt um die Ecke zu wohnen», sagt Jonathan Davey gegenüber der englischen Zeitung «Mirror». Doch ein Zimmer in der Nähe der «University of London» hätte Davey über 1300 Franken gekostet, also hat sich der Freigeist anderweitig umgeschaut. 

Das ist der verrückte Pendler, Jonathan Davey:

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bild: facebook / jonathan davey

Stundenlang suchte er nach Verbindungen zwischen London und günstigen osteuropäischen Städten und wurde mit Danzig, einer Hafenstadt im Norden Polens, fündig. Kurzerhand buchte er alle Flüge und Bustransfers für ein Jahr im Voraus und zahlt – inklusive der Übernachtungen in günstigen Hostels in Polen – 3100 Franken im Jahr! 

Was für viele Schweizer der Bahnhof ist, ist für Davey der Flughafen.

MADRID, SPAIN - FEBRUARY 11:  Planes are docked at Madrid Barajas Adolfo Suarez Airport as the Four Towers are seen in the background on February 11, 2015 in Madrid, Spain. Shares in state-controlled Spanish airports operator, Aena, began trading today on the Madrid stock market. The Spanish government will retain a 51% controlling share in the firm, as it seeks to raise 3.9 billion Euros through the sale of the remaining 49%. Aena operates major hubs in Barcelona and Madrid, as well as a further 15 airports in Europe and America, including London Luton.  (Photo by Pablo Blazquez Dominguez/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Nun verlässt der Anthropologie-Student jeweils am Mittwochmorgen um sechs Uhr sein «Zuhause» in Polen und fliegt an die Uni. Dank der Zeitverschiebung ist er pünktlich auf die um zehn Uhr beginnende Vorlesung im Hörsaal. Bis am Freitag übernachtet er in billigen Hostels oder auf Sofas von Freunden und fliegt anschliessend mit seinem Handgepäck zurück nach Danzig, von dessen Menschen und Lebensqualität der Student schwärmt. Auch das viele Reisen stört ihn nicht: «Durch das Hin- und Herfliegen fühlt sich das Leben ein bisschen wie permanente Ferien an.» Dass es noch extremer geht, zeigt Sam Cockney: Er fliegt täglich von Barcelona nach London und zurück.

Daveys bizarre Wohnsituation widerspiegelt die grosse Wohnungsnot, mit der sich Hunderttausende diese Woche beginnender Studenten konfrontiert sehen. Die Hälfte hat Mühe, die krass steigenden Mieten begleichen zu können. Gemäss Unipol, einer Vereinigung für Wohnraum für Studenten, stieg allein zwischen 2010 und 2013 die Miete für Studenten um 25 Prozentpunkte, währen die allgemeine Mietteuerung in diesem Zeitraum «nur» 13 Prozentpunkte betrug. 

(lae via metro)

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