Papst Leo bezeichnet Gewalt gegen Frauen als «Barbarei»
Gewalt gegen Frauen ist laut Papst Leo XIV. ein Zeichen von Barbarei und darf niemals gerechtfertigt werden. «Gewalt – jede Form von Gewalt – ist die Grenze, welche die Zivilisation von der Barbarei trennt», so das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in einem Beitrag für die Zeitschrift «Piazza San Pietro».
Gewalttaten dürften niemals unterschätzt oder verharmlost werden, erklärte der Pontifex. Zugleich warnte Leo vor einem gesellschaftlichen Klima, das Gewalt relativiere oder Verantwortung abschwäche. Um Gewalt zu stoppen, müsse vor allem bei der Erziehung junger Menschen angesetzt werden.
Kirche, Familien, Schulen, Pfarreien, Bewegungen, Ordensgemeinschaften und staatliche Institutionen sollten gemeinsam konkrete Projekte entwickeln, um Gewalt gegen Frauen vorzubeugen und sie zu beenden. Jeder Mensch verdiene Respekt und Würde, betonte der Papst. Nur auf dieser Grundlage könne eine gemeinsame Zukunft aufgebaut werden.
Auch beim Angelus-Gebet sprach Leo XIV. das Thema Gewalt gegen Frauen an. Am Internationalen Frauentag rief der Papst die Christen zu Engagement für die Anerkennung der gleichen Würde von Mann und Frau. «Für uns Christen gründet dieses Engagement auf dem Evangelium», sagte er. Zugleich beklagte er, dass viele Frauen noch immer – oft schon von Kindheit an – diskriminiert werden und verschiedene Formen von Gewalt erleiden. «Ihnen gilt in besonderer Weise meine Solidarität und mein Gebet», betonte der Papst. (dab/sda/apa)
