DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bis nach Berlin wollen die «Nachtwölfe» kommen. Der Start war in Moskau.
Bis nach Berlin wollen die «Nachtwölfe» kommen. Der Start war in Moskau.
Bild: SERGEI KARPUKHIN/REUTERS

Töff-Rocker-Fahrt: Litauen verweigert Putins «Nachtwölfen» die Einreise

29.04.2015, 03:28

Nach einem Einreiseverbot in Polen sind auch an der Grenze Litauens mutmassliche Mitglieder des russischen Motorradclubs «Die Nachtwölfe» abgewiesen worden. Betroffen waren am Montag und Dienstag acht russische Motorradfahrer.

Den Motorradfahrern sei an den Grenzen zu Weissrussland und zur russischen Enklave Kaliningrad die Einreise verweigert worden, sagte der Sprecher des litauischen Grenzschutzes, Giedrius Misutis, der Nachrichtenagentur AFP. Mindestens einer von ihnen gehöre den «Nachtwölfen» an. 

Die Motorradfahrer hätten nicht die notwendigen Papiere vorweisen können oder ihr Einreisebegehren nicht ausreichend begründet, hiess es zur Begründung.

Mitglieder der «Nachtwölfe» während einer Pause.
Mitglieder der «Nachtwölfe» während einer Pause.
Bild: TATYANA ZENKOVICH/EPA/KEYSTONE

Die «Nachtwölfe» wollen aus Anlass des Sieges über Hitler-Deutschland vor 70 Jahren den 6000 Kilometer langen Weg der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg von Moskau quer durch Ost- und Mitteleuropa nachfahren. Am 9. Mai, der in Russland als Kriegsende gefeiert wird, soll die Tour in Berlin enden. 

Das Ende des Zweiten Weltkriegs wird von vielen Litauern nicht als Befreiung, sondern als Beginn der Sowjetherrschaft über ihr Land empfunden.

Am Montag hatten polnische Grenzwächter zehn Mitglieder des russischen Motorradclubs an der Einreise gehindert. Als Begründung hatte das Aussenministerium in Warschau angegeben, es fehlten genaue Angaben über das geplante Programm sowie mögliche Unterkünfte der Tourteilnehmer, ohne die «deren Sicherheit nicht gewährleistet werden» könne. 

Die polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz hatte die am Samstag gestartete Tour als eine «einzige Provokation» bezeichnet. Auch Deutschland will «führenden Mitgliedern» des Motorradclubs die Einreise verweigern. (feb/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

G7-Staaten werfen Russland «bösartige Aktivitäten» vor – und kritisieren China scharf

Zum Abschluss ihres dreitägigen Treffens in London haben die G7-Aussenminister Russland und China schwere Vorwürfe gemacht.

In einer am Mittwochabend verabschiedeten Erklärung bezichtigen sie die Regierung in Moskau «bösartiger Aktivitäten», um demokratische Systeme anderer Staaten zu untergraben. Ausserdem kritisieren sie erneut die russische Truppenstationierung an der Grenze zur Ukraine. «Wir sind zutiefst besorgt darüber, dass das negative Muster des unverantwortlichen und …

Artikel lesen
Link zum Artikel