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Yakutsk, Hauptstadt der Republik Sacha, umhüllt von dichtem Rauch.
Yakutsk, Hauptstadt der Republik Sacha, umhüllt von dichtem Rauch.Bild: keystone

Schwere Waldbrände in Sibirien – diese 21 Bilder und Videos geben einen Eindruck

20.07.2021, 07:2120.07.2021, 14:36

Die sibirische Region Jakutien (Republik Sacha) kämpft derzeit mit schweren Waldbränden. Mehr als 2000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Es gebe derzeit mehr als 190 Brände auf einer Fläche von 697'000 Hektar, die bekämpft würden. Zum Vergleich: Der Kanton Graubünden ist etwa 710'000 Hektar gross.

Der ehemalige Journalist Bolot Bochkarev wohnt in Jakutsk, der Hauptstadt der Republik Sacha. Er betreibt von dort aus Abenteuerreisen in die abgelegenen Regionen Russlands.

Auf Twitter teilte er einige Eindrücke von den Waldbränden. Folgendes Video entstand etwa während einer Flussfahrt zum UNESCO-Welterbe Lenafelsen in Ostsibirien.

Die Waldbrände bedrohen aber nicht nur die Natur, sondern auch etwa die wichtige Fernstrasse R504 Kolyma. Früher nannte man sie die Strasse der Knochen, weil beim Bau Gulag-Insassen eingesetzt wurden, von denen viele dabei ums Leben kamen.

Ebenfalls aus Jakutsk stammt der Fotograf Ivan Nikiforov. Er meldete sich freiwillig zur Bekämpfung der Brände im Bezirk Gorny. Dabei entstanden auch einige eindrückliche Bilder, die er in einem Twitter-Thread teilte.

Seine Bilder in der Slideshow:

1 / 12
Waldbrände in der Republik Sacha, Juli 2021
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Sein Fazit fiel ernüchternd aus: Er könne nicht sagen, dass man die Brände erfolgreich bekämpft habe. Für jedes Feuer, das gelöscht wurde, kam an anderer Stelle ein neues dazu. Trotzdem habe er aber sein Bestes gegeben.

Giftiger Rauch breitet sich aus

Mehr als 60 Dörfer und die Stadt Jakutsk in der besonders betroffenen Region Jakutien litten derweil unter dem Qualm, teilten die Behörden am Montag mit. Das waren noch einmal mehr als am Sonntag.

Rauch sei nun auch wegen ungünstiger Winde in die weiter östlich gelegenen Gebiete gezogen, warnte der Zivilschutz der Region Chabarowsk am Pazifik. Die Bewohner sollten Schutzmasken tragen, wenn sie das Haus verlassen. Türen und Fenster sollten abgedichtet werden.

Jedes Jahr stehen im flächenmässig grössten Land der Erde mit seinem für das Klima wichtigen Taiga-Waldgürtel riesige Baumbestände in Flammen. Dem russischen Notfallministerium zufolge gibt es dieses Jahr etwas weniger Brände als 2020.

Während einige Regionen auf Regen warten, haben andere Gebiete Russlands mit zu viel Wasser zu kämpfen: In der Region Chabarowsk nahe der Grenze zu China wurden laut Behörden am Samstag mehr als 100 Menschen zweier Dörfer in Sicherheit gebracht, weil ein Fluss über die Ufer trat. Das Wasser gehe mittlerweile wieder zurück. (jaw/sda/dpa)

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