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Russland

Russische Pässe für Separatistengebiet Transnistrien

epa04257138 A family walks in front of the Supreme Council building of the breakaway Transnistrian Republic in Tiraspol city, 80 kilometers South-East from Chisinau, Moldova, on 14 June 2014. Reports  ...
Eine Familie spaziert durch Tiraspol in Transnistrien.Bild: keystone

In diesem Separatistengebiet ist es jetzt einfacher, einen russischen Pass zu bekommen

16.05.2026, 20:3116.05.2026, 20:31

Russlands Präsident Wladimir Putin erleichtert die Ausgabe russischer Pässe im Separatistengebiet Transnistrien und verstärkt damit den Druck auf die Republik Moldau. Einem Erlass des Kremlchefs zufolge sollen Einwohner von Transnistrien ab 18 Jahren russische Staatsbürger werden können, auch wenn sie nicht - wie sonst gefordert - fünf Jahre in Russland gewohnt haben. Der Kreml in Moskau veröffentlichte das Dokument.

Transnistrien ist ein vorwiegend von ethnischen Russen bewohnter schmaler Landstreifen zwischen dem Fluss Dnjestr und der Ukraine. Er hat sich in einem Krieg Anfang der 1990er Jahre von der rumänischsprachigen Republik Moldau abgespalten. International ist die Separatistenrepublik nicht anerkannt. Für Moldau, das in die EU strebt, ist die Abspaltung ein ungelöstes Problem. Russland unterstützt Transnistrien und hat dort etwa 1500 Soldaten stationiert, meist Einheimische mit russischer Staatsbürgerschaft.

Tiraspol sieht besseren Schutz für Separatistengebiet

Die Separatistenführung in Tiraspol nannte den Erlass einen Schritt zum Schutz der Einwohner Transnistriens, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Von den etwa 455'000 Menschen haben nach verschiedenen Schätzungen bereits 200'000 bis 250'000 einen russischen Pass.

Während die moldauische Führung in Chisinau nicht sofort reagierte, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Moskau hoffe wohl auf neue Soldaten für seinen Krieg. Zugleich wolle Russland Transnistrien als seine Einflusszone markieren, erklärte er.

Befürchtet wird, dass Moskau den vorgeblichen Schutz russischer Bürger als Druckmittel nutzen könnte. Auch im besetzten Teil der Ostukraine hatte Russland nach 2014 russische Pässe verteilt. 2022 vor der Grossinvasion in die Ukraine erkannte es die separatistischen Gebilde Donezk und Luhansk als eigenständige Staaten an. (sda/dpa)

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    12 Kommentare
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    Die beliebtesten Kommentare
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    Mulumbi
    16.05.2026 21:50registriert April 2024
    Transnistrien ist für RuZZland weder über See, Land noch Luft erreichbar. Allerdings reichen die hirngewaschenen Leute dort als potentielle Bedrohung für die UA und vor allen für Moldau um Unruhe in die Region zu bringen.
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    Xsa
    17.05.2026 00:24registriert Oktober 2021
    Und jüngst hat die russische Duma ein Gesetz verabschiedet, welches militärische Einsätze im Ausland erlaubt um russische Bürger in Gefangenschaft zu schützen oder retten - sprich, wenn Moldau (oder natürlich auch Polen und die baltischen Länder) einen Russen verhaften, könnte das für Putin ein Grund sein dort militärisch anzuklopfen. Absolut widerwärtig wie Russland maximal aggressiv auftritt - hier hilft wohl nur eine DEUTLICHE militärische Schlappe und Demütigung, um solch imperialistische Ambitionen zu zerschmettern, damit wir in Frieden miteinander leben können.
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    Mondblüemli
    17.05.2026 00:29registriert Oktober 2021
    Also wenn ich zwischen einem russischen und einem vielleicht bald EU Pass wählen könnte… es würde mir leicht fallen.
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