Ukraine gewinnt im Krieg mit Russland erstmals seit langem wieder an Boden
Die Ukraine kann Russland zum ersten Mal seit Oktober 2023 anhaltende territoriale Verluste zufügen. Dies berichtet The Economist. Während die Todesrate unter russischen Soldaten anhaltend hoch ist, könnte dies einen Wendepunkt im Ukrainekrieg markieren.
2026 eroberte die russische Armee 220 Quadratkilometer, was 0,04 Prozent der Gesamtfläche der Ukraine entspricht. Die Ukraine habe laut eines 30-Tage-Durchschnitts rund 189 Quadratkilometer zurückerobert, schreibt «The Economist». Möglicherweise verharrt Russland vor einer Sommeroffensive, oder das Momentum kippt auf die Seite der Ukraine.
Hohe Anzahl Gefallener
Von Beginn des Krieges bis zum 12. Mai seien zwischen 280'000 und 518'000 russische Soldaten gefallen, schätzt «The Economist». Zusammen mit den Verwundeten, 1,1 bis 1,5 Millionen Soldaten, entspricht das etwa drei Prozent der männlichen russischen Bevölkerung im Militärdienstalter. Die Ukraine hat laut des Thinktanks «CSIS» bis zu 600'000 Verluste zu beklagen. Zwischen 100'000 und 140'000 Soldatinnen und Soldaten davon verloren im Krieg bereits ihr Leben.
Trotz der hohen Zahlen an verwundeten und gefallenen Soldaten im Ukrainekrieg sind die territorialen Gewinne und Verluste sehr gering. Ukrainische Drohnen erspähen Truppenbewegungen bereits weit hinter der Frontlinie und können so den Nachschub russischer Truppen ins Visier nehmen. (nil)
