Gastanker vor Libyen «komplett ausser Kontrolle»: Es droht eine Umweltkatastrophe
Beim versuchten Abschleppen sei am Mittwoch ein Kabel wegen schlechter Wetterbedingungen gerissen, teilte die libysche Hafen- und Seefahrtsbehörde der Regierung in Tripolis mit. Das russische Gastankschiff sei «komplett ausser Kontrolle» und treibe nördlich der Küstenstadt Bengasi auf offener See.
Inside the same mosaic (again)
— Sergio Scandura (@scandura) April 22, 2026
🚢#ArcticMetagaz 🇷🇺 odyessy
Update position
2026-04-22 0920z
34 04N 020 07E
91 NM NW Tolmeita
117 NM N Benghazi
— At 0920z (11:20 CEST, April 22) the Sentinel-2 🛰️ satellite 'mosaic' today shows Maridive 701 and the Arctic Metagaz wreck 91… https://t.co/6QR2J9Whgc pic.twitter.com/wgHT83pfk2
Weil der Tanker Flüssiggas und Diesel geladen hat, könnte bei einem Leck oder grösserem Schaden eine Umweltkatastrophe im Mittelmeer drohen. Schiffe in der Gegend wurden aufgerufen, das Gebiet mit äusserster Vorsicht zu durchfahren und einen Abstand von mindestens fünf Seemeilen zum Tankschiff einzuhalten. Wer dort ein Gasleck, Rauch oder eine Änderung beim Auftrieb des Schiffs bemerke, solle dies sofort melden.
Die «Arctic Metagaz» war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert. Die 30 Mann starke Besatzung wurde gerettet. Das Schiff ist seitdem führerlos. Zuvor war bereits eine Abschleppoperation aufgrund schlechter Wetterbedingungen gescheitert. (sda/dpa)
