International
Russland

Ermittler befeuert Bomben-Theorie um russischen Airbus: «Aufnahmen deuten auf plötzlichen, brutalen Absturz hin»

Ermittler befeuert Bomben-Theorie um russischen Airbus: «Aufnahmen deuten auf plötzlichen, brutalen Absturz hin»

06.11.2015, 19:2207.11.2015, 16:06

Die Auswertung der Black Box des in Ägypten abgestürzten russischen Airbus stützt nach Angaben aus Ermittlerkreisen den Anschlagsverdacht. Während des Fluges sei klar ein Explosionsgeräusch zu hören, berichtete der Fernsehsender France 2.

Die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders deuteten auf einen «brutalen, plötzlichen» Absturz des Airbus am vergangenen Samstag hin, sagte zudem eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittler am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Passagierjet mit 224 Menschen an Bord war kurz nach dem Start in Scharm el-Scheich abgestürzt, niemand überlebte. Inzwischen wurden der Stimmenrekorder und der Flugdatenschreiber ausgewertet.

Sehr plötzlicher und explosiver Druckabfall

Sowohl die Daten der Instrumente als auch die Gespräche seien bis zur 24. Minute völlig unauffällig gewesen, berichtete die Quelle. Dann hätten die beiden Geräte auf einen Schlag nicht mehr funktioniert. Das deute auf einen «sehr plötzlichen und explosiven Druckabfall» hin.

Aus britischen und US-Geheimdiensten war schon in den vergangenen Tagen der Verdacht verlautet, es könne eine Bombe an Bord geschmuggelt worden sein, die das Flugzeug in der Luft zerriss. Russland hatte entsprechende Vermutungen als Spekulation zurückgewiesen, am Freitag aber dann auf Anraten des Inlandsgeheimdienstes FSB sämtliche Flüge nach Ägypten gestoppt. (tat/sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
Tödliche Schneemassen – warum so viele Menschen in Lawinen sterben
124 Menschen sind diesen Winter europaweit bereits Lawinen zum Opfer gefallen. Das sind überdurchschnittlich viele Todesfälle und die Saison ist nicht vorbei. Wo gingen die Lawinen nieder und was macht diesen Winter derartig tödlich? Ein Blick in den aktuellen und die vergangenen Winter.
Am späten Nachmittag des 1. Novembers 2025 geht bei der Vertainspitze im Südtirol eine Lawine ab und begräbt fünf deutsche Bergsteigerinnen und Bergsteiger. Sie konnten nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Das Unglück war diese Saison die bisher tödlichste Lawine in den Bergen Europas – doch bei Weitem nicht die einzige. Laut des Europäischen Lawinenwarnsystems (EAWS) endeten diesen Winter bereits 90 Lawinenniedergänge tödlich.
Zur Story