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Russland

Russische Journalistin Maria Ponomarenko muss sechs Jahre in Haft

Kritik am Krieg: Journalistin Ponomarenko verurteilt – das sind ihre letzten Worte

Im März 2022 starben Hunderte Zivilisten bei einem russischen Angriff auf ein Theater in Mariupol. Eine Journalistin in Russland berichtete und muss nun jahrelang in Haft.
16.02.2023, 13:5116.02.2023, 13:52

Die letzten Worte von Maria Ponomarenko

Video: twitter/DimitriNabokoff
Ein Artikel von
t-online

Eine russische Journalistin ist wegen einer kritischen Äusserung zu Moskaus Angriffskrieg in der Ukraine zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Maria Ponomarenko, die für das Nachrichtenportal «RusNews» arbeitet, sei wegen der Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee von einem Gericht in der südsibirischen Stadt Barnaul schuldig gesprochen worden, teilte das für schwere Straftaten zuständige Untersuchungskomitee am Mittwoch mit.

Ponomarenko hatte im März 2022 einen Kommentar zum Luftangriff auf ein Theater in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol in Online-Netzwerken gepostet. Die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten machen Moskau für den Tod von Hunderten von Zivilisten bei diesem Angriff verantwortlich. Russland weist die Anschuldigungen zurück.

Anwalt ist besorgt über psychischen Zustand von Ponomarenko

Die russischen Behörden hatten nach dem Beginn des Militäreinsatzes in der Ukraine die Gesetze verschärft, um verstärkt gegen Kritiker vorgehen zu können. Mehrere Menschen wurden wegen des Vorwurfs der Verbreitung von «Falschinformationen» oder der «Diskreditierung» der russischen Armee bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Maria Ponomarenko
Maria Ponomarenko Bild: Pd

Ponomarenko war nach ihrer Festnahme im April 2022 in St. Petersburg in ein Gefängnis nach Barnaul verlegt worden. Ihr Anwalt äusserte sich nach Angaben der Bürgerrechtsorganisation OWD-Info besorgt über den sich verschlechternden psychischen Zustand seiner Mandantin und forderte eine Behandlung der 44-Jährigen.

(tonline/afp)

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