International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.


epa05007512 A handout picture provided by the Russian Emergency Ministry press service on 02 November 2015 shows a piece of wreckage of Russian MetroJet Airbus A321 at the site of the crash  in Sinai, Egypt, 01 November 2015. The A321 plane of Metrojet en route from Sharm-el-Sheikh, to St. Petersburg crashed in the Sinai, Egypt on 31 October 2015, killing all 224 people on board.  EPA/MAXIM GRIGORIEV / RUSSIAN EMERGENCY MINISTRY / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Wrackteile in Ägypten: Alle 224 Insassen kamen ums Leben.
Bild: EPA/RUSSIAN EMERGENCY MINISTRY

Putin verspricht höchstes Kopfgeld aller Zeiten +++ Russland bestätigt offiziell, dass Terroristen schuld am Flugzeugabsturz sind +++ 17 Personen verhaftet

Der russische Geheimdienst FSB hat den Absturz einer russischen Passagiermaschine über der Sinai-Halbinsel in Ägypten nun auch als Anschlag eingestuft. Der Vorfall, bei dem am 31. Oktober alle 224 Insassen starben, sei ein «Attentat» gewesen.

Die selbst gebaute Bombe habe eine Sprengkraft von bis zu 1,5 Kilogramm TNT gehabt, sagte FSB-Chef Alexander Bortnikow am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau. «Man kann sagen, es war ein Terrorakt», teilte Bortnikow weiter mit.

50 Millionen Dollar Kopfgeld

An den Trümmern des abgestürzten Airbus A321 und an Gepäckstücken seien Spuren von Sprengstoff festgestellt worden. Das Flugzeug auf dem Weg von Scharm el Scheich nach St. Petersburg sei in der Luft zerbrochen. Staatschef Wladimir Putin kündigte an, die Hintermänner zu finden und zu bestrafen und überdies die russischen Luftangriffe in Syrien zu intensivieren.

Zudem verspricht Putin eine Belohnung von 50 Millionen Dollar, für denjenigen, der entscheidende Hinweise zur Täterschaft liefert. Das ist das höchste Kopfgeld, welches je auf einen Terroristen ausgesetzt wurde. Es beträgt exakt doppelt so viel wie jenes, das die USA auf Al-Kaida-Boss Ayman al-Zawahiri ausgesetzt hat.

Wenig später meldeten die ägyptischen Behörden laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass insgesamt 17 Personen verhaftet wurden. Darunter seien 2 Mitarbeiter des Flughafens. Diese beiden hätten geholfen, die Bombe an Bord der Maschine zu bringen.

Ermittlungen zum Absturz hatten bereits vergangene Woche ergeben, dass es sich höchst wahrscheinlich um einen Bombenanschlag gehandelt hatte. Westliche Länder hatten schon zuvor die Vermutung geäussert, dass an Bord der Maschine eine Bombe explodiert war. Russland hingegen hatte sich bisher bedeckt gehalten zur möglichen Absturzursache.

Der Airbus der russischen Gesellschaft Metrojet war am 31. Oktober vom ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich in Richtung St. Petersburg gestartet und kurz darauf abgestürzt. Die IS-Terrormiliz hatte wenig später in einem nicht überprüfbaren Video bekanntgegeben, dass sie das Flugzeug zum Absturz gebracht hätte. (sda/afp/dpa/cma)

Dir gefällt diese Story? Dann teile sie bitte auf Facebook. Dankeschön!👍💕🐥

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 17.11.2015 11:31
    Highlight Highlight Für die Bomben-Theorie sprach schon lange das Schweigen aus Moskau.
    Den russischen Experten dürfte schon seit langem die genaue Absturzursache bekannt sein.
    Sollte sich der Zahl von 300.000 untergetauchten Flüchtlingen allein in Deutschland, nur 0,5% gewaltbereite Personen befinden, kann damit bereits kriegsmässig operiert werden.
    Die EU-Regierungen werden sich anstrengen müssen, diesen Leuten so weit entgegenzukommen um sie von Anschlägen abzuhalten. Ein Schritt in diese Richtung ist der Vorschlag der deutschen Verteidigungs-Ministerin, künftig auch Imame in der Bundeswehr einzusetzen.
  • Martin1961 17.11.2015 11:01
    Highlight Highlight Die Untersuchung wird von Luftfahrtfachleuten geleitet und durchgeführt. Denen traue ich zu, dass sie unabhängig sind und bleiben. Dass Interessengruppen aus Tourismus und Politik Einfluss nehmen wollen, ist anzunehmen.
    Erst wenn die Untersuchungsbehörde einen Zwischenstand der Untersuchung kommuniziert wissen wir wirklich wissen was Sache ist.
  • Martin1961 17.11.2015 10:29
    Highlight Highlight Gemäss dem auch von Ägypten unterzeichneten ICAO Annex 13 ist das Land, in welchem der Unfall passiert, für die Untersuchung zuständig. Die ägyptische Unfalluntersuchungsbehörde ist die einzige offizielle Quelle, welche sich zur Unfallursache äussern kann. Weshalb zitiert man jetzt den russischen Inlandgeheimdienst? Unglaubwürdig, weil Partei in dieser Sache.
    • Der Halunke 17.11.2015 10:36
      Highlight Highlight wie glaubwürdig werden die ägyptischen behörden sein? ein terroranschlag ist genau das, dass der gebeutelte tourismus jetzt nicht brauchen kann.
    • 7immi 17.11.2015 10:38
      Highlight Highlight weil auch die ägypter befangen sind. eine bombe bedeutet massive tourismuseinbussen...
    • herschweizer 17.11.2015 13:11
      Highlight Highlight Wollen sie damit sagen dass der FSB in dieser Sache ineffizient war?
  • wunderfitz 17.11.2015 09:43
    Highlight Highlight Und wieso sind jetzt alle "je suis Paris" niemand aber "je suis Russia" ?
    Vielleicht weil eine gewisse Schadensfreude gegenüber Putin da ist. Weil er Assad direkt unterstützt? Weil ja ziemlich sicher Ukrainische Separatisten die Malaysia vom Himmel geholt haben.
    Dafür können aber die getöteten russischen Touristen alle nichts. Genau wie die Personen in Paris.

Trotz Warnung vor Russland – Poroschenko plant keine Verlängerung des Kriegsrechts

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland eine nach wie vor sehr starke Truppenpräsenz an der Grenze zu seinem Land vorgeworfen. Seit dem Höhepunkt der Spannungen zwischen beiden Ländern Ende November habe Russland nur «weniger als zehn Prozent» seiner Truppen abgezogen.

Dies sagte Poroschenko am Sonntag. «Die Bedrohung einer Invasion der russischen Streitkräfte auf ukrainischem Territorium besteht weiterhin. Wir müssen ohne jeden Zweifel darauf vorbereitet sein.»

Die russische …

Artikel lesen
Link to Article