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Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny verlässt nach einer 30-tägigen Haftstrafe das Gefängnis in Moskau.

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny verlässt nach einer 30-tägigen Haftstrafe das Gefängnis in Moskau. Heute liegt er im Koma. Bild: EPA

Der Fall Nawalny: Merkel spricht von «versuchtem Giftmord» ++ Nato und USA beunruhigt



Das Wichtigste in Kürze:

Die Labortests hätten den «zweifelsfreien Nachweis» darüber erbracht, teilte die Bundesregierung am Mittwoch mit. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einem «bestürzenden Vorgang». Die Bundesregierung verurteilte diesen Angriff «auf das Schärfste».

«Er sollte zum Schweigen gebracht werden.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Kanzlerin Angela Merkel sprach am Mittwoch von einem «versuchten Giftmord» an einem der führenden Oppositionellen Russlands: «Er sollte zum Schweigen gebracht werden.»

German Chancellor Angela Merkel arrives for a statement about latest developments in the case of Russian opposition leader Alexei Navalny at the chancellery in Berlin, Germany, Wednesday, Sept. 2, 2020.Germany. Russian opposition leader Alexei Navalny was the victim of an attack and poisoned with the Soviet-era nerve agent Novichok, the German government said Wednesday, Sept. 2, 2020 citing new test results. (AP Photo/Markus Schreiber, Pool)

Merkel auf ihrem Weg zur Medienkonferenz in Berlin zum Fall Nawalny. Bild: keystone

Es stellten sich jetzt «sehr schwerwiegende Fragen», die nur die russische Regierung beantworten könne und müsse, sagte Merkel in einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme, in der sie auch ihre persönliche Betroffenheit deutlich machte. Das Verbrechen gegen Nawalny richte sich «gegen die Grundwerte und Grundrechte, für die wir eintreten», sagte sie. «Die Welt wird auf Antworten warten.»

«Die Nato sieht jeden Einsatz von chemischen Waffen als eine Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit.»

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg will nach der von einem Bundeswehr-Labor nachgewiesenen Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny mit Deutschland und allen übrigen Bündnispartnern mögliche Konsequenzen erörtern.

Das Nervengift Nowitschok

Nowitschok (zu deutsch Neuling) gilt als einer der tödlichsten Kampfstoffe. Nachdem im Jahr 2018 der russische Doppel-Agent Sergej Skripal damit vergiftet wurde, hat es nun auch beim Kreml-Kritiker Alexej Nawalny einen «zweifelsfreien Nachweis» von Nowitschok gegeben, so die deutsche Regierung.

Entwickelt wurde die Serie von Nervengiften in den 1970er und 80er Jahren von sowjetischen Forschern - im Geheimen, um internationale Verbote zu umgehen. Zu Nowitschok sind nur wenige Details bekannt. Das Relikt aus dem Kalten Krieg soll fünf bis zehn Mal stärker wirken als der chemische Kampfstoff VX. Nowitschok, das oft in Form eines extrem feinen Pulvers Verwendung findet, gelangt über Haut oder Atemwege in den Körper und führt meist binnen weniger Stunden zum Erstickungstod. Das Gift ist nur schwer nachzuweisen, die Überlebenschancen sind gering. (sda/dpa)

Kreml kritisiert das Vorgehen scharf

Das Auswärtige Amt bestellte den russischen Botschafter Sergej Netschajew ein, um Russland zu einer Stellungnahme aufzufordern. Russland müsse die Verantwortlichen ermitteln und zur Rechenschaft ziehen.

Die russische Botschaft in Berlin hat die Bundesregierung vor einer «Politisierung» des Falls Nawalny gewarnt. «Wir rufen unsere Partner auf, jedwede Politisierung dieses Vorfalls zu vermeiden und sich ausschliesslich auf glaubwürdige Fakten zu stützen, die hoffentlich schnellstmöglich geliefert werden», hiess es in einer am Mittwochabend veröffentlichten Erklärung.

Der Kreml hat das Vorgehen Deutschlands bei den Ermittlungen im Fall des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny scharf kritisiert. Putins Sprecher, Dmitri Peskow, betonte, dass Moskau auf die Erklärung aus Berlin zum jetzigen Zeitpunkt nicht «qualifiziert reagieren» könne. Russland sei jedoch bereit zu einer Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden.

«Wenn das wahre Ziel noch immer eine gründliche Untersuchung durch die Strafverfolgung unter Teilnahme medizinischer Organisationen ist, worauf wir entschieden bestehen, dann rufen wir unsere Partner zu einer vollen Zusammenarbeit und zum Informationsaustausch auf», teilte auch das Aussenministerium mit.

Das Untersuchungsergebnis könnte die ohnehin schon schwer angeschlagenen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland sowie anderen westlichen Staaten noch einmal massiv erschüttern. Ein Nervengift der Nowitschok-Gruppe wurde auch bei der Vergiftung des ehemaligen russischen Doppelspions Sergej Skripal und seiner Tochter Julia im britischen Salisbury 2018 verwendet. Die beiden überlebten nur knapp.

Von der Leyen bezeichnet Giftanschlag als feiger Akt

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die von einem Bundeswehr-Labor nachgewiesene Vergiftung des russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny als abscheulichen und feigen Akt kritisiert. «Die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden», forderte von der Leyen am Mittwoch auf Twitter. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sie informiert, dass Nawalny mit einem Nervengift angegriffen worden sei.

USA «zutiefst beunruhigt»

Nach dem Nachweis eines chemischen Nervenkampfstoffs bei dem russischen Regierungskritiker Alexej Nawalny hat sich die US-Regierung «zutiefst beunruhigt» bezeigt. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats im Weissen Haus, John Ullyot, teilte am Mittwoch auf Twitter mit: «Alexej Nawalnys Vergiftung ist vollkommen verwerflich.»

Ullyot kündigte an, die USA würden mit Verbündeten und der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen in Russland zur Rechenschaft zu ziehen. Die Russen hätten das Recht, ihre Ansichten friedlich und ohne Angst vor Vergeltung zu äussern.

Frankreichs Aussenminister fordert Aufklärung

Frankreichs Aussenminister Jean-Yves Le Drian hat die von einem Bundeswehr-Labor nachgewiesene Vergiftung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny scharf verurteilt und Aufklärung gefordert. Er sei bestürzt angesichts der Informationen aus Deutschland, teilte Le Drian am Mittwoch mit.

Der Einsatz des militärischen Nervengifts der Nowitschok-Gruppe sei schockierend und verantwortungslos. Frankreich stehe nun im engen Kontakt mit den deutschen Behörden und weiteren Verbündeten, um eine Reaktion zu koordinieren, «insbesondere im Rahmen der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW)», erklärte Le Drian in einer Erklärung. Der Aussenminister sprach Nawalny und dessen Angehörigen seine Solidarität aus.

Nawalnys Gesundheitszustand weiterhin ernst

Der Gesundheitszustand des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny ist nach Angaben der Berliner Charité weiterhin ernst. Die Symptomatik der nachgewiesenen Vergiftung sei zwar zunehmend rückläufig. Nawalny werde aber weiterhin auf einer Intensivstation behandelt und künstlich beatmet. Mit einem längeren Krankheitsverlauf sei zu rechnen. Langzeitfolgen der schweren Vergiftung seien weiterhin nicht auszuschliessen.

Nawalny, der am 20. August auf einem Flug in seiner Heimat plötzlich ins Koma gefallen war und zunächst in Omsk untersucht wurde, wird auf Drängen seiner Familie in der Charité behandelt. Die deutschen Ärzte gingen nach einer Auswertung von klinischen Befunden bereits davon aus, dass Nawalny vergiftet wurde.

Ein Intensivtransporter der Bundeswehr fährt mit dem russischen Oppositionellen Nawalny zur Charite. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Ein Intensivtransporter der Bundeswehr fährt mit dem russischen Oppositionellen Nawalny zur Charite. Bild: sda

Die russische Regierung hatte die Einschätzung der Berliner Charité, dass Nawalny vermutlich vergiftet wurde, als vorschnell bezeichnet. In der vergangenen Woche hatte die russische Regierung um die Übermittlung der Untersuchungsergebnisse gebeten. Ob das geschehen ist, wollte das Bundesjustizministerium am Mittwoch nicht sagen.

Beziehungen bereits belastet

Die Beziehungen zwischen der Bundesregierung und Russland sind ohnehin schon schwer belastet. Das liegt unter anderem an dem Mord an einem Tschetschenen mit georgischer Staatsbürgerschaft im Kleinen Tiergarten in der Nähe des Berliner Regierungsviertels. Er hatte vor knapp einem Jahr eine Krise in den deutsch-russischen Beziehungen ausgelöst.

Die Bundesanwaltschaft erhob Mitte Juni Anklage gegen den mutmasslichen Täter, der in Untersuchungshaft sitzt. Sie geht davon aus, dass er mehr als einen Monat vor der Tat von «staatlichen Stellen der Zentralregierung der Russischen Föderation» beauftragt wurde. Der Prozess soll am 7. Oktober beginnen.

Daneben ist die Bundesregierung verärgert über einen weiteren Fall, mit dem sich die Bundesanwaltschaft derzeit befasst: die bisher grösste Cyber-Attacke auf den Bundestag im Mai 2015. Rechner in zahlreichen Abgeordnetenbüros waren damals mit Spionagesoftware infiziert worden, darunter auch Computer im Bundestagsbüro der Kanzlerin.

Die Karlsruher Ermittlungsbehörde hat einen internationalen Haftbefehl gegen einen jungen russischen Hacker erwirkt. Ihm wird geheimdienstliche Agententätigkeit und das Ausspähen von Daten vorgeworfen. Merkel hat den Angriff als «ungeheuerlichen» Vorgang bezeichnet. (sda/dpa)

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104Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 03.09.2020 11:07
    Highlight Highlight Ach der KgB ist auch nicht mehr das, was er mal war. Ging in letzter Zeit ja oft in die Hose, und das Beweismittel lassen sie einfach so in ein NATO-Land ausfliegen? Stümperhaft.
  • landre 03.09.2020 09:10
    Highlight Highlight Ein mehr berühmter als unbekannter und vor allem oppositionell aktiver Politiker wird wahrscheinlich oder erwiesenermassen vergiftet und Russland spricht von "Politisierung". Läck doch mir am Tschöpli...
    Wenn Russland bzw die Bevölkerung von Russland keine Demokratie will, dann ist das deren Entscheid.
    Wenn aber ein Staat, der sich selbst deklarierend als Demokratie betitelt, mit möglichen oder erwiesenen politischen Morden so umgeht wie es der Kreml gerade tut, dann sollte das unbedingt alle Demokratien weltweit direkt interessieren und sich damit befassen.
  • davej 03.09.2020 08:05
    Highlight Highlight Der KGB hat früher gerne mal jemand mit Rizin Gift getötet. Oder habt ihr noch nie etwas vom "Regenschirmattentat" gehört?? Das Gift wirkt erst nach 24 Stunden und es ist NICHT nachweisbar. Es sieht nach Herzversagen aus. Dazu zu 100% tödlich. Wieso sollte der KGB jetzt zu diesem "Nowitschok" Gift wechseln? Wo es doch überhaupt nich effizient ist und dazu nachweisbar?
    • Magnum 03.09.2020 12:50
      Highlight Highlight Weil eine Vergiftung eines Dissidenten mit diesem Nervengift eine viel klarere Botschaft aussendet: Wir könnten Euch schnell und schmerzlos umbringen. Aber wir ziehen es vor, Euch leiden zu lassen, im Scheinwerferlicht der Weltöffen
    • misohelveticos 03.09.2020 13:28
      Highlight Highlight Das Regenschirmattentat auf den bulgarischen Regimekritiker Markow 1978 wird dem bulgarischen Geheimdienst zugeschrieben, auch wenn die Technik vom KGB stammte.
      Rizin ist nicht 100% tödlich, nur wenn es in ausreichender Menge im Verhältnis zum Körpergewicht angewendet wird. Wird es oral verabreicht, kann die Wirkung durch frühes Erbrechen verhindert werden, für intravenöse Verabreichung brauchts ein Gerät wie den Regenschirm.
      Novichok hat eine weitaus höhere Toxizität und kann durch einfachen Hautkontakt schon bei 1 MIlligram des Stoffes tödlich wirken - klar die "bessere" Wahl f. Anschläge.
  • easy skanking 03.09.2020 07:47
    Highlight Highlight pünktlich zum release des neuen call of duty black ops 'cold war'...
    schon komisch diese zufälle...
    lol
  • Georgia Byrd 03.09.2020 07:30
    Highlight Highlight Es rechtfertig versuchten Mord nicht, aber kann es sein, dass sich kaum einer fragt für was Nawalny so steht?! Wer ist eigentlich hier die Zielgruppe, wenn Nawalny statt als korrupten, rechten Nationalisten + Rassisten, als beliebten, liberalen Demokrat + Oppositionsführer beschrieben wird? Wo stuft man Leute politisch ein, die sich einen wie Nawalny in den Kreml wünschen? Er vergleicht die Menschen aus dem Nordkaukasus mit Kakerlaken. Wäre nicht verwunderlich wenn dort etwas Gift vom LKW gefallen ist od der Klassiker (Falsche Flagge) zum Zuge kam. Diese Nummer lief ja auch in Syrien ganz gut.
  • Gawayn 03.09.2020 06:48
    Highlight Highlight Es ist wohl so das N. mittels eines Kampfstoffs vergiftet wurde.

    Alles Andere kann ich nur schwer verstehen.
    Offenbar der 3e Fall.
    Jedes Mal haben die Opfer, wenn auch knapp überlebt.
    Warum Mittel einsetzen die nicht sauber funktioniert haben?
    Warum ausgerechnet ein Gift das unter die Konvention fällt?

    Von Arsen, Ryzin über Strichnin, gibt es zahllose Gifte und Kombis die zuverläßiger sind.
    Die nicht unter dieses Gesetz fallen.

    Ja es ist scheußlich was paßiert ist.
    Aber das wie, verstehe ich nicht...
  • Ueli der Knecht 03.09.2020 06:29
    Highlight Highlight Die einzige Organisation, die befähigt und legitimiert ist, diesen Einsatz einer chemischen Waffe unabhängig und glaubwürdig zu untersuchen, wäre die OPCW.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_f%C3%BCr_das_Verbot_chemischer_Waffen

    Es wäre ebenfalls Sache der OPCW, allfällige Untersuchungsergebnisse zu prüfen, gegen aussen zu kommunizieren, und Massnahmen vorzuschlagen. Alles andere ist unglaubwürdig.

    Schade, dass ausser einem Empörungs-Wettlauf (was einer echten Untersuchung kaum dienlich ist), nichts aus den vergangenen ähnlichen Anschlägen mit Chemiewaffen gelernt wurde.
    • misohelveticos 03.09.2020 13:41
      Highlight Highlight Novichek wurde ursprünglich nicht als Chemischer Kampfstoff deklariert.
      Und um die OPCW einzuschalten muss man erstmal wissen, dass man es mit einem Chemischen Kampfstoff zu tun hat.
      Acetylcholinesterase-Hemmer, die die Charite früh als Ursache der Vergiftung angenommen hat und zu denen Novichok gehört, werden auch in handelsüblichen Medikamenten z.B. gegen Alsheimer eingesetzt.
      Insofern ist Dein Beitrag ziemlich unsinnig!
  • PHILosopher_XI 03.09.2020 06:19
    Highlight Highlight Wer hatte "3. Weltkrieg" im Apokalyptischen Bingo?
    Hand hoch?
  • Potzholzöpfel 03.09.2020 05:57
    Highlight Highlight Im Osten nichts neues.
  • Andre Buchheim 03.09.2020 01:30
    Highlight Highlight Dass sich ausgerechnet die USA aufregen, wo doch Trump so sehr für Putin und seinen Politikstil schwärmt.
    • Varanasi 03.09.2020 11:18
      Highlight Highlight Trump hat sich noch in keiner Weise zu dem Vorfall geäussert.
      Hm, warum wohl?
  • Zeit_Genosse 02.09.2020 22:37
    Highlight Highlight Die Sache stinkt. Eindeutig mag die Vergiftung und das Gift sein. Der Rest...
    • Wiedergabe 03.09.2020 04:41
      Highlight Highlight Klar, der Westen versucht einen in Russland beliebten Regierungskritiker umzubringen, mit dem Ziel, die russische Regierung kritisieren zu können.
      Macht komplett Sinn...?
    • So oder so 03.09.2020 05:48
      Highlight Highlight Das einzige was kein Sinn ergibt sind die "Theorien" der Querfrontmedien. Die CIA Vergiftet Nawalny mit Nowitschok in Russland - Natürlich voll Logisch.
    • Dong 03.09.2020 06:39
      Highlight Highlight @Wiedergabe: Wenn es der Westen war, dann um Nord Stream 2 zu stoppen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randy Orton 02.09.2020 22:35
    Highlight Highlight Die Verzögerungstaktik der Ärzte in Omsk haben wahrscheinlich den Ausschlag gegeben. Wäre Nawalny, wie von der Familie gefordert, direkt nach Berlin gebracht worden, hätte er deutlich höhere Heilungschancen.
  • Liserl 02.09.2020 21:52
    Highlight Highlight Cui Bono ? Wem nützts, den Gaslieferanten in der USA, und die Gastransferländer Ukraine ( indem Fall auch die Biden Family in der Ukraine) sie reiben sich die Hände, da geht es um viele Milliarden, da interressiert ein Nawalny nicht !
  • echter Züricher 02.09.2020 20:51
    Highlight Highlight Gute Glegenheit für Merkel nun Nordstream abzusagen.
    • Ray Stephani 03.09.2020 07:56
      Highlight Highlight Genau das ist der Sinn und Zweck dieser Aktion.
      Eigentlich leicht zu durchschauen. Man sollte den Mund-Nase-Schutz doch öfters mal abnehmen, um dem Gehirn wieder etwas Sauerstoff zu gönnen.
    • rodolofo 03.09.2020 08:16
      Highlight Highlight Merkel sollte endlich mit der Energiewende (als Konsequenz aus dem Atomausstieg) vorwärts machen!
      Aber das tun sie und ihre Partei (CDU/CSU) nicht.
      Die Kohle- und Gas-Lobby ist in Deutschland dermassen stark, dass sie hofft, sich mit einer von Energieminister Altmeier vorgestellten "Wasserstoff-Strategie" ein grünes Image zuzulegen, was ja an sich nicht schlecht wäre, wenn dahinter nicht die Absicht stecken würde, mit solchen Alibi-Bemühungen weiter Zeit zu schinden und den grossen Stromkonzernen ihre lukrativen (aber klimaschädlichen) Geschäfte zu verlängern...
  • rodolofo 02.09.2020 18:49
    Highlight Highlight Putin hat wohl besonders gut beobachtet, wie die "westlichen" Politiker nach der brutalen Zerstückelung des saudischen Journalisten Kashoggi durch in der saudischen Botschaft von Istanbul ziemlich schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen sind.
    Ich wiederum beobachtete, wie Putin und Bin Salman einander an einem G20-Treffen angegrinst haben und wie sie dann kumpelhaft "Give me five" gemacht haben.
    Solche Mafia-Methoden werden immer offener angewandt. Die Multinationalen Konzerne sind bei solchen Methoden übrigens ganz vorne mit dabei und sollen auch keine Verantwortung übernehmen müssen...
  • Gustav.s 02.09.2020 18:23
    Highlight Highlight Das ganze nutzt eigentlich eher den Us Plänen z.b gegen Nord Stream 2.
    Das es für Putin nur in einem Desaster enden kann ist sicher auch ihm klar. Ergo unlogisch.
    • Grohenloh 02.09.2020 18:49
      Highlight Highlight Das ist eine Botschaft. Eine Botschaft von Putins Clique an Oppositionelle.

      Das ist ihnen wichtiger als die Reaktion der als schwach eingeschätzten Europäer.

      Daher gar nicht unlogisch. Man könnte die Leute ja weniger offensichtlich umbringen.
    • Juliet Bravo 02.09.2020 18:50
      Highlight Highlight “Das es für Putin nur in einem Desaster enden kann ist sicher auch ihm klar. Ergo unlogisch.”

      Ah und alle anderen Morde und Mordanschläge sind auch unlogisch und waren ein Desaster für Putin?
    • Toerpe Zwerg 02.09.2020 18:53
      Highlight Highlight Was möchten Sie mitteilen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 02.09.2020 17:56
    Highlight Highlight Warum wird hier die Bundeswehr beigezogen?
    • Wiedergabe 03.09.2020 04:46
      Highlight Highlight Warum nicht?
      Könnte doch sein, dass militärisch eingesetzte Giftstoffe in einem militärischen Labor nachgewiesen werden, oder? Scheint mir jetzt nicht ganz abwegig, oder?
    • Juliet Bravo 03.09.2020 07:17
      Highlight Highlight Das Labor der Bundeswehr ist wie das Schweizer Labor Spiez eines der besten der Welt.
    • Skeptischer Optimist 03.09.2020 07:45
      Highlight Highlight Bundeswehr und Portion Down beizuziehen öffnet dem Manipulationsverdacht Tür und Tor.

      Was passiert ist absehbar:

      1. Die Russen werden die Untersuchungsresultate verlangen und die Bundeswehr und Portion Down werden diese nicht heraus rücken.

      2. Der Westen wird “Aufklärung” verlangen und die Russen “Beweise”.

      3. Keiner wird liefern und die üblichen Verdächtigen werden das übliche Geheule lostreten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aniki 02.09.2020 17:50
    Highlight Highlight Wem wunderts! Wir müssen uns noch viel stärker gegen Putin und seine Mafiastrukturen positionieren.
    • rodolofo 03.09.2020 08:23
      Highlight Highlight Das würde allerdings beinhalten, einträgliche Geschäftstätigkeiten mit russischen Oligarchen, die das Putin'sche System einer "Gelenkten Demokratie" (= verschleierte Diktatur) stützen, einzustellen.
      Wer macht DAS?
      Ausserdem träumen auch hierzulande erschreckend viele Leute von einer "gelenkten Demokratie". Die SVP bringt ja sogar mit einem "Ehrenkodex" ihre Richter auf Linie, so dass von unabhängigen Richtern keine Rede mehr sein kann.
      "Einheimisch" sind sie zwar, aber kastriert...
  • Gawayn 02.09.2020 17:38
    Highlight Highlight Wir sind jetzt soweit

    Stasten können jetzt nach Lust und Laune irgendwelche Leute liquidieren, irgend einen Schuldigen bestimmen und das wars dann.

    Fälle gab es jetzt bei Nord Korea, Rußland, Saudi Arabien und selbst das große Amerika darf das.

    Wir leben wohl in echt düsteren Zeiten...
    • Locutus70 03.09.2020 01:30
      Highlight Highlight @Gawayn - Sowas gab es schon immer und früher passierte das sogar öfter. Allein es wurde nicht soviel Wirbel drum gemacht.
  • Lustiger Baum 02.09.2020 17:27
    Highlight Highlight Ist ja nicht unerwartet. Davon abgesehen dürfte sich dass zukünftig häufen. Es wird keiner zur Rechenschaft gezogen und das haben sicherlich auch China und die USA gelernt. Die einen betreiben munteren Genozid und die anderen greifen die eigenen Bürger an für Pressefotos.
    Zum Glück kümmert sich die EU ums Klima. Mehr machen sie ja nicht...
    • Raembe 02.09.2020 17:49
      Highlight Highlight Was sollte die EU Deiner Meinung nach tun? Das sind Weltmächte und keine davon sähe es gern, würde ihr Präsident von der EU angeklagt werden. Und kann die EU diese Länder meiden? Nein, eines davon vielleicht. Aber alle? Nein.

      Ausserdem ist die EU ein Staatenbund, sie kann nicht einfach so mal handeln. Trotz ihrer Fehler, ist sie doch noch halbwegs demokratisch geführt.

      Aber es ist halt schon einfach die EU zu kritisieren. Was machst eigentlich Du? Verzichtest Du Produkte mit Hintergrund in diesen Ländern? Oder hälst Du dich von Firmen dieser Länder fern?
  • Magnum 02.09.2020 17:22
    Highlight Highlight Und alle Putin-Fans nun so:
    Lügenpresse! Kriegstreiber NATO!

    Aber nur ja kein Wort darüber, dass Widerspruch gegen den Langzeit-Alleinherrscher Putin die Lebenserwartung von Russen signifikant verkürzt.

    Wenn etwas nach Mafiastaat riecht, dann hat man es meistens auch mit einem Mafiastaat zu tun. Und in einem solchen ist ein Menschenleben nichts wert.
    • Butschina 02.09.2020 18:38
      Highlight Highlight Ausser den Leben der oberen. Die sind dann komischerweise gaaaanz viel Wert.
    • louie louie 02.09.2020 19:27
      Highlight Highlight Ich ziehe den Hut vor Ihnen, dass Sie sich so vehement für einen rechtsnationalistischen und fremdenfeindlichen Politiker einsetzen.

      https://www.dw.com/de/was-man-%C3%BCber-alexej-nawalny-wissen-muss/a-42354583

      "Aber nur ja kein Wort darüber, dass Widerspruch gegen den Langzeit-Alleinherrscher Putin die Lebenserwartung von Russen signifikant verkürzt."

      Sie können diese Behauptung sicher mit entsprechenden Quellen beweisen.
    • Dong 02.09.2020 20:50
      Highlight Highlight Die Lebenserwartung der Russen ist unter Putin aber gestiegen, unter dem pro-westlichen Jelzin ist sie gesunken. Das mit gut und böse ist halt nicht ganz so einfach.
      Wir Russland-Versteher sehen hier eine Reihe von Verdächtigen, dazu gehören neben Putin auch Oligarchen sowie Akteure, welche Nord Stream 2 zu sabotieren versuchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Varanasi 02.09.2020 16:52
    Highlight Highlight Und in Berlin standen am Wochenende um die 3000 Menschen fahnenschwenkend vor der Russischen Botschaft und jubeln Putin zu, rufen nach Freiheit und Befreiung.

    Das ist so grotesk, das kann man sich gar nicht ausdenken.

    • So oder so 02.09.2020 17:59
      Highlight Highlight Mal die Querfront Medien konsultieren, da wird Nie ein schlechtes Wort über Putins Russland verloren - aber die Böse Merkel und die Böse EU und die Nato - ja der Westen allgemein nur schlecht. Für mich alles Propaganda Opfer.
    • Zyniker haben es leichter 02.09.2020 20:02
      Highlight Highlight Und Mutti Merkel (inkl. dem Sumpf namens SPD) treibt derweil Nord Stream 2 voran... Das ist grotesk. Die Fahnenschwenker sind einfach nur dumm, denn Putin ist ein grosser Freund der Freiheitshasser in Deutschland.
    • Jawolaufensiedenn 03.09.2020 09:12
      Highlight Highlight @Varanasi: ich finde nirgends eine Angabe über 3000 Demonstranten, die nach Freiheit rufen, vor der Russischen Botschaft in Berlin. Das einzige, was ich um die russische Botschaft finden konnte war die Tatsache, dass dort Attila Hildmann festgenommen wurde.
      Ich weiss nicht, woher diese Fake News stammt. Aus zuverlässiger Quelle jedenfalls nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • rolf.iller 02.09.2020 16:41
    Highlight Highlight Die Beweise wurden Zweifelsohne gefälscht. So etwas wie Novichock gibt es gar nicht.
    • batschki 02.09.2020 17:42
      Highlight Highlight So, so
    • Alienus 02.09.2020 18:00
      Highlight Highlight rolf.iller

      Die Beweise wurden Zweifelsohne gefälscht. So etwas wie rolf.iller gibt es gar nicht.
    • Mat_BL 02.09.2020 18:12
      Highlight Highlight Jaja. Und Bielefeld gibt es übrigens auch nicht, gell?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 02.09.2020 16:39
    Highlight Highlight Also etwas muss man Putin schon lassen. Seine Dreistigkeit ist wirklich unerreicht.
    Lässt ihn vergiften. Und lässt ihn aber auch im Ausland behandeln, wo man dies mit Sicherheit rausfindet...
    • lily.mcclean 02.09.2020 16:57
      Highlight Highlight Und er so:
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    • MartinZH 02.09.2020 18:34
      Highlight Highlight Das ist keine Dreistigkeit, sondern eiskaltes Putin-/Kreml-Kalkül. Sogar die Inszenierung mit den russischen Ärzten. Damit sind alle gewarnt: "Im diesem Land hat nur einer das Sagen. Wem es nicht passt, kann gerne ins Ausland."
    • Fruchtzwerg 02.09.2020 22:57
      Highlight Highlight Weil er weiss, dass ihm weder von der EU noch von den USA oder China Konsequenzen drohen.
      In 2 Wochen ist das ganze (leider) vergessen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Korrektur 02.09.2020 16:10
    Highlight Highlight Mörder Bande an der Macht.
  • Jawolaufensiedenn 02.09.2020 16:05
    Highlight Highlight Wundert’s jemanden?!
    • Grötzu 02.09.2020 17:23
      Highlight Highlight Nein
    • Eiswalzer 02.09.2020 19:17
      Highlight Highlight Ein paar Verschwörungstheoretiker, Putin-Versteher und NATO-Hasser bestimmt...
  • Andi7 02.09.2020 16:04
    Highlight Highlight Es überrascht leider nicht und wie so oft wird es wohl auch hier keine Schuldigen geben, welche zur Verantwortung gezogen werden.
    • 123und456 02.09.2020 16:39
      Highlight Highlight Doch in der Regel sinds irgendwelche Tschetschenen, die dafür verantwortlich gemacht werden..
  • FrancoL 02.09.2020 15:58
    Highlight Highlight Ich bin mir ganz sicher, dass die die Nawalny vergiftet haben, mit der Hilfe von Putin gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.
    • 1of8mio 02.09.2020 16:18
      Highlight Highlight Ganz sicher werden sie das. Und ganz eventuell gibt's dafür sogar noch eine Lohnerhöhung oder Beförderung.
    • Grave 02.09.2020 16:45
      Highlight Highlight Nein es wird keine beförderung oder lohnerhöhung geben, denn ganz offensichtlich haben sie nicht gut genug gearbeitet und ihre tat ist aufgeflogen.
    • lily.mcclean 02.09.2020 16:59
      Highlight Highlight Vladi der Fux
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  • Andre Buchheim 02.09.2020 15:56
    Highlight Highlight Wieder ein Beispiel, wie frech uns Russland anlügt...
    • MartinZH 02.09.2020 18:39
      Highlight Highlight "Russland" lügt ja nicht... Auch nicht Putin oder der Kreml. Die lassen die Taten Worte sprechen. Das Regime 'lässt lügen': Arzt in Omsk (sicher unter Druck gesetzt, Familie...), RT, Sputnik und Konsorten, Troll-Fabrik in St. Petersburg, etc.
    • rodolofo 02.09.2020 18:55
      Highlight Highlight Wie Trump.
      Aber die Russen haben es erfunden.
    • bbelser 02.09.2020 21:20
      Highlight Highlight Nicht Russland lügt uns an, sondern der "lupenreine Demokrat" und seine Kumpane.
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Deutschland nimmt über 2000 Flüchtende auf – Merkel spricht Klartext

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