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Mann erschiesst sich bei Urteilsverkündung in Moskauer Gerichtssaal



In einem Moskauer Gerichtssaal hat sich ein früherer Staatsbeamter vor den Augen des Richters bei der Urteilsverkündung erschossen. Das bestätigte die Sprecherin eines Moskauer Stadtbezirksgerichts, Uljana Solopowa, am Mittwoch der Agentur Interfax.

Der frühere Mitarbeiter des Strafvollzugs soll von einem Kollegen zehn Millionen Rubel (rund 154'000 Franken) erpresst haben. Er wurde dafür zu drei Jahren Haft verurteilt.

Nach Darstellung des Gerichts muss nun geklärt werden, wie der Mann eine Waffe in den Saal bringen konnte. Kriminalisten nahmen die Arbeit auf. Die Sicherheitsvorkehrungen in russischen Gerichten sind eigentlich extrem hoch – mit Metalldetektoren und uniformierten Sicherheitskräften.

Der Mann erschoss sich mit einer Pistole, die er als Auszeichnung für vorbildliche Leistungen im Dienst erhalten hatte. Der Ex-Staatsbeamte war nach Darstellung seines Anwalts Grigori Iwanischtschew wegen einer schweren Krebserkrankung unter strengen Auflagen auf freiem Fuss. Er hatte demnach auch bis zum Schluss seine Unschuld beteuert. (aeg/sda/dpa)

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