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epa07229222 A supporter of the Houthi rebel movement holds a weapon during a gathering to show support to the Houthi rebels, in Sana'a, Yemen, 13 December 2018. According to reports, Yemen's warring parties have agreed on reopening the Sana'a airport, the resumption of oil exports and a ceasefire in the Red Sea port city of Hodeidah, as a new round of UN-brokered peace consultations between representatives from Yemen's internationally-recognized government and the Houthi rebels came to a close in Sweden, nearly four years after escalating fighting in the Arab country.  EPA/YAHYA ARHAB

Bild: EPA/EPA

Ein bisschen Hoffnung im Jemen – Saudi-Arabien begrüsst Waffenruhe für wichtigen Hafen



Saudi-Arabien hat die Einigung auf eine Waffenruhe für den strategisch wichtigen Hafen Hodeida im Bürgerkriegsland Jemen begrüsst. Bei der Übergabe des Hafens handle es sich um einen «wichtigen Schritt», um das Leiden der Menschen zu beenden.

Das teilte das Aussenministerium in der Hauptstadt Riad am Freitag mit, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA berichtete. Jemens schiitische Huthi-Rebellen und die Regierung hatten am Donnerstag zum Abschluss der Friedensgespräche in Schweden eine Waffenruhe für Hodeida vereinbart, die unverzüglich in Kraft treten sollte.

epa07229249 Supporters of the Houthi rebel movement perform traditional dances during a gathering to show support to the Houthi rebels, in Sana'a, Yemen, 13 December 2018. According to reports, Yemen's warring parties have agreed on reopening the Sana'a airport, the resumption of oil exports and a ceasefire in the Red Sea port city of Hodeidah, as a new round of UN-brokered peace consultations between representatives from Yemen's internationally-recognized government and the Houthi rebels came to a close in Sweden, nearly four years after escalating fighting in the Arab country.  EPA/YAHYA ARHAB

Huthi-Rebellen führen am 13. Dezember in Sanaa einen traditionellen Tanz aus. Bild: EPA/EPA

Die Einigung sieht vor, dass sich beide Seiten aus der Stadt zurückziehen. Stattdessen soll die Uno-Präsenz verstärkt werden. Am Freitag wollte sich auch noch der Uno-Sicherheitsrat in New York mit den Ergebnissen der Verhandlungen befassen.

Der bislang von den Huthis kontrollierte Hafen ist zentral für die Versorgung des Landes. Er gilt als Lebensader vor allem für Jemens Norden. Nach Beginn der Waffenruhe sollen nach Angaben der Uno wieder Güter und Hilfslieferungen über Hodeida ins Land gebracht werden.

Humanitäre Krise

In dem Bürgerkriegsland im Süden der Arabischen Halbinseln kämpfen die Huthi-Rebellen seit mehr als vier Jahren gegen Anhänger und Verbündete der international anerkannten Regierung. Der Konflikt hat dort nach Uno-Einschätzung die schwerste humanitäre Krise weltweit verursacht.

Der Uno zufolge haben 20 Millionen Menschen grosse Schwierigkeiten, an ausreichend Lebensmittel zu kommen – das sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung. Unicef warnte, alle zehn Minuten sterbe ein Kind an den Folgen vermeidbarer Krankheiten und Mangelernährung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kamen 10'000 Menschen ums Leben, mehr als 60'000 wurden verletzt. Grosse Teile der Infrastruktur sind zerstört. In einigen Regionen gibt es keine medizinische Versorgung.

In this Thursday, Sept. 27, 2018 photo, a father gives water to his malnourished daughter at a feeding center in a hospital in Hodeida, Yemen. With US backing, the United Arab Emirates and its Yemeni allies have restarted their all-out assault on Yemen’s port city of Hodeida, aiming to wrest it from rebel hands. Victory here could be a turning point in the 3-year-old civil war, but it could also push the country into outright famine. Already, the fighting has been a catastrophe for civilians on the Red Sea coast. (AP Photo/Hani Mohammed)

Alle zehn Minuten stirbt im Jemen ein Kind an Unterernährung. Bild: AP/AP

Zentral für die Versorgung

Der von den Huthis kontrollierte Hafen Hudeida im Westen des Jemens ist zentral für die Versorgung des Landes und gilt als dessen Lebensader. Über ihnen läuft der grösste Teil der Importe des Landes. 

Seit Monaten versuchen Regierungstruppen, die Hafenstadt einzunehmen. Sie werden von einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition mit Luftangriffen unterstützt. Das sunnitische Nachbarland Saudi-Arabien sieht in den Huthi-Rebellen einen engen Verbündeten seines Erzfeindes, des schiitischen Irans. Nicht zuletzt die Luftangriffe haben zu einer Eskalation des Konfliktes geführt. (cma/sda/dpa)

«Der Krieg im Jemen droht, eine ganze Generation zu töten»

Video: srf/SDA SRF

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