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Saudi-Arabien: Scharfe Kritik nach Tod eines Menschenrechtlers

epa07382153 Prince Mohammed Bin Salman Bin Abdulaziz Al-Saud, Crown Prince, Vice President of the Council of Ministers of Defence of the Kingdom of Saudi Arabia speaks at a joint press conference at H ...
Steht in der Kritik von Menschenrechtsaktivisten: Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman.Bild: EPA/EPA

Scharfe Kritik an Saudi-Arabien nach Tod eines Menschenrechtlers

24.04.2020, 17:5224.04.2020, 17:52

Die Regierung Saudi-Arabiens steht wegen des Todes eines inhaftieren bekannten Menschenrechtsaktivisten scharf in der Kritik. Abdullah al-Hamid sei als politischer Häftling im Alter von 69 Jahren in einem saudischen Gefängnis gestorben, teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Freitag mit. Er habe in Haft bleiben müssen, obwohl er vor rund zwei Wochen einen Schlaganfall erlitten und danach im Koma gelegen habe.

Al-Hamid war einer der bekanntesten Menschenrechtsaktivisten des sunnitischen Königreichs. Er gehörte zu den Mitbegründern einer saudischen Menschenrechtsorganisation. Für seine Arbeit war er vor zwei Jahren mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Die dafür zuständige Right Livelihood Foundation verurteilte die «saudische Grausamkeit» scharf. Al-Hamids «ungesetzliche Inhaftierung und unmenschliche Behandlung» hätten zu seinem Tod geführt, hiess es in einer Mitteilung. Die saudischen Behörden hätten dem Aktivisten eine angemessene medizinische Behandlung verweigert.

Mit seinen Mitstreitern setzte sich Al-Hamid unter anderem für eine konstitutionelle Monarchie in Saudi-Arabien ein. Er wurde 2012 verhaftet und ein Jahr später zu elf Jahren Haft verurteilt.

Saudi-Arabien steht wegen massiver Menschenrechtsverstösse immer wieder in der Kritik. Dort sitzen zahlreiche Menschenrechtsaktivisten trotz unklarer Vorwürfe in Haft. Kritiker machen dafür vor allem Kronprinz Mohammed bin Salman verantwortlich. Sie sehen ihn auch als eigentlichen Drahtzieher des Mordes an dem regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. (cma/sda/dpa)

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