Schweiz klettert im Weltglücksbericht etwas nach oben – Finnland weiter die Nummer 1
Die Finnen sind zum 9. Mal in Folge das glücklichste Volk der Welt. Das zumindest sagt der Weltglücksbericht 2026, den ein interdisziplinäres Forscherteam um das Wellbeing Research Centre der Universität Oxford veröffentlicht hat.
Auf dem zweiten bis fünften Rang folgen Island, Dänemark, Costa Rica und Schweden. Somit schaffen es gleich vier nordische Staaten in die Top fünf. Die Schweiz konnte vom letztjährigen 13. auf den zehnten Platz vorrücken – hinter Norwegen, Niederlande, Israel und Luxemburg.
Was macht die Finnen so glücklich?
Wie Berichtsautor Jan-Emmanuel De Neve erklärt, seien die Finnen nicht fixiert darauf, glücklich sein zu müssen. Sie seien nicht besessen davon, unbedingt glücklich sein zu wollen und seien dankbar für das, was sie hätten und nähmen sich selbst nicht allzu ernst. Das helfe ihnen die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.
Dass nordische Länder im Allgemeinen jedes Jahr so glücklich sind, liegt laut De Neve vor allem an ihrem grossen Wohlstand und dass sie diesen sehr gerecht verteilen. Auch die hohe Lebenserwartung, ein guter Zugang zu Gesundheitsversorgung und ein starkes soziales Netz, also einander und dem Staat zu vertrauen, mache die nordischen Staaten zu den glücklichsten der Welt.
Mit Verweis auf Finnland empfiehlt Studienautor De Neve, den Gang in die Natur. «Fast jeder hat eine Hütte oder ein Häuschen im Wald, die Leute gehen Kirschen pflücken oder Pilze sammeln – da ist diese tiefe, instinktive Verbindung zur Natur.» Auch die Sauna gehöre dazu – ein Ort an dem die Finnen Geheimnisse teilen, Geschäfte besiegeln oder plaudern.
Wie glücklich ist die Schweizer Bevölkerung?
Nachdem die Schweizer Bevölkerung in den letzten fünf Jahren im internationalen Vergleich immer unglücklicher wurde, konnte sie im diesjährigen Report wieder drei Plätze gutmachen. Im letzten Jahr gehörte sie zusammen mit Kanada und den USA zu den grössten Verlierern auf der Rangliste. Seit sie im Jahr 2015 sogar auf Platz 1 rangierte, ging es fast nur abwärts. Hier eine Übersicht über die letzten zehn Jahre.
Der Einfluss von Social Media
Dem Einfluss von Social Media widmeten die Autoren ein eigenes Kapitel. Denn in Nordamerika und Westeuropa sind junge Menschen viel weniger glücklich als vor 15 Jahren. Diese Entwicklung wird von vielen der starken Verbreitung sozialer Medien zugeschrieben. Jedoch gilt die Tendenz nicht in allen Weltregionen.
Eine moderate Social-Media-Nutzung (weniger als eine Stunde pro Tag) sei laut den Autoren optimal. Alles darüber hinaus geht mit einem Rückgang des Wohlbefindens einher. Mädchen sind stärker von diesem Effekt betroffen als Jungen. Jedoch spielt die Art der Plattformen eine wichtige Rolle. Social-Media-Plattformen, welche algorithmisch kuratierte Inhalte von Influencern bewerben, haben einen negativeren Einfluss auf das Wohlbefinden junger Menschen, als jene, die soziale Kontakte fördern. (nil)
