International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eine Kundin legt am 22. Maerz 2005 in der ALDI SUED-Filiale in Ettlingen, Deutschland, ihre Einkaeufe auf das Foerderband an der Kasse. Der Aufbau einer Schweizer Gesellschaft unter dem Namen

Bewusster einkaufen ist ein Entscheidender Faktor zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Der unterschätzte Faktor bei der Erderwärmung – und was man dagegen tun kann

Die Verschwendung von Lebensmitteln ist eines der Hauptthemen bei der 50. Plenumssitzung des Weltklimarats IPCC in Genf. Das Gremium befasst sich seit vergangenem Freitag mit einem Sonderbericht zu der Frage, wie sich die Ernährung einer rapide wachsenden Weltbevölkerung auf das Klima auswirkt.



Was ist das Problem?

Der Report zu Landnutzung und Klimawandel, der am Donnerstag veröffentlicht wird, zeigt eine Welt, in der Milliarden Menschen jeden Tag Lebensmittel wegwerfen, während hunderte Millionen hungern.

Laut einem Entwurf des IPCC-Sonderberichts werden jährlich zwischen 25 und 30 Prozent aller produzierten Lebensmittel verschwendet oder weggeworfen. Seit 1970 ist dieser Anteil den Angaben zufolge um rund 40 Prozent gestiegen. Laut der Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) kostet dieser Verlust jedes Jahr fast eine Billion Dollar (890 Milliarden Euro).

Hoesung Lee, new chairman Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), speaks during a press conference about the IPCC's plans for 2017 at the European headquarters of the United Nations, in Geneva, Switzerland, on Wednesday 17, 2016. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Hoesung Lee, der Vorsitzende des «Intergovernmental Panel on Climate Change» (IPCC) (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Und auch das Klima leidet: Die Verschwendung trägt rund acht Prozent zur ohnehin schlechten CO2-Bilanz bei. Das liegt auch an der zunehmenden Nutzung von Monokulturen wie etwa Soja, die massgeblich zur Zerstörung der Wälder beitragen. Jedes Jahr verschwinden Tropenwälder von der Grösse Sri Lankas – und mit ihnen die Möglichkeit, grosse Mengen klimaschädliches Kohlendioxid zu absorbieren.

Reiche Staaten sind verschwenderisch

Nicht überall nimmt die Lebensmittelverschwendung die gleichen Ausmasse an: Der IPCC-Bericht befasst sich auch mit den Unterschieden zwischen reichen Staaten und Entwicklungsländern. Demnach werfen Menschen in reichen Ländern insgesamt 222 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll – pro Jahr. Das entspricht ungefähr der Menge, die in allen Subsahara-Staaten jährlich produziert wird.

Menschen in Europa und Nordamerika verschwenden im Durchschnitt pro Kopf 95 bis 115 Kilogramm Lebensmittel im Jahr. In den afrikanischen Subsahara-Staaten und in Asien sind es durchschnittlich nur sechs bis elf Kilogramm pro Kopf.

Auch die Art der Verschwendung hängt stark vom Entwicklungsstand eines Landes ab. In Industrienationen werden Lebensmittel zu 40 Prozent von Einzelhändlern oder Verbrauchern weggeworfen. In Entwicklungsländern landen 40 Prozent der Nahrungsmittel nach der Ernte im Müll.

«Im Norden geschieht die Verschwendung viel häufiger in den Supermärkten. Die Märkte selbst werfen Gemüse aufgrund der Form oder Grösse weg, oder weil es nicht schön genug aussieht»

Teresa Anderson

«Im Süden hat das viel mit den Schwierigkeiten des Transports und der Konservierung von Lebensmitteln zu tun, die Nahrungsmittel werden in kleinen Dörfern produziert und schaffen es oft nicht in gutem Zustand bis zum Markt», sagt Teresa Anderson von der Nichtregierungsorganisation ActionAid.

Ungefähr zwei Milliarden Erwachsene weltweit sind übergewichtig oder fettleibig, während anderswo 820 Millionen Menschen an Hunger leiden. Dem Bericht der IPCC zufolge kann der «Konsum jenseits dessen, was zum Leben nötig ist» auch als Verschwendung angesehen werden. Diese Form der Verschwendung habe ein mindestens ebenso grosses Ausmass wie das Wegwerfen von Lebensmitteln, heisst es in dem Entwurf des IPCC-Berichts.

John Oliver zum Thema:

abspielen

Video: YouTube/LastWeekTonight

Betrifft es die Schweiz?

In Industrieländern landet ein erheblicher Teil des Essens ungenutzt im Abfallkübel. Die Produktion von Lebensmitteln verbraucht aber viele wertvolle Ressourcen.

2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in der Schweiz im Abfall, zwei Drittel davon wären laut Angaben des Bundesamts für Umwelt (Bafu) vermeidbar. Vom Acker bis auf den Teller gehen demnach pro Kopf und Jahr 190 Kilogramm geniessbarer Lebensmittel verloren.

Food Waste Migros, Lebensmittel wegwerfen

Lebensmittel der Migros, die im Abfall landen (Archivbild). Bild: userinput

Von den 1,7 Millionen Tonnen vermeidbaren Lebensmittelverlusten gehen rund 43 Prozent auf das Konto der Lebensmittelindustrie, 28 Prozent auf die Kappe privater Haushalte.

Die Produktion von Lebensmitteln verbraucht Land, Wasser und Energie, was negative Folgen für Artenvielfalt und Klima hat. Besonders gross sind die Umweltauswirkungen bei der Verschwendung von Fleischprodukten, vor allem Rindfleisch.

Was kann ich dagegen tun?

Den Einkauf planen und nicht hungrig einkaufen, sonst ist die Gefahr von Spontankäufen gross, die dann doch nicht gegessen werden. Konsumenten sollten sich etwa überlegen, wie viel Joghurt sie wirklich verbrauchen werden und im Zweifel lieber zur kleineren Packung greifen.

Richtig lagern

Obst und Gemüse gehören im Kühlschrank ganz unten ins Gemüsefach, Fisch und Fleisch auf die unterste Ablage, Milchprodukte auf die mittlere, Käse und Speisereste auf die oberste. Eier, Butter und Getränke haben ihren Platz in der Tür. Mit Ausnahme von Obst und Gemüse sollte alles gut verpackt sein.

Nicht in den Kühlschrank gehören Brot, Speiseöle, Kartoffeln, Auberginen, Avocados, Tomaten und die meisten Südfrüchte. Kartoffeln und Zwiebeln brauchen einen trockenen, dunklen Ort. Brot bleibt in einer Brotbox oder einem Steinguttopf länger frisch. Käse am besten am Stück kaufen und in ein beschichtetes Papier einschlagen.

Äpfel und Tomaten strömen Ethylengas aus, das andere Obst- und Gemüsesorten schneller reifen lässt, sie sollten deshalb separat gelagert werden. Angebrochene Packungen – Mehl, Reis oder Nüsse – in dicht schliessende Behälter umfüllen. Geöffnete Konserven umfüllen und schnell verbrauchen.

Umgang mit Schimmel

Konsumenten sollten ihre Vorräte regelmässig kontrollieren und bei Schädlingsbefall (etwa Lebensmittelmotten) entsorgen. Bei Schimmelbildung ist Vorsicht angesagt: Bei Brot, Joghurt, Marmelade und Käse (Weich- wie Hartkäse) sollte gleich die ganze Packung weggeworfen werden, weil sich der Schimmel schon ausgebreitet haben könnte.

schimmel marmelade

Schimmel kann verhindert werden – mit dem richtigen Umgang. Bild: Shutterstock

Bei Nüssen, Zitrusfrüchten, Beeren, Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Tomaten, Paprika, Auberginen, Gurken oder Zucchini sowie Wurzelgemüse wie Karotten sollten mindestens die befallenen Früchte komplett entsorgt werden.

Mindeshaltbarkeitsdatum vs. Verbrauchsdatum

Lebensmittel sind bei richtiger Lagerung auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums meist noch geniessbar. Tragen vorverpackte Lebensmittel die Formulierung «mindestens haltbar bis», behalten sie bis zu diesem Datum ihre produkttypischen Eigenschaften, also Geschmack, Geruch oder Nährwert – vorausgesetzt, sie sind originalverpackt und wurden richtig gelagert. Auch danach sind sie meist noch eine Weile geniessbar.

Es gilt der Grundsatz: Erst schauen, dann riechen, dann schmecken. Wirkt alles normal, steht dem Genuss in der Regel nichts entgegen.

Produkte mit Verbrauchsdatum sollten nach Ablauf in den Müll. Bei Lebensmitteln, die sehr leicht verderblich sind, muss der Hinweis «zu verbrauchen bis» angegeben werden, gefolgt von einer Beschreibung der Lagerbedingungen. Als leicht verderbliche Lebensmittel gelten etwa zerkleinertes rohes Fleisch, Geflügel und vorgeschnittene Salate. (mim/sda/afp)

Wie Lebensmittel länger haltbar werden

So viel Food Waste produzieren Schweizer Haushalte jährlich

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

16
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

114
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

76
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

120
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

148
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

105
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

376
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

148
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

24
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Grohenloh 06.08.2019 23:10
    Highlight Highlight “Ungefähr zwei Milliarden Erwachsene weltweit sind übergewichtig oder fettleibig, während anderswo 820 Millionen Menschen an Hunger leiden.”

    Oh weh. Den Übergewichtigen wird es bald schlecht ergehen. Die Korrekten warten schon auf neue Opfer nach den Autofahrern und In-Die-Ferien-Fliegern.

    Fettleibig als Variante des Diebstahls!

    Also ernsthaft. Hier wäre ich jetzt auch mal für ein Denkverbot. Fettleibig ist niemand freiwillig!
  • Smeyers 06.08.2019 21:47
    Highlight Highlight Die ältere Generation ist gewohnt Vorräte zu lagern, auch im Kühlschrank. Ich kaufe täglich ein, so gibt es fast keinen Abfall durch abgelaufene Produkte.
  • Arthur Philip Dent 06.08.2019 20:18
    Highlight Highlight "zunehmenden Nutzung von Monokulturen wie etwa Soja, die massgeblich zur Zerstörung der Wälder beitragen. Jedes Jahr verschwinden Tropenwälder von der Grösse Sri Lankas"

    Und je nach Quelle werden 75 - 95% dieses Sojas für die Tierfutterproduktion verwendet.
    • Grohenloh 06.08.2019 23:20
      Highlight Highlight Und Tofu!

      Ich wusste es!
  • imposselbee 06.08.2019 20:08
    Highlight Highlight Im Endeffekt ist es unsere Individualität, die wir mit unserem Konsum definieren, die das Klimaproblem verursacht hat.
    Wir könnten alle Astronauten-Food essen und Einheitskleidung tragen, aber wir wurden ja darauf getrimmt, ‚individuell‘ zu sein.
    Der ‚alles frisch‘ und ohne Konservierungsstoffe Trend verschlimmert den Food-Waste doch nur. Man könnte ja die Kochgewohnheiten etwas ändern und auch mal auf Vorrat kochen, anstelle nur Nouvelle Cuisine. Auch mal zum McBurger oder Döner-Bruder finde ich jetzt Food-Waste technisch voll ok.
    Konservierungsstoffe machen Sinn.
  • locogoa 06.08.2019 18:02
    Highlight Highlight Die Prozent zahlen stimmen zumindest für die Schweiz gesehen absolut nicht....
    Der Grosshandel 2%
    Gastronomie 5%
    Detailhandel 5%
    Landwirtschaft 13%
    Verarbeitende Industrie 30%
    Endkonsument 43%
    Somit ist eigentlich klar wo der Hebel angesetzt werden müsste....
    aber man versteckt sich halt immer gerne hinter bösen Feindbilder, dann muss man selber nichts tun, rummotzen alle anderen müssen was tun ist halt x mal bequemer als bewusst einkaufen....
    Zahlen stammen übrigens von foodwaste.ch
  • Auric 06.08.2019 16:50
    Highlight Highlight Solange man grosse Ackerbauflächen für die Herstellung von Treibstoff (Alkohol aus Mais, Biodiesel aus Raps und Palmöl) und Mais und Weizen zur Stromerzeugung in Faulgasanlagen belegen kann, kann es mit der Nahrungsversorgung nicht sehr kritisch sein.

    Also nicht der kleine Mann mit dem schimmeligen Joghurt ist das Problem, sondern diejenigen die durch ihre ökologische Verblendung "Tank statt Teller" verursacht haben.
  • Auric 06.08.2019 16:43
    Highlight Highlight Nachdem der Klimawandel von Menschen weder verursacht noch gestoppt werden kann, sollte man sich Gedanken machen was man wegen dem Klimawandel wo anbaut. Die permafrost Böden werden jetzt nutzbar, die Sahel Zone ist bei weitem nicht mehr so trocken wie noch vor 30 Jahren. Das global greening wird durch CO2 Düngung sich noch verstärken, alles positiv Aspekte wenn man mal nicht nur Alarmismus verbreitet. Die globale! Ernährungssituation war in der Menschheitsgeschichte noch nie so gut, der Anteil der unterernährten Menschen noch niemals so klein.
    Aber ganz klar ist Foodwaste zu verurteilen
  • Apokalyptus 06.08.2019 16:36
    Highlight Highlight Denke, es wäre doch eine gute Idee, einen zusätzlichen Teil im Laden aufzumachen, wo eben solch unförmliges oder hässliches Gemüse, Obst etc ausgestellt wird zu einem reduzierten Preis. So hat jeder was davon: Der Konzern macht noch Geld mit Produkten, die er an sonsten wegschmeissen würde und der Konsument kann günstiger einkaufen für die gleiche geschmackliche Qualität.
  • MacB 06.08.2019 14:39
    Highlight Highlight "Es gilt der Grundsatz: Erst schauen, dann riechen, dann schmecken"

    Leicht gesagt. Bei uns in der Schweiz ist riechen und schmecken beides schmecken...da kommen wir doch durcheinander. :)
    • Henri Lapin 06.08.2019 14:49
      Highlight Highlight Auge, Naase, Muul
  • elnino 06.08.2019 14:16
    Highlight Highlight Spannend, lokal lässt sich die Lebensmittelverschwendung bereits (auf kleiner Ebene) mit dem App Too good Too go bekämpfen: https://toogoodtogo.ch/de-ch

    Zudem sind die Produkte stark reduziert und schont auch noch das Portmonee, kann ich nur empfehlen!
  • Glenn Quagmire 06.08.2019 14:15
    Highlight Highlight Gezielter einkaufen und nur gerade dass was man braucht. Offenes Gemüse statt einen 2Kg Pack zB.. Wenn der Kilopreis günstiger ist aber die Hälfte im Biomüll landet hat man kein Geld gespart.
  • reaper54 06.08.2019 12:38
    Highlight Highlight “Dem Bericht der IPCC zufolge kann der «Konsum jenseits dessen, was zum Leben nötig ist» auch als Verschwendung angesehen werden.”

    Es gibt da einen ganz schönen Staat an der Grenze zu China welcher auf einer Halbinsel liegt und seinen Bewohnern nur die “überlebensnotwendigen” rationen gibt. Muss traumhaft sein, das IPCC kann sich diese arbeits und fasten kur ja auch mal antun bin gespannt was sie danach sagen...
    • Fly Baby 06.08.2019 17:00
      Highlight Highlight Ich kenne etliche Menschen, vor allem Männer, die täglich grosse Mengen an Fleisch verdrücken. Das ist weder notwendig noch gesund.
      Wenn du der Meinung bist, wir würden nicht zu viel essen, warum schmeissen wir dann so gegen die 40% weg? Warum brauchen wir eine Massentierhaltung? Weil wir nicht zu viel essen?
  • Deckardcain 06.08.2019 12:08
    Highlight Highlight «Im Norden geschieht die Verschwendung viel häufiger in den Supermärkten. Die Märkte selbst werfen Gemüse aufgrund der Form oder Grösse weg, oder weil es nicht schön genug aussieht»

    Das liegt daran das die Kunden heute sich wegen solchen kleinigkeiten sofort beschweren und glaubt mir mit solchen Kunden kann man nicht argumentieren, ich habs mehrmals versucht.

    Denn kein Laden würde ansonsten solche Ware wegwerfen, da es weggeworfenes Geld/Arbeit ist.
    • Glenn Quagmire 06.08.2019 15:42
      Highlight Highlight Diese von dir beschriebenen Kunden sind doch die ach so tollen Lesereporter auf 20min und Co., die schon beinahe von einem Careteam betreut werden müssen, bloss weil die Banane mehr gekrümmt ist als normal oder der Apfel einen kleinen Punkt auf der Haut hat.
  • Walter Sahli 06.08.2019 12:05
    Highlight Highlight Schon mal jemand krank geworden, der statt die ganze Gonfi oder den ganzen Käse wegzuwerfen nur die Schimmelschicht grosszügig abgetragen und dann den Rest gegessen hat?
    Ich nicht.
    • Lami23 06.08.2019 16:41
      Highlight Highlight Ich auch nicht.
    • locogoa 06.08.2019 17:54
      Highlight Highlight Alleine das einatmen von Schimmelsporen führt ( laut WHO ) zu einer um 75% erhöhten Wahrscheinlichkeit an Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis, etc. führen,
      Essen von Schimmel erhöht das Risiko für harnwegserkrankungen, Magenkrebs, Und allgemeinen eine Schwächung des immunsystem, stirbst vielleicht nicht am Schimmel selber, aber vielleicht an einem dadurch ausgelösten Infekt..,.
      Aber iss nur weiter verschimmeltes essen....
    • Adam Smith 06.08.2019 18:44
      Highlight Highlight Wenn du eine Schimmelschicht auf dem Käse hast oder auf der Konfi sind die Wurzeln des Pilues schon im ganzen Nahrungsmittel. Also hattest du bisher Glück.
  • HAL9000 06.08.2019 11:58
    Highlight Highlight Schön und zugleich unschön zu sehen, dass auf dem Migroswaste Bild nahezu ausschliesslich Tierische Produkte zu finden sind.
    Schön, dass weniger Tierisches gegessen wird.
    Unschön, dass dadurch ein Lebewesen sterben musste. In diesem Sinne mehr als sinnlos.
    Noch unschöner ist das sonst schon CO2 lastige Tiererzeugnis nun noch mehr CO2 verursacht durch dessen Entsorgung...
    • Tenno 06.08.2019 20:56
      Highlight Highlight Die Migros könnte da einfach schon am Morgen vom Tag x 50% geben und um 18 Uhr 75% oder so, bin fast sicher, dass würde den Waste reduzieren.
  • Forest 06.08.2019 11:43
    Highlight Highlight Ein sehr guter Beitrag für eine bessere Nachhaltigkeit und weniger Lebensmittel Verschwendung. Nützliche Tipps über Lagerung sind mir zwar schon bekannt, finde es aber schön wird es erwähnt. Danke Watson.

Deutsches Versuchslabor lässt Tiere qualvoll verenden – Spuren führen in die Schweiz

In einem deutschen Labor sterben junge Hunde, Affen und Katzen einen qualvollen Tod. Was eine Schweizer Pharma-Firma damit zu tun hat.

Ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation Soko Tierschutz und Cruelty Free International hat sich als Pfleger in das Tierversuchslabor LPT nahe Hamburg eingeschleust. Von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Tierschützer die zahlreichen brutalen Tierversuche an jungen Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen.

Der Bericht sorgte in Deutschland in den letzten Tagen für viel Empörung.

Bei LPT handelt es sich um ein Familienunternehmen. Das Versuchslabor ist eine der grössten Einrichtungen für …

Artikel lesen
Link zum Artikel