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Die Welt in Karten

Niemand macht beim Klimaschutz so vieles falsch wie die USA

Die neuste Ausgabe des Klimaschutz-Index bringt ans Licht, wer sich um den Klimaschutz bemüht. Wer schafft's aufs Podest? Niemand – keine Nation erhält die Bewertung «sehr gut», deshalb bleiben die drei ersten Plätze leer.
10.12.2019, 15:0110.12.2019, 16:25
Lea Senn
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Die Gewinner

Immer mehr Länder und Organisationen setzen sich weltweit für den Klimaschutz ein. Der heute präsentierte Klimaschutz-Index untersucht die Fortschritte laufend. Zwar erreichte kein Land in allen untersuchten Kategorien (siehe Infobox) die Bewertung «sehr gut», einen Sieger (entsprechend auf Platz 4) gibt es trotzdem: Am besten schnitt Schweden ab. Das Heimatland von Klimaaktivistin Greta Thunberg führt das Ranking nach zwei erfolgreichen Jahren erneut an.

Dänemark kletterte um 10 Plätze nach oben und holte sich damit die zweitbeste Bewertung. Danach folgt der letztjährige Silbergewinner Marokko. Inklusive diesen drei gibt es ingesamt 14 Staaten, die die Bewertung «gut» erhielten.

Die Verlierer

Die USA haben bereits in den letzten Jahren einige Plätze eingebüsst, dieses Jahr landen sie sogar am Ende. Sie bilden hinter Saudi-Arabien und Taiwan das Schlusslicht.

Die Experten erteilen den USA in allen geprüften Kategorien die Bewertung «sehr schlecht». Sie bezeichnen die US-amerikanische Klimapolitik als höchstproblematisch. Es gäbe weder ein Ziel noch politische Rahmenbedingungen, um die sehr hohen Treibhausgase zu reduzieren.

Auch das öffentliche Verkehrssystem der USA sei schlecht ausgebaut. Die nationale Klimapolitik habe sich unter Präsident Trumps Regierung verschlechtert – und er bremse auch die internationalen Bemühungen, den Zielen des Pariser Klimaabkommens nachzukommen.

Die Schweiz

Die Schweiz schafft es in die Kategorie «gut». Allerdings rutschten wir von Rang 9 auf den 16. Platz ab. Grund für diesen massiven Rankingabstieg liegt in der schlechteren Bewertung der Schweizer Klimapolitik. Nationale Experten und Expertinnen kritisieren die «geringe Ambition und die mangelnde Umsetzung der nationalen Klimapolitik».

So wird unter anderem begründet, dass die Schweiz im August dieses Jahres zwar das Ziel für 2050 vorgegeben hat, die Emissionen auf Netto-Null zu bringen, aber keine verbindliche Strategie bietet, um die Umsetzung des Ziels zu garantieren.

Ein weiteres Argument ist, dass es in der Schweiz nach wie vor Subventionen für fossile Brennstoffe gibt. Auch die Emissionen im Verkehr seien erneut angestiegen und werden noch nicht im ansonsten effektiven CO2-Steuer-System berücksichtigt.

Alle Bewertungen im Detail

*Kein Land erreichte den ersten bis dritten Platz, da kein Land die Bewertung «sehr gut» erhält.<br>**Die Position der Ukraine im Gesamtergebnis wird stark durch die Auswirkungen des Konflikts in der Donbas-Region beeinflusst.<br>***gerundet<br>
*Kein Land erreichte den ersten bis dritten Platz, da kein Land die Bewertung «sehr gut» erhält.
**Die Position der Ukraine im Gesamtergebnis wird stark durch die Auswirkungen des Konflikts in der Donbas-Region beeinflusst.
***gerundet
Bild: germanwatch
Datenquelle
Seit 2005 nimmt der Klimaschutz-Index jährlich die Fortschritte der Länder in Bezug auf Klimaschutz unter die Lupe. Er betrachtet für jeden Staat die vier Bereiche Treibhausgas-Emissionen (40% der Gesamtwertung), Erneuerbare Energien (20%), Energieverbrauch (20%) und Klimapolitik (20%).
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