International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Welt in Karten

Niemand macht beim Klimaschutz so vieles falsch wie die USA

Die neuste Ausgabe des Klimaschutz-Index bringt ans Licht, wer sich um den Klimaschutz bemüht. Wer schafft's aufs Podest? Niemand – keine Nation erhält die Bewertung «sehr gut», deshalb bleiben die drei ersten Plätze leer.



Die Gewinner

Immer mehr Länder und Organisationen setzen sich weltweit für den Klimaschutz ein. Der heute präsentierte Klimaschutz-Index untersucht die Fortschritte laufend. Zwar erreichte kein Land in allen untersuchten Kategorien (siehe Infobox) die Bewertung «sehr gut», einen Sieger (entsprechend auf Platz 4) gibt es trotzdem: Am besten schnitt Schweden ab. Das Heimatland von Klimaaktivistin Greta Thunberg führt das Ranking nach zwei erfolgreichen Jahren erneut an.

Dänemark kletterte um 10 Plätze nach oben und holte sich damit die zweitbeste Bewertung. Danach folgt der letztjährige Silbergewinner Marokko. Inklusive diesen drei gibt es ingesamt 14 Staaten, die die Bewertung «gut» erhielten.

Die Verlierer

Die USA haben bereits in den letzten Jahren einige Plätze eingebüsst, dieses Jahr landen sie sogar am Ende. Sie bilden hinter Saudi-Arabien und Taiwan das Schlusslicht.

Die Experten erteilen den USA in allen geprüften Kategorien die Bewertung «sehr schlecht». Sie bezeichnen die US-amerikanische Klimapolitik als höchstproblematisch. Es gäbe weder ein Ziel noch politische Rahmenbedingungen, um die sehr hohen Treibhausgase zu reduzieren.

Auch das öffentliche Verkehrssystem der USA sei schlecht ausgebaut. Die nationale Klimapolitik habe sich unter Präsident Trumps Regierung verschlechtert – und er bremse auch die internationalen Bemühungen, den Zielen des Pariser Klimaabkommens nachzukommen.

Die Schweiz

Die Schweiz schafft es in die Kategorie «gut». Allerdings rutschten wir von Rang 9 auf den 16. Platz ab. Grund für diesen massiven Rankingabstieg liegt in der schlechteren Bewertung der Schweizer Klimapolitik. Nationale Experten und Expertinnen kritisieren die «geringe Ambition und die mangelnde Umsetzung der nationalen Klimapolitik».

So wird unter anderem begründet, dass die Schweiz im August dieses Jahres zwar das Ziel für 2050 vorgegeben hat, die Emissionen auf Netto-Null zu bringen, aber keine verbindliche Strategie bietet, um die Umsetzung des Ziels zu garantieren.

Ein weiteres Argument ist, dass es in der Schweiz nach wie vor Subventionen für fossile Brennstoffe gibt. Auch die Emissionen im Verkehr seien erneut angestiegen und werden noch nicht im ansonsten effektiven CO2-Steuer-System berücksichtigt.

Alle Bewertungen im Detail

Klimaschuzt-Index 2020

*Kein Land erreichte den ersten bis dritten Platz, da kein Land die Bewertung «sehr gut» erhält.
**Die Position der Ukraine im Gesamtergebnis wird stark durch die Auswirkungen des Konflikts in der Donbas-Region beeinflusst.
***gerundet
Bild: germanwatch

Datenquelle

Seit 2005 nimmt der Klimaschutz-Index jährlich die Fortschritte der Länder in Bezug auf Klimaschutz unter die Lupe. Er betrachtet für jeden Staat die vier Bereiche Treibhausgas-Emissionen (40% der Gesamtwertung), Erneuerbare Energien (20%), Energieverbrauch (20%) und Klimapolitik (20%).

So sieht es aus, wenn gegen 100'000 fürs Klima demonstrieren

«Dieses Veganer-Zeug ist Symptom der Wohlstandsverwahrlosung»

Play Icon

Abonniere unseren Newsletter

58
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 10.12.2019 20:34
    Highlight Highlight Schweden... die haben mit ca. 40% Atomenergie und rund 50% Wasserkraft eben "saubere Energie". Da kann man auch klimafreundlich sein...
  • Chääschueche 10.12.2019 18:06
    Highlight Highlight China? Mittelmass? Really? 😂

    Und das soll man ernst nehmen?
  • Auric 10.12.2019 17:16
    Highlight Highlight Lieber Bundesrat, Ihr wollt die Schweiz auf CO2 null bringen... bis 2050.. OK könnt ihr Rechnen??

    Gemäss euren Zahlen
    verbraucht die Schweiz 526'500 TJ an böser Energie, die gilt es durch sauberen Strom zu ersetzen (angenommen der Energiebedarf stagniert) diese Energiemenge (146'250 GWh entspricht ungefähr der Energiemenge die 48 Kraftwerke vom Kaliber Mühleberg leisten), OK die neuen Elektroautos und Wärmepumpen benötigen die Hälfte der Energie dann sind es immer noch ein Kraftwerk Mühleberg alle 457 Tage das ans Netz! muss für die nächsten 10'980 Tage.
    • schn wiedr 10.12.2019 18:13
      Highlight Highlight währe vielleicht möglich mit entsprechender investition in erneuerbare energien aber vergiss es das wird nicht passieren und 2050 ist eh schon viel zu spät.
    • Chääschueche 10.12.2019 18:15
      Highlight Highlight Wer daran glaubt belügt sich selbst. Wir werden es nicht schaffen.

      Jeder will Erneuerbare Energie aber ja kein Windrad in Sichtweite der eigenen 4 Wände.
      Staudamm erhöhen? Auf keine Fall: Naturschutz
      Sonnenenergie? Geht nicht da Landschaftsschutz.

      Und ja: Der Strombedarf wird steigen wenn immer mehr Elektroautos unterwegs sind. Zwar nicht stark aber er wird ein wenig steigen.

      ~1500 Windkrafträder ersetzen z.B. Ein Atomkraftwerk. Sofern es ganzjährig genügend "windet"

      Bin ja gespannt wo die Schweizer die 1500 Windräder hinstellen wollen. 🤓

    • Pabloes 10.12.2019 18:22
      Highlight Highlight Elektroautos müesse neu überdenkt werden, den die ganzen akkus lassen sich auch nicht sauber endlagern. Dh. Die atomkraftwerke müssen ihre brennstäbe endlagern das ist das einzige
    Weitere Antworten anzeigen
  • Auric 10.12.2019 16:49
    Highlight Highlight Angenommen die USA hätte realisiert das es keinen Grund gibt etwas zu schützen was für das keinerlei Gefahr besteht, also die 4 % von den 0.04 % (0.04 x 0.0004) = 0.000016 von den die USA gewaltige 15 % machen also (0.000016 x 0.15) = 0.0000024 Anteile von einem Anteil Atmosphäre sollen erst Wert sein unsere Kultur ein paar Untergangsphantasien zu opfern?
    • Zrombi 10.12.2019 17:14
      Highlight Highlight hä?
    • Auric 10.12.2019 17:21
      Highlight Highlight Mit den Zahlen kann keiner was anfangen 🤪

      Also da kommt ein Anwalt und sagt dir du hättest 0.0000024 Anteile von einer Million geerbt!!

      Du freust dich und er er drückt dir zwei Stutz und 40 Rappen in die Hand.
    • Beggride 10.12.2019 17:52
      Highlight Highlight @auric
      Es geht nicht um den Anteil in der Atmosphäre, sondern um deren Einfluss. Wenn diese Menge nicht so wichtig ist, probier doch mal 0.00004 % (oder irgendwas) deiner gesamten Körperflüssigkeit eines hochgiftigen oder ätzenden Stoff zu dir zu nehmen und berechte uns von deinen Erfahrungen, falls du dann noch kannst...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 10.12.2019 16:34
    Highlight Highlight "Die neuste Ausgabe des Klimaschutz-Index bringt ans Licht, wer sich um den Klimaschutz bemüht."
    Der Klimaschutz-Index wird von Germanwatch (ein gemeinnütziger Verein mit 700 Mitgliedern) herausgebracht.
    Für mich ist dieser Index weder objektiv noch sehr aussagekräftig.
  • Kaspar Floigen 10.12.2019 16:34
    Highlight Highlight Sind wahrscheinlich einige Grundlagen pro Kopf gerechnet. Sonst kann ich mir Indien so weit vorne nicht vorstellen. Pro Kopf sind die Industrienationen generell (mit Ausnahmen) weiterhin die grössten CO2-Schleudern.
  • LocoLucas 10.12.2019 16:21
    Highlight Highlight Hätte mich gewundert wenn sich in Amiland und im grossen Osten ausser tiefrot was geändert hätte...
  • Gipfeligeist 10.12.2019 16:20
    Highlight Highlight "Die ExpertInnen [merkten] an, dass es nach wie vor Subventionen für fossile Brennstoffe gibt. Zudem sind die Emissionen im Verkehr erneut angestiegen [...]. Die ExpertInnen kritisieren die ineffektiven Rahmenbedingungen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, die [..] nicht ausreichend dazu beitragen, die globale Erwärmung auf unter 2°C zu begrenzen"

    Naja, wenigstens ist die Politik in der Lage, expertenmeinungen konsequent zu ignorieren 💪

    Q: https://www.climate-change-performance-index.org/sites/default/files/documents/ksi-2020-zusammenfassung-deutsch-191209.pdf
  • Locutus70 10.12.2019 15:54
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • sheshe 10.12.2019 15:53
    Highlight Highlight Toll, Deutschland verheizt massig Kohle, BEMÜHT sich aber, paar Windräder aufzustellen und hat deshalb das bessere Wertung in der Kategorie Erneuerbare Energien als die Schweiz, deren Energie hauptsächlich aus erneuerbaren besteht (und deshalb nicht mehr viel Potential für Verbesserung haben)? Dieses Ranking kann ihr ehrlichgesagt nicht sehr ernst nehmen. Hä?
    • Gipfeligeist 10.12.2019 16:57
      Highlight Highlight @sheshe
      Ich glaube der (vergangene) Photopholtalik Ausbau hat zu diesem Ergebniss beigetragen. Während es sich in DE lohnt, auf seinem Eigenheim (auch mit Batterie im Keller) eine Solaranlage zu installieren, stagniert die Schweiz.
      Des weiteren betreiben wir massiv AKWs, welche durch Uran-Abbau eine ungute Bilanz haben.

      Das Ergebniss ist diskutabel. Aber ein verschlafener Kohleausstieg 2035 liegt definitiv nicht im grünen Bereich!
    • Chääschueche 10.12.2019 18:21
      Highlight Highlight @Gipfeli
      In 10 Tagen haben wir ein AKW weniger.
      Also noch 3 Kraftwerke mit 4 Reaktorblöcken.
    • RicoH 10.12.2019 18:47
      Highlight Highlight deren Energie hauptsächlich aus erneuerbaren besteht (und deshalb nicht mehr viel Potential für Verbesserung haben)?

      Du gehst in dieser Annahme wohl vom Strom aus. Das ist aber nur ein Teil des gesamten Energieverbrauchs.
  • Aussie 10.12.2019 15:50
    Highlight Highlight 'I don't give a fuck' hätte besser auf das Käppi gepasst
  • Dr Goalie 10.12.2019 15:43
    Highlight Highlight Ein Umweltranking das die Schweiz und Schweden auf eine Stufe stellt mit einem Land wie Indien kann man nicht ernst nehmen. Indien ist für einen Grossteil der Verschmutzungen in den Weltmeeren verantwortlich. Die arme Bevölkerung dort hat ganz andere Sorgen als an die Umwelt zu denken. Traurig aber wahr.
    • LU90 10.12.2019 16:01
      Highlight Highlight Ich gebe dir recht, Indien verschmutzt unsere Erde extrem und wäre auf einem entsprechenden Ranking wahrscheinlich auf einem der vordersten 3 Plätze zu finden. Klimaverschmutzung und Umweltverschmutzung ist jedoch nicht dasselbe (auch wenn es Zusammenhänge gibt). Klar, meiner Meinung nach ist die Umweltverschmutzung genau so schlimm wie die Klimaverschmutzung, in der oberen Liste ist jedoch nur von KLIMAschutz die Rede
    • El Vals del Obrero 10.12.2019 16:09
      Highlight Highlight Kommt halt immer auf die Gewichtung der Bewertungskriterien an. Der CO_2-Ausstoss pro Kopf z.B. ist in Indien deutlich niedriger als in der Schweiz oder in Schweden. Und Meeresverschmutzung ist schlimm, aber was anderes als das Klimaproblem.
    • Vergugt 10.12.2019 16:16
      Highlight Highlight Sie vermischen einige Sachen. Klimaschutz =/= Umweltschutz - natürlich hängt das zusammen, aber hier geht es um Treibhausgase, nicht um sauberes Wasser. Und da ist Indien nun mal *verhältnismässig* gut unterwegs. Wie Sie schreiben, hat die Bevöklerung eigentlich andere Sorgen, aber trotzdem ist Indien z.B. bezüglich erneuerbarer Energien und Elektromobilität ziemlich gut aufgestellt. Die Schweiz hätte alle Möglichkeiten, kriegt aber den Finger nicht aus dem Ar*** und landet deswegen im Ranking weiter hinten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 10.12.2019 15:42
    Highlight Highlight "Bemühungen". Diese Liste ist also so aussagekräftig wie ich mich "bemühe" was fürs Klima zu tun, scheitere aber bei der eigenen Faulheit und Genügsamkeit.
    • Vergugt 10.12.2019 16:18
      Highlight Highlight Da hat Watson etwas abgekürzt, die Studie berücksichtigt sowohl aktuelle Emissionen, wie auch politische Ambitionen zur Einschränkung dieser (= "Bemühungen").
  • chandler 10.12.2019 15:37
    Highlight Highlight Fällt mir schwer zu glauben, dass Marokko, Ukraine und Indien gut und China mässig abschneiden...
    • El Vals del Obrero 10.12.2019 16:16
      Highlight Highlight Pro-Kopf-CO_2-Ausstoss Marokko 1.89 Tonnen. Ukraine 5.4 Tonnen, Indien 1.7 Tonnen, China 5.6 Tonnen.

      Schweiz 4.8 Tonnen.

      Deutschland 9 Tonnen, USA 16.1 Tonnen.

      Burundi 0.03 Tonnen.

      Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_CO2-Emission_pro_Kopf
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser_________________ 10.12.2019 16:44
      Highlight Highlight @El Vals del Obrero

      Für den Pro-Kopf-Ausstoss inetressiert sich das Klima nicht, sondern für den totalen Ausstoss.

      Und da steht Indien nicht sehr gut da. Und China führt die Statistik sogar an.

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/
    • El Vals del Obrero 10.12.2019 17:55
      Highlight Highlight @AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________:

      Nach dieser Logik müssten sich einfach alle grösseren Länder formell in kleinere Länder aufspalten, dann wäre der jeweilige totale Ausstoss auch kleiner.

      Dem Klima ist es aber egal, ob das CO2 von einem Chinesen oder einem Liechtensteiner stammt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plan B 10.12.2019 15:22
    Highlight Highlight Sehe ich das richtig, dass es in diesem Index nur um Bemühungen, nicht aber um die Umsetzung geht?
    Ansonsten sind einige Länder schon ein kleines Rätsel für mich.
    • Vergugt 10.12.2019 16:19
      Highlight Highlight Watson hat leider die Methode nur verkürzt wiedergegeben - die Studie berücksichtigt aktuelle Emissionen, bereits umgesetzte sowie zukünftig geplante Emissionen. Ist also relativ umfassend.
    • Lea Senn 10.12.2019 16:29
      Highlight Highlight Ist tatsächlich etwas zu wenig detailliert erklärt in der Infobox. Hab die "Bemühungen" durch "Fortschritte" ersetzt. Merci euch beiden!
    • Toerpe Zwerg 10.12.2019 17:48
      Highlight Highlight Fortschritte? Nope, darum geht es genau nicht.

Es ist ein «Krieg»: Trump macht Corona-Kehrtwende – und Fox News zieht mit

Lange hat Donald Trump das Coronavirus ignoriert und verharmlost. Nun inszeniert sich der US-Präsident als «Feldherr» im Krieg gegen die Pandemie. Und findet, er habe alles richtig gemacht.

In der Welt des Trumpismus hat eine Devise viel Gewicht: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? In der Corona-Krise treibt der US-Präsident sie auf die Spitze. «Wir müssen das loswerden, wir müssen diesen Krieg gewinnen, und im Idealfall schnell», sagte Trump am Dienstag im Weissen Haus. Es gehe nicht nur um die Wirtschaft, «sondern das Leben vieler Menschen».

Es ist die spektakuläre Kehrtwende eines Präsidenten, der die Gefahr durch das Coronavirus erst ignoriert und dann kleingeredet …

Artikel lesen
Link zum Artikel