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«Tut mir ehrlich leid»: Plácido Domingo gibt sexuelles Fehlverhalten gegenüber Frauen zu



Der Opernstar Plácido Domingo verlässt am Dienstagabend per sofort die New Yorker Metropolitan Oper, nachdem ihm mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen haben. (Archivbild)

Plácido Domingo reagiert auf die schweren Vorwürfe gegen ihn. Bild: AP

Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Plácido Domingo hat der Opernstar Fehlverhalten eingestanden und sich dafür bei den betroffenen Frauen entschuldigt. «Ich möchte, dass sie wissen, dass mir der Schmerz, den ich ihnen zugefügt habe, ehrlich leid tut.»

Das erklärte Domingo am Dienstag mit Blick auf die Frauen, die ihm Übergriffe wie aufgezwungene Küsse und Begrapschen vorgeworfen haben. «Ich erkenne die volle Verantwortung für meine Taten an», hiess es weiter in der Erklärung, die der 79-Jährige an die spanische Nachrichtenagentur Europa Press schickte und in welche die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte.

Im August hatte die US-Nachrichtenagentur Associated Press Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den spanischen Opernsänger publik gemacht. Insgesamt etwa 20 Frauen haben Domingo mittlerweile vorgeworfen, ihnen Küsse aufgezwungen, sie begrapscht oder ohne ihr Einverständnis gestreichelt zu haben.

Die Fälle reichen bis in die 80er Jahre zurück. Medienberichten zufolge blieb Domingos Verhalten lange folgenlos, weil er als einer der grössten Opernstars der Welt unantastbar schien. Domingo hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen und versichert, dass all seine sexuellen Beziehungen und Handlungen «immer willkommen und einvernehmlich» gewesen seien.

Die Vorwürfe haben insbesondere Domingos Karriere in den USA geschadet. So sah er sich gezwungen, all seine Auftritte an der New Yorker Met abzusagen. Auch Konzerte des Spaniers in Philadelphia, San Francisco und Dallas wurden abgesagt. Anfang Oktober trat Domingo als Generaldirektor der Oper von Los Angeles zurück. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Baguette 25.02.2020 14:46
    Highlight Highlight Ein Lippenbekenntnis - kann er behalten! Vor den Kadi mit solchen zu grossen Egos.
  • Linus Luchs 25.02.2020 14:20
    Highlight Highlight Plácido Domingo ein prominentes Beispiel, das für Schlagzeilen sorgt, aber die klassische Musik hat als Ganzes ein grosses Sexismusproblem mit unzähligen Opfern. Das geht vom Unterricht über die Konservatorien bis in den Konzerthaus- und Theaterbetrieb. Erhellendes Interview dazu:

    https://www.spiegel.de/kultur/musik/placido-domingo-ueber-maestros-geniekult-und-metoo-in-der-klassik-a-1284309.html
    • Jawolaufensiedenn 25.02.2020 18:45
      Highlight Highlight Was bitte erklärt das? Dass klassische Musiker gern sexeln und fummeln? Wer nicht? Tun wir doch alle gern!
      Diese Ferkel 🐷 glauben, wie so viele erfolgreiche Menschen, dass sie wegen ihrer Gabe etwas besonderes sind und werden von uns darin bestärkt. Tatsächlich ist es so, dass diese Menschen wegen ihrer Gabe eine besondere Aufgabe Vorbild und vorbildlich in der Gesellschaft zu sein haben und sich durch Bescheidenheit und Zurückhaltung hervortun sollten.
  • Jawolaufensiedenn 25.02.2020 12:35
    Highlight Highlight Ein weiterer geiler alter Bock, der glaubte aufgrund seiner Berühmtheit und seines Reichtums, sich alles leisten zu dürfen!
    Kommt es zur Gerichtsverhandlung kann man alles nicht mehr so genau nachweisen oder die Straftaten sind verjährt oder das Ferkel ist zu alt oder klapprig die Strafe abzusitzen.
    Es wäre doch schön alternativ gegen so jemand vorgehen zu können.
    Man könnte 3/4 seines Vermögens beschlagnahmen und einer Einrichtung, die um Diskrimierung on Frauen oder Durchsetzung von Frauenrechten weltweit kümmert zukommen lassen.
  • Wendy Testaburger 25.02.2020 12:07
    Highlight Highlight Dass es ihm "ehrlich" leid tut wage ich zu bezweifeln.
    • felixJongleur 25.02.2020 15:24
      Highlight Highlight Er wird sich wohl vor allem selber leid tun.

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