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Trump-Regierung ermittelt jetzt auch gegen Nike

Wegen Männer-Diskriminierung: Trump-Regierung ermittelt jetzt auch gegen Nike

Die Trump-Regierung ermittelt gegen Nike. Angeblich soll der Konzern Weisse und Männer diskriminiert haben. Dahinter steckt wohl Trumps Schattenfürst.
05.02.2026, 03:4405.02.2026, 03:45
Ein Artikel von
t-online

Die US-Antidiskriminierungsbehörde EEOC hat Ermittlungen gegen den Sportartikelhersteller Nike wegen mutmasslicher Benachteiligung weisser Mitarbeiter eingeleitet. In einem am Mittwoch eingereichten Gerichtsdokument wirft die Behörde dem Konzern vor, die Herausgabe von Daten zu verweigern. Die «Equal Employment Opportunity Commission» (EEOC) untersucht, ob Nike durch seine Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) gezielt weisse Angestellte und Bewerber diskriminiert hat. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob diese Gruppe von Entlassungen überproportional betroffen war.

FILE - The Nike logo appears above the post where it trades on the floor of the New York Stock Exchange, March 22, 2017. (AP Photo/Richard Drew, File)
Nike Discrimination Complaint
Im Visier der Trump-Regierung: Sportartikel-Gigant Nike.Bild: keystone

DEI-Standards wurden massgeblich auf Betreiben des damaligen Präsidenten Barack Obama in die US-Bundesverwaltung eingeführt. Unter Präsident Joe Biden wurden sie ab 2021 stark ausgeweitet. Auch viele Unternehmen bekannten sich zu DEI und passten firmeninterne Abläufe entsprechend an. Wichtigstes erklärtes Ziel von DEI ist die Chancengleichheit gesellschaftlicher Minderheiten durch Integration und Gleichberechtigung.

Nike: «Überraschende und ungewöhnliche Eskalation»

Nike habe sich bislang geweigert, einer umfassenden Anordnung nachzukommen und Informationen über die ethnische Zusammensetzung der Belegschaft sowie Teilnehmerlisten von Förderprogrammen herauszugeben, hiess es in dem Antrag an ein Bundesgericht in St. Louis. Die Behörde benötige diese Daten, um festzustellen, ob Gesetzesverstösse vorlägen.

Nike bezeichnete die Eingabe als «überraschende und ungewöhnliche Eskalation». Das Unternehmen kooperiere mit der EEOC und habe ihr Tausende Seiten an Unterlagen zur Verfügung gestellt, teilte der Sportartikelhersteller mit. Man setze sich für faire und rechtmässige Beschäftigungspraktiken ein und befolge alle geltenden Gesetze, auch solche gegen Diskriminierung. Die eigenen Programme und Praktiken stünden im Einklang mit diesen Verpflichtungen.

Mit der Untersuchung verschärft die Regierung von Präsident Donald Trump ihr Vorgehen gegen DEI-Initiativen in der Wirtschaft. Kritiker solcher Programme argumentieren, sie untergrüben das Leistungsprinzip und führten zu einer «umgekehrten Diskriminierung» von Weissen und Männern. EEOC-Chefin Andrea Lucas hatte bereits erklärt, viele gängige DEI-Programme könnten rechtswidrig sein.

Die Ermittlungen gegen Nike gehen nicht auf eine Einzelbeschwerde zurück, sondern auf eine sogenannte «Commissioner's Charge», die Lucas im Mai 2024 eigenständig initiiert hatte. Die vom Trump-Vertrauten Stephen Miller gegründete Organisation «America First Legal» hatte bereits während der Amtszeit von Biden Beschwerden gegen mehrere Grosskonzerne, darunter Nike, bei der EEOC eingereicht.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur Reuters
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63 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Conny 56
05.02.2026 07:31registriert April 2024
Noch eine Ablenkung wegen den Epstein Files?
Erfinderisch ist ja die Regierung von Trump, dass muss man denen zugestehen. Aber vielfach mit einem Schuss, der vor Gericht nach Hinten los geht. Aber die Hauptsache daran ist, die überteuerten Anwälte werden von der Bevölkerung bezahlt, da kann man schon einmal aus Langeweile, unnötige Gerichtsverhandlungen anstreben.
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