DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eine Aktivistin der Tierschutzorganisation PETA.
Eine Aktivistin der Tierschutzorganisation PETA.bild: peta.org.au

Umstrittenes Stierrennen-Fest von Pamplona eröffnet – Tierschützer protestieren

06.07.2019, 15:5906.07.2019, 16:56

Im nordspanischen Pamplona sind wieder die Stiere los: Am Samstag wurde in der Stadt das gleichermassen berühmte wie umstrittene «Sanfermines»-Fest mit seinen legendären Stierhatzen eröffnet.

Vor Tausenden begeisterten, traditionell ganz in Weiss-Rot gekleideten Menschen wurde um Schlag 12.00 Uhr vom Balkon des Rathauses die Eröffnungsrakete «Chupinazo» abgefeuert. «Viva San Fermín!», rief die jubelnde Menge und schwenkte rote Halstücher. Der erste der acht Stierläufe findet am Sonntagmorgen statt.

Halbnackter Protest

Am Freitag hatten Dutzende Demonstranten der Tierschutzorganisationen Peta und Animal Naturalis vor dem Rathaus gegen das Volksfest protestiert. Nur mit schwarzen Unterhosen bekleidet, trugen sie Stierhörner auf dem Kopf und legten sich auf den Boden – in Anlehnung an den viel kritisierten Tod der Bullen in der Arena. Auf gelben Schildern war zu lesen «Stiere sterben in Pamplona einen blutigen Tod».

Bei dem seit 1591 stattfindenden Fest, das dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet ist, werden acht Tage lang jeweils sechs schwarze Kampfstiere durch die engen Gassen der Stadt in die Arena getrieben.

Hunderte Teilnehmer aus aller Welt rennen in einer Art Mutprobe vor den rund 600 Kilogramm schweren Bullen her. Immer wieder gibt es Verletzte. Seit 1924 gab es 15 Todesopfer, das letzte 2009.

Vom Balkon aus wurde die Chupinazo-Rakete gezündet, der offizielle Festauftakt.
Vom Balkon aus wurde die Chupinazo-Rakete gezündet, der offizielle Festauftakt.Bild: AP

Vor den Stieren laufen generell weiss-braune Leitochsen, die die Geschwindigkeit vorgeben. In diesem Jahr würden auch zwei Tiere namens Messi und Ronaldo an den Start gehen, berichteten spanische Medien im Vorfeld mit Blick auf die beiden Fussballstars vom FC Barcelona und Juventus Turin.

«Können Sie sich vorstellen, dass Ronaldo und Messi im gleichen Team sind? Beim Treiben von San Fermín 2019 wird das jetzt möglich», schrieb die Zeitung «ABC».

(dsc/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Stierkämpfe in Spanien

1 / 19
Stierkämpfe in Spanien
quelle: epa/efe / antonio garcia
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Tierschützer beanstanden Schweizer Massentierhaltung

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mann nahm vier Geiseln in Synagoge in US-Bundessstaat Texas – alle freigelassen

Eine Geiselnahme in einer Synagoge hat am Samstag eine Stadt im US-Bundesstaat Texas in Atem gehalten. Nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Geiselnehmer drangen Spezialkräfte am Samstagabend (Ortszeit) in die Synagoge ein und befreiten die Geiseln, wie die Polizei in der Stadt Colleyville nahe Dallas mitteilte. Der Täter – laut Polizei ein 44 Jahre alter Brite – kam ums Leben. Wie genau, das liess die Polizei offen. Auch zu den Hintergründen hielten sich die Behörden zunächst bedeckt. US-Präsident Joe Biden sprach von einem «Terrorakt».

Zur Story