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Residents walk near damaged buildings in the rebel held area of Old Aleppo, Syria May 5, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail/File Photo

Die Kampfhandlungen in Ost-Aleppo seien beendet, sagte der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin in New York. Die mit Russland verbündeten syrischen Regierungstruppen hätten die Herrschaft über Aleppo übernommen. Zurück bleiben Zerstörung und Hoffnungslosigkeit. Bild: Abdalrhman Ismail/REUTERS

Russland meldet vollständige Kontrolle über Aleppo



Aleppo ist in der Hand von Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Nach jahrelangen Kämpfen und einer monatelangen Blockade durch Regierungstruppen gaben die Rebellen in Ost-Aleppo am Dienstag ihren Widerstand auf.

Die Kampfhandlungen in Ost-Aleppo seien beendet, sagte der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin in New York. Die mit Russland verbündeten syrischen Regierungstruppen hätten die Herrschaft über Aleppo übernommen.

Das syrische Militär habe seine Einsätze gestoppt, um den bewaffneten Aufständischen und ihren Familien die Flucht aus der Stadt zu ermöglichen, sagte Tschurkin weiter.

Die unter Vermittlung Russlands und der Türkei zustande gekommene Einigung auf eine Feuerpause und den Abzug der Zivilbevölkerung und der Aufständischen wurde auch von Seiten der Rebellen sowie des syrischen Militärs bestätigt.

Die Rebellen würden ab Mittwoch um 4 Uhr MEZ das von ihnen zuletzt noch gehaltene Gebiet im Osten der Grossstadt räumen, sagte ein Vertreter des syrischen Militärs gemäss der Nachrichtenagentur Reuters.

epa05673957 A handout photograph released by the official Syrian Arab News Agency (SANA) on 13 December 2016 showing people evacuating a neighborhood in Aleppo after government forces recaptured it from rebels, in Aleppo, Syria, 12 December 2016. Media reports state the Syrian army on 12 December claimed it had recaptured 98 percent of former rebel territory in eastern Aleppo. The huge regime gains come as part of the military offensive launched by forces loyal to President Bashar Assad on 15 November. Since then, over 1,000 people have been killed in the northern Syrian city.  EPA/SANA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Zivilisten werden aus der Stadt Aleppo evakuiert.  Bild: EPA/SANA

Evakuierung per Bus

Nach Angaben der wichtigsten Aufständischen-Gruppe sollte Aleppos ehemaliges Rebellengebiet vollständig evakuiert werden. Jeder werde Ost-Aleppo noch in der Nacht verlassen, teilte ein Sprecher der Gruppe Ahrar al-Scham am Dienstag mit. Die ersten Busse sollte bereits am Abend zum Einsatz kommen.

Zunächst sollten Zivilisten und Verletzte aus der Stadt gebracht werden. Anschliessend könnten Kämpfer mit leichten Waffen die Stadt verlassen. Alle könnten entscheiden, ob sie in Gebiete unter Kontrolle der Rebellen im Westen der Provinz Aleppo oder in der Nachbarprovinz Idlib wollten, teilte die Rebellengruppe Nurredin al-Sinki mit

Aleppo ist ein Trümmerfeld 

Massenhinrichtungen

Gemäss Schätzungen von Hilfsorganisationen waren noch etwa 100'000 Menschen im Osten Aleppos eingeschlossen. Die UNO-Botschafterin der USA, Samantha Power, forderte internationale Beobachter, die die Evakuierung überwachen sollten.

Den syrischen Regierungskräften war es in den vergangenen Tagen mit der massiven Unterstützung der russischen Luftwaffe sowie schiitischer Milizen aus dem Libanon, Iran, Irak und Afghanistan gelungen, die seit 2012 von den Rebellen gehaltenen Viertel im Ostteil Aleppos fast vollständig zurückzuerobern.

Die Einnahme der Grossstadt, die vor dem Bürgerkrieg das Wirtschaftszentrum des Landes war, ist ein militärischer Erfolg für Machthaber Baschar al-Assad.

Kurz vor der Einigung auf eine Feuerpause informierte die UNO über ihr vorliegende Berichte, wonach Soldaten von Präsident Assad und verbündete Milizen mindestens 82 Zivilisten während der Vorstösse ins Rebellengebiet getötet hätten.

Darunter seien elf Frauen und 13 Kinder, sagte der Sprecher des UNO-Büros für Menschenrechte, Rupert Colville, in Genf. Demnach wurden Menschen in ihren Wohnungen oder auf der Flucht auf der Strasse erschossen. Colville warnte vor Vergeltungsakten der Regierungstruppen und Milizionäre an Zivilisten.

«Nie gesehene Bombardierungen»

Nach der Einigung zwischen Rebellen und der syrischen Regierung für Ost-Aleppo rief UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Solidarität mit der Zivilbevölkerung auf. «Wir alle haben die Menschen in Syrien bislang kollektiv hängenlassen», sagte Ban bei einer kurzfristig einberufenen Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats am Dienstag in New York.

Als erstes müsse das «Blutbad» in der Stadt sofort aufhören. Es gebe Berichte über «so bisher nie gesehene Bombardierungen», Hinrichtungen und Zehntausende Vertriebene. Alle Kriegsparteien rief Ban auf, den verbleibenden Zivilisten den Abzug aus der Stadt zu ermöglichen und humanitäre Hilfe hineinzulassen. (sda/afp/reu/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 14.12.2016 07:58
    Highlight Highlight Kommandant der Assad-Truppen:
    "Melde gehorsamst: Alles unter Kontrolle! Wir haben alle Terroristen erschossen, oder vertrieben! Es gibt also keine unkontrollierten Bewegungen mehr hier!
    Nein, dort ist eine Frau mit einem Kind! Erschiesst sie!"
    Dort, wo noch vor wenigen Tagen und Wochen Fassbomben explodierten, Giftgas aus abgeworfenen Petarden verströmte und Maschinengewehre knatterten, breitet sich eine gespenstische Totenstille aus.
    Man hört nur noch einzelne verzweifelte Schreie von Schwerverletzten und unter Trümmern lebendig Begrabenen, und das Quietschen und Rasseln von Panzerraupen...

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