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13 Tote: Wieder wurde in Syrien eine Klinik plattgebombt



Bei Luftangriffen auf ein Spital im Nordwesten Syriens sind der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) zufolge 13 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien vier Mitarbeiter der von MSF unterstützten Klinik sowie fünf Kinder und zwei Frauen, teilte die Organisation am Montag mit. Sechs weitere Menschen wurden verwundet.

epa05162331 A handout image provided by the Medecins Sans Frontieres (MSF) or Doctors Without Borders organization, showing destruction and rubble at an MSF-supported hospital in Ma'arat Al Numan, Idlib province, northern Syria, largely destroyed in an attack on early 15 February 2016. At least eight staff members are missing after airstrikes at a hospital affiliated with Doctors Without Borders (MSF) in northern Syria, believed to have been carried out by Russian jets. 'We can confirm that the MSF-supported structure in Maaret al-Noumaan in northern Idlib was destroyed this morning in airstrikes,' said Mirella Hodeib, a press offer at MSF in Beirut. MSF said 40,000 people would be cut off from access to medical services as a result of the latest strikes on the hospital in Idlib. Three MSF-supported hospitals were recently damaged in Aleppo.  EPA/MSF/HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Angriffe auf Kliniken sind zur Kriegstaktik geworden: Impression eines von MSF unterstützten Spitals in der Stadt Ma'arat al Numan, das im Februar bombardiert worden war (Archivbild). Bild: EPA/MSF

Örtliche Aktivisten in dem Rebellengebiet verdächtigen syrische oder russische Militärflugzeuge, die Angriffe geflogen zu haben. Zwei Luftangriffe waren MSF zufolge am Samstag in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses in Millis in der Provinz Idlib eingeschlagen. Das weitgehend zerstörte Gebäude musste bis auf weiteres geschlossen werden.

Grundversorgung für 70'000 Menschen

Laut der Hilfsorganisation wurden unter anderem der Operationssaal, die Intensivstation und die meisten medizinischen Geräte zerstört. Die Klinik hatte demnach ein Einzugsgebiet von 70'000 Menschen. In der Umgebung lebten auch viele Flüchtlinge.

Angriffe auf Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen haben sich Experten zufolge zu einer Kriegstaktik in Syrien entwickelt. Bei einem Angriff im Februar auf mindestens fünf Spitäler und zwei Schulen waren nach UNO-Angaben fast 50 Menschen ums Leben gekommen. Bei der Bombardierung einer Klinik in Aleppo Ende April wurden mindestens 30 Menschen getötet. (tat/sda/dpa)

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