International
Syrien

Türkei will bis zu 200 kurdische YPG-Kämpfer getötet haben

Türkei will bis zu 200 kurdische Kämpfer getötet haben – in Syrien

20.10.2016, 09:2720.10.2016, 10:09
Mehr «International»

Die türkische Luftwaffe hat im Norden des Nachbarlandes Syrien ein Gebiet unter kurdischer Kontrolle bombardiert. Damit sollten die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) getroffen werden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag unter Berufung auf die Armee.

FILE - In this file photo released on Tuesday, June 23, 2015, provided by the Kurdish fighters of the People's Protection Units (YPG), which has been authenticated based on its contents and other ...
Die kurdischen Volksschutzeinheiten sind in Syrien wichtigster Verbündeter des Westens im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS»). Sie beherrschen grosse Teile der Grenze zur Türkei. (Archivbild)Bild: AP/The Kurdish fighters of the People's Protection Units

Widersprüchliche Angaben

Insgesamt habe es am Mittwochabend im Gebiet um den Ort Um Chusch 18 Angriffe gegeben, meldete Anadolu. Dabei seien zwischen 160 und 200 «Terroristen» getötet worden.

Die gewöhnlich gut informierte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete hingegen zunächst keine Opfer. Die Angaben von Anadolu liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Die Menschenrechtler berichteten, türkische Jets hätten Orte nahe der Grenze bombardiert. Diese ständen unter Kontrolle der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Diese werden von der YPG angeführt.

Ankara will jedoch verhindern, dass die Kurden ihre Kontrolle in Syrien weiter ausbauen. Die YPG hat enge Kontakte zur kurdischen Arbeiterpartei PKK, die von der Türkei bekämpft wird. Die türkische Armee hatte im August eine Bodenoperation in Syrien begonnen, mit der sie Rebellen unterstützt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
phreko
20.10.2016 09:38registriert Februar 2014
Erdogan, der grösste und tatkräftigste Unterstützer des IS.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Alnothur
20.10.2016 09:33registriert April 2014
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte...
00
Melden
Zum Kommentar
2
«Wet Wipe Island»: Londons Ekel-Insel geht es an den Kragen
London hat ein zunehmendes Problem mit Feuchttüchern in der Themse, welche sich am Ufer türmen. Nun rücken die Bagger an.
Aus London, Heimat der Royals und Ziel von tausenden von Touristen, gehen unschöne Bilder um die Welt. Nahe der Hammersmith-Brücke türmten sich über Jahre hinweg Berge aus Feuchttüchern, weswegen die Insel auch «Wet Wipe Island» genannt wird. Sie hat schon die beachtliche Grösse von zwei Tennisplätzen erreicht und ist mancherorts bis zu einem Meter hoch. Die Tücher stammen aus den Toiletten der Londoner, verändern sogar den Flusslauf der Themse und bedrohte Flora und Fauna durch Mikroplastik, berichtet BBC.
Zur Story