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Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums (20.10.2016).
Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums (20.10.2016).
Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Russland wirft US-Koalition Kriegsverbrechen im Irak vor

22.10.2016, 19:13

Nach Beschuldigungen gegen Russland wegen angeblicher Kriegsverbrechen hat die Führung in Moskau der US-Koalition Angriffe auf Zivilisten im Irak vorgeworfen – mit «Zeichen von Kriegsverbrechen». Die russische Aufklärung habe einen Angriff auf die Ortschaft Dakuk 30 Kilometer südlich von Kirkuk festgestellt, sagte Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium am Samstag.

Dabei seien Zivilisten getötet worden, darunter Frauen und Kinder, sagte Konaschenkow der Agentur Interfax zufolge. Eine unabhängige Bestätigung gab es zunächst nicht.

Russland steht wegen seiner Bombardements der nordsyrischen Grossstadt Aleppo in der Kritik, mit denen es die Regierung in Damaskus stützt. Der UNO-Menschenrechtsrat will möglichen Kriegsverbrechen nachgehen.

Konaschenkow kritisierte nun seinerseits, die Aktionen der US-geführten Koalition im Irak trügen «Zeichen von Kriegsverbrechen». Er behauptete: «Zu häufig fallen Hochzeiten, Beerdigungen, Krankenhäuser, Polizeistationen und humanitäre Konvois unter die Angriffe der Koalition.» Details nannte der Sprecher aber nicht.

Die irakische Armee hatte vergangene Woche mit Unterstützung der US-Koalition eine Offensive auf die von der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») gehaltene Stadt Mossul begonnen. Der nun angeblich beschossene Ort sei aber nach russischen Erkenntnissen keine «IS»-Hochburg, hiess es. (sda/dpa)

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