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Bosnian policemen secure an area where an armed man killed soldiers, in the Sarajevo suburb of Rajlovac, Bosnia, Thursday, Nov. 19, 2015. The Bosnian government convened an emergency meeting late Wednesday after a man armed with an automatic rifle killed a few Bosnian soldiers in a betting shop and injured a few people on a public bus driving by.  (AP Photo/Amel Emric)

Bosnische Spezialeinheiten liefern mit dem Attentäter ein längeres Gefecht.  
Bild: Amel Emric/AP/KEYSTONE

«Es handelt sich zweifellos um einen Terrorakt»: Mann erschiesst in Sarajevo zwei bosnische Soldaten



Ein 34-jähriger vermutlich muslimischer Extremist hat in der Nacht zum Donnerstag nahe einer Kaserne in Sarajevo zwei bosnische Soldaten erschossen. Anschliessend verbarrikadierte sich der Angreifer nach Polizeiangaben in einem Haus, in dem er sich selbst tötete, als es von Dutzenden Polizisten umstellt wurde.

Der Überfall auf die Soldaten erfolgte in einem Wettbüro in der Nähe der Kaserne, die am Stadtrand von Sarajevo liegt. Bevor er die Flucht ergriff, schoss der 34-Jährige noch auf einen Bus, in dem durch Glassplitter der Fahrer und zwei Fahrgäste verletzt wurden - einer von diesen ein Soldat.

Hinweise auf religiösen Fanatismus

In Zeitungsartikeln vom Donnerstag hiess es, der Angreifer habe «Allah Akbar!» («Gott ist gross!») ausgerufen, bevor er auf die Soldaten schoss.

epa05031791 A general view shows soldiers inspecting a bus after three people were reportedly wounded during a shooting accident near the military barracks of the Bosnian Army, in Rajlovac, suburb of Sarajevo, Bosnia and Herzegovina, 18 November 2015. A man who killed two Bosnian soldiers on 18 November night near Sarajevo committed suicide in his home under police siege, local media reported. Armed with an assault rifle, the man killed the soldiers in a betting parlor, and then opened fire at a city transport bus, stirring speculation that he was an Islamic extremist. Police identified the suspect and tracked him to his home, where he apparently blew himself up with a hand grenade, media reported. The Bosnian government held an emergency session in the wake of the killings.  EPA/FEHIM DEMIR

Bevor er sich selbst richtete, schoss der Attentäter auf einen Bus.
Bild: FEHIM DEMIR/EPA/KEYSTONE

«Es handelt sich zweifellos um einen Terrorakt», sagte Vize-Verteidigungsminister Emir Suljagic. Es lägen Hinweise vor, nach denen der Täter mit «Personen mit radikalen religiösen Überzeugungen in Verbindung» gestanden habe.

Am Samstag wird der 20. Jahrestag des Dayton-Friedensvertrages gefeiert. Er setzte dem Bosnien-Krieg (1992-95) ein Ende, in dem rund 100'000 Menschen getötet wurden und zwei Millionen aus ihrer Heimat flüchteten.

In dem Konflikt standen sich im Wesentlichen die Muslime und Kroaten einerseits und die Serben andererseits gegenüber. Bosnien-Herzegowina besteht seither aus dem Zusammenschluss einer kroatisch-muslimischen Föderation mit der serbischen Republik in Bosnien (Republika Srpska). (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 20.11.2015 12:56
    Highlight Highlight schwachsin was der vize da rauslässt. bosnien braucht die gefahr von religösen fanatikern, damit ein kriegsheld im knast schmorren kann.
    abu hamza ist seit 7 jahren im gefängniss ohne je vor gericht gestanden zu haben und ohne dass irgendwelche beweise vorliegen. und man hat nie einen anklagegrund gehört. der aufschrei in der bevölkerung diesen mann freizulassen ist gross.
    und ja er ist ein sehr religöser mensch, doch ist er für niemanden eine gefahr ausser für die koruppte politik in bosnien und all den faschisten dort.

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