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3. Land in Asien: Ab Januar ist die «Ehe für alle» in Thailand erlaubt

3. Land in Asien: Ab Januar ist die «Ehe für alle» in Thailand erlaubt

Ab Januar ist in Thailand die «Ehe für alle» erlaubt: Nachdem König Maha Vajiralongkorn das richtungsweisende Gesetz zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe abgesegnet hat, wurde es jetzt im Amtsblatt veröffentlicht.
25.09.2024, 05:5025.09.2024, 05:50

Unterhaus und Senat hatten dem Gesetz bereits vor Monaten mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. In 120 Tagen soll es in Kraft treten.

epa11609115 Thai Prime Minister Paetongtarn Shinawatra speaks to the media during a press conference after the first official weekly cabinet meeting at Government House in Bangkok, Thailand, 17 Septem ...
Thailands Premierministerin Paetongtarn Shinawatra ist eine Befürworterin der «Ehe für alle».Bild: keystone

«Die Liebe siegt», schrieb Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra auf X.

«Dies war ein gemeinsamer Kampf von allen.»

Thailand ist das erste Land in Südostasien, das die gleichgeschlechtliche Ehe gesetzlich verankert und nach Taiwan und Nepal erst das dritte Land in Asien. In der Schweiz ist sie seit 2022 zugelassen, in Deutschland seit 2017.

Beliebtes Reiseziel queerer Touristen

Die Neuregelung sieht vor, dass im Gesetzbuch künftig die Wörter «Männer» und «Frauen» sowie «Ehemann» und «Ehefrau» durch neutrale Wörter wie «Personen» und «Ehepartner» ersetzt werden. Nicht-heterosexuelle Paare bekommen damit in finanziellen, medizinischen und anderen Fragen die gleichen Rechte gewährt wie andere Ehepaare.

Bislang gab es in Thailand ein Lebenspartnerschaftsgesetz, das aber keine vollen gesetzlichen Eherechte beinhaltete. Trotz der konservativen Wertvorstellungen in Thailand gilt das Land als extrem liberal und offen für Transgender und Homosexuelle. Schon lange ist es eines der beliebtesten Reiseziele für queere Touristen aus aller Welt. (sda/dpa/con)

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3 Kommentare
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Liebe Manosphere-Männer, ihr habt Recht, aber ...
Nach dem Anschauen der «Inside the Manosphere»-Doku habe ich gemerkt, was ich wirklich für die Männer darin empfinde. Und was wir dagegen unternehmen können.
«Meine Frau nenne ich meine Spülmaschine», «Ich f*cke so viele Frauen, wie ich will, aber meine Ehefrau berührt keinen anderen Mann» oder «Ich bestimme, wann ich meinen Sch*anz in sie stecke»: Das sind Aussagen, die Manosphere-Influencer mit einem Millionenpublikum in der neuen Dokumentation «Inside the Manosphere» von Louis Theroux gemacht haben. Die Dok sorgt gerade weltweit für Entsetzen und zeigt Theroux beim Versuch, die Welt der «Red Piller» besser zu verstehen. Bei mir hat die Dokumentation aber ein ganz unerwartetes Gefühl ausgelöst.
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