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Regierungspartei bei Wahl in Thailand überraschend vorne

epa12717049 Thai Prime Minister and prime ministerial candidate of Bhumjaithai Party (BJT) Anutin Charnvirakul talks to media members at a press conference after the polls closed in the general electi ...
Ministerpräsident Anutin Charnvirakul: Seine Partei liegt überraschend vorne.Bild: keystone

Regierungspartei bei Wahl in Thailand überraschend vorne

08.02.2026, 18:5908.02.2026, 18:59

Bei der Parlamentswahl in Thailand liegt die konservative Regierungspartei Bhumjaithai nach Auszählung von etwa 80 Prozent der Stimmen überraschend deutlich vorn. Nach diesen Daten der Wahlkommission käme die Partei von Ministerpräsident Anutin Charnvirakul auf knapp 180 Sitze im 500-köpfigen Repräsentantenhaus.

Die lange als Favorit gehandelte, reformorientierte People’s Party (PP) erreicht demnach lediglich etwa 80 Mandate. Auf Platz drei folgt die populistisch geprägte Pheu-Thai-Partei, die ihre Hochburgen vor allem in ländlichen Regionen hat.

epa12717232 Leader of the People's Party and prime ministerial candidate Natthaphong Ruengpanyawut (C) speaks next to secretary-general Sarayut Jailak (L) and Sirikanya Tansakun (R) during a pres ...
Die People’s Party (PP) um Kandidat Natthaphong Ruengpanyawut (M.) wurde als Favorit gehandelt, holte aber lediglich etwa 80 Sitze. Bild: keystone

Wohl keine absolute Mehrheit

Die Auszählung hatte sich immer wieder verzögert – auch Stunden nach Schliessung der Wahllokale wurden nur schleppend Ergebnisse bekannt. Falls sich das Ergebnis bestätigt, dürften schwierige Koalitionsverhandlungen anstehen, weil keine Partei die absolute Mehrheit hätte.

Die progressive PP gestand die Wahlniederlage bereits ein. Sie hatte angekündigt, in die Opposition zu gehen, falls sie nicht Wahlsiegerin wird.

Bei der bislang letzten Wahl 2023 hatten konservative politische Kräfte verhindert, dass die Vorgängerpartei der PP – Move Forward – trotz ihres Wahlsieges an die Macht kam. Move Forward wurde 2023 vom Verfassungsgericht sogar verboten.

Referendum über Verfassungsreform

Das Königreich ist schon lange von grosser politischer Instabilität geprägt. In zwei Jahren hatte Thailand zuletzt drei verschiedene Regierungschefs.

Zusammen mit der Parlamentswahl konnten die 53 Millionen Wahlberechtigten auch darüber abstimmen, ob eine neue, demokratischere Verfassung auf den Weg gebracht werden soll. Nach vorläufigen Ergebnissen stimmte eine grosse Mehrheit einer solchen Reform zu. (sda/dpa)

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