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Jagdsaison eröffnet: Botsuana gibt 287 Elefanten zum Abschuss frei

06.04.2021, 15:3706.04.2021, 16:04

Protesten zum Trotz: Botsuanas Regierung hat hunderte Lizenzen für die umstrittene Jagd auf Elefanten erteilt.

Kabelo Senyatso, der Direktor der Nationalpark-Behörde, bestätigte am Dienstag, dass zum Auftakt der vom 6. April bis zum 21. September dauernden Jagdsaison der Abschuss von insgesamt 287 Dickhäutern genehmigt worden sei.

Eine Elefantenherde am Boteti-River in Botsuana.
Eine Elefantenherde am Boteti-River in Botsuana. Bild: keystone

«Die Jagdsaison hat heute Morgen begonnen und verläuft wie geplant», sagte er. Sie war im Vorjahr wegen der Corona-Restriktionen in dem südafrikanischen Safari-Paradies vorübergehend verschoben worden.

«Wir haben bereits Kunden vor Ort – einige davon kommen aus den USA und anderen Ländern», sagte die Sprecherin des nationalen Verbands für Wildtier-Produkte (BWPA), Debbie Peake, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Einreise in das Land sei relativ unkompliziert. «Wir hatten einige Jahren ein (Jagd-)Moratorium und sind froh, wieder im Geschäft zu sein – es kommt ja auch den Gemeinden und der nationalen Wirtschaft zugute», betonte sie.

Mysteriöses Massensterben von Elefanten in Botswana

Video: watson

Botsuana hat in Afrika eigentlich einen guten Ruf in Sachen Natur- und Tierschutz. Im Vorjahr hatte es aber international Empörung von Tierschützern wegen der Aufhebung des Elefantenjagdverbots gegeben.

Während die Zahl der Elefanten in vielen Regionen Afrikas zurückgeht, ist sie in dem Binnenstaat laut offiziellen Angaben von etwa 50'000 im Jahr 1991 auf gut 130'000 Tiere gestiegen – das entspricht fast einem Drittel des Elefanten-Bestands Afrikas. (sda/dpa)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Baba ♀️
06.04.2021 15:53registriert Januar 2014
Ich werde es nie, nie, nie verstehen, was so grossartig daran sein soll, eines dieser friedlichen, intelligenten und höchst sozialen Tiere abzustellen. Da sind wohl beim Jäger gleich einige Körperteile zu knapp geraten 🤬
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GrünerJäger
06.04.2021 16:21registriert März 2020
Als Biologe und nachhaltiger Jäger, der die reine Trophäenjagd stark ablehnt, möchte ich den positiven Sinn dieser fragwürdigen Sache erklären. Durch den legalen Abschuss von einer gewissen Anzahl Elefanten wird sehr viel Geld generiert, welches Lokal in den Artenschutz investiert wird. In Botswana sind die Elefanten sehr häufig und es kommt wie bei uns mit dem Wolf zu sehr viel Schaden in der Landwirtschaft. Man kann sich denken, dass die Vergütung von Schaden nicht wie bei uns funktioniert. Durch die geregelte Jagd wird auch die Wilderei besser zurückgehalten. Ein schwieriges Dilemma...
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dä dingsbums
06.04.2021 17:04registriert April 2015
Nicht dass ich es toll finde, aber bei uns wird auch gejagt und eine Jagdlizenz ist auch nicht gratis.

Wenn der Wildbestand bei uns durch Jagd kontrolliert werden muss, kann das in Botswana auch der Fall sein. So ein Elefantenherde frisst ja schliesslich eine ganze Menge.

Mir wäre es auch lieber die Elefanten nicht abzuschiessen, aber Botswana muss den Wildbestand kontrollieren wie wir auch.

Die Ausländer die sich so eine Lizenz kaufen und dann nach Afrika reisen um einen Elefanten zu schiessen, sind meiner Meinung nach irgendwie psychisch krank.
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