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Befreiungsschläge der Ukraine rund um Charkiw, russischer Rückzug fragwürdig

28.03.2022, 19:4528.03.2022, 20:19

Das russische Verteidigungsministerium hat vor drei Tagen bekannt gegeben, dass die erste Phase der «Spezialoperation» in der Ukraine beendet sei. Die gegnerischen Kräfte seien dermassen dezimiert, dass ein organisierter Widerstand nicht mehr möglich sei.

Das Briefing fand im Abwesenheit von Verteidigungsminister Sergei Schoigu und dem Chef des Generalstabes der Streitkräfte der Russischen Föderation, Waleriy Gerasimow, statt. Über deren Verbleib wird weiterhin gerätselt.

Laut den offiziellen Verlautbarungen konzentriert sich die zweite Phase auf den Donbass. Das russische Narrativ suggeriert, die Truppen rund um Kiew würden abgezogen, Satellitenbilder lassen aber darauf schliessen, dass in Belarus und in der Nähe von Tschernobyl die verbleibenden Kräfte zusammengezogen und mit neuen Truppen erneut kampftauglich gemacht werden. Die nordwestlichen Kiewer Vororte Bucha, Irpin und Worsel bleiben weiterhin umkämpft. Russland scheint seine Stellungen dort nicht kampflos aufzugeben. Zu entscheidenden Gewinnen kam es lange Zeit nicht. Laut CNN soll aber mindestens das Kiew am nächsten gelegene Irpin komplett unter Kontrolle der Ukraine sein.

Ein in Kiew stationierter ukrainischer Journalist meldete ausserdem intensives Artilleriefeuer.

Im Osten Kiews gelang es ukrainischen Truppen, die Dörfer Lukyanivka und Rudnytske zurückzuerobern, genauso wie einige Gebiete im Vorort Browary.

In der Oblast Sumy an der östlichen Grenze eroberte die Ukraine nach eigenen Angaben die beiden Dörfer Trostyanets and Husarivka zurück. Laut unbestätigten Meldungen kam es östlich der seit Wochen belagerten Stadt Charkiw ebenfalls zu einer Entlastung. Nach heftigen Kämpfen sollen die Vororte Wilkhiwka und Mala Rohan von den Besatzern befreit worden sein. Dabei sollen mindestens 70 russische Soldaten gefallen sein.

Im Süden stossen russische Einheiten nur sehr langsam im mittlerweile fast komplett zerstörten Mariupol vor. Westlich davon bindet der zivile Ungehorsam der Bevölkerung in der bereits besetzten Grossstadt Cherson so viele Truppen, dass an eine Verschiebung der Kräfte in Richtung Odessa aktuell nicht zu denken ist.

(tog)

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quelle: keystone / alejandro zepeda
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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kaoro
28.03.2022 20:38registriert April 2018
"davon bindet der zivile Ungehorsam der Bevölkerung in der bereits besetzten Grossstadt Cherson so viele Truppen, dass an eine Verschiebung der Kräfte in Richtung Odessa aktuell nicht zu denken ist" Das ist nicht Ungehorsam, das ist der unbeugsame Wille nach Freiheit, Gerechtigkeit und Verlangen nach Frieden. Wenn die Russen in deinem Dorf wären, was würdest du machen, wenn der Russe dir den Rücken zukehrt?
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PeaceBlüemli
28.03.2022 20:43registriert März 2022
Es ist einfach lächerlich wie Putin und Co alles verdrehen und die Welt das auch noch glauben soll…schlechter Witz…schlechter Verlierer…Aber am Ende siegt das Gute!
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Le_Urmel
28.03.2022 20:01registriert Juni 2014
Alles planmässig…………
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