International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
New volunteers for the Ukrainian interior ministry's

Rekruten des Neonazi-Regiments bei einer Drill-Übung. Gemäss OSZE schweigen seit Beginn der Waffenruhe am 1. September die Waffen – mehr oder weniger.
Bild: GLEB GARANICH/REUTERS

Kiew feiert 6 Tage «ohne Krieg» in der Ostukraine – aber Neonazi-Battalion veröffentlicht Video eines massiven Panzer-Arsenals



Trotz einzelner Verstösse gegen die Waffenruhe ist die Lage in der Ostukraine nach Einschätzung der OSZE-Beobachter weitgehend stabil. Doch der Ukraine stehen heisse Wahlkampfwochen bevor – auch in den Separatistengebieten.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) habe zuletzt nur im Gebiet Donezk Beschuss verzeichnet. Im Gebiet Lugansk sei es ruhig geblieben, teilten die Beobachter am Wochenende mit.

Bei Angriffen durch Regierungstruppen wurde nach Darstellung der prorussischen Separatisten dennoch ein Zivilist getötet; zwei Kinder seien verletzt. Der Militärführung in Kiew berichtete am Sonntag von fünf verletzten Soldaten.

Baldiger Abzug schwerer Waffen?

Präsident Petro Poroschenko sagte in Kiew der Agentur Interfax zufolge, es sei die erste Woche vergangen, in der an der Front nicht mehr geschossen worden sei. Diese Woche gebe die feste Hoffnung, Frieden und einen effizienten Staat zu schaffen, betonte er.

Seit Beginn der Waffenruhe am 1. September hatten jedoch beide Konfliktparteien immer wieder auch von sporadischem Beschuss und vereinzelten Toten im Kriegsgebiet gesprochen.

Über den Abzug von Geschützen mit einem Kaliber unter 100 Millimetern von der Front könne möglicherweise am kommenden Dienstag (8. September) eine Vereinbarung unterzeichnet werden, sagte Separatistenführer Alexander Sachartschenko Berichten zufolge. 

«Regiment Asow» veröffentlicht Propaganda-Video

Während die OSZE von einer stabilen Waffenruhe spricht, hat die Medien-Abteilung des Neonazi-Battalions «Regiment Asow» waffenstarrende Video-Aufnahmen veröffentlicht. Darin sind diverse Panzer – unter anderem vom Typ T-64 – dabei zu sehen, wie sie zu einer Übung ausrücken.

Das «Regiment Asow» rekrutiert sich aus Freiwilligen und wurde im Herbst vergangenen Jahres in die ukrainische Nationalgarde eingegliedert. Es kämpft vor allem rund um die Hafenstadt Mariupol gegen die prorussischen Separatisten und spielt offen mit nationalsozialistischer Symbolik, verwendet etwa die Wolfsangel als Erkennungszeichen.

Die Panzer-Parade

abspielen

YouTube/AZOV media

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Armenien gibt mehr als 120 Orte in Karabach an Aserbaidschan ab

Im Konflikt mit Aserbaidschan um die Südkaukasusregion Berg-Karabach gibt Armenien die Kontrolle über mehr als 120 Ortschaften ab.

Die armenische Regierung veröffentlichte am Montag eine Liste mit insgesamt 121 Städten und Dörfern, die in die aserbaidschanische Kontrolle übergehen. Teils hatte Armenien die Kontrolle über die Orte zuletzt bei Kämpfen verloren, teils kommt es zu einer kampflosen Übergabe.

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan hatte in der Nacht zum 10. November unter …

Artikel lesen
Link zum Artikel