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Ukraine

Selenskyj plant unter Druck der USA baldige Wahlen in der Ukraine

Bericht: Selenskyj plant unter Druck der USA baldige Wahlen – so sieht der Plan aus

11.02.2026, 10:4411.02.2026, 12:54

Einem Bericht der «Financial Times» zufolge plant der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj unter Druck der USA, eine Präsidentenwahl und ein Friedensreferendum noch vor dem 15. Mai anzusetzen.

Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy speaks during a joint news conference with NATO Secretary General Mark Rutte, in Kyiv, Ukraine, Tuesday, Feb. 3, 2026. (AP Photo/Sergei Grits)
Volodymyr Zelensk ...
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj.Bild: keystone

Die britische Zeitung beruft sich auf ukrainische und westliche Verantwortliche, die mit den Überlegungen vertraut seien, zitiert aber nicht Selenskyj selbst. Demnach könnte Selenskyj am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der russischen Invasion, die Wahl ausrufen. Dann solle bis Mitte Mai parallel über das Staatsoberhaupt und eine bis dahin zu erreichende Friedensregelung mit Russland abgestimmt werden.

Der ukrainische Präsident hat bereits das Parlament beauftragt, die nötigen Gesetzesänderungen für eine Wahl zu Kriegszeiten vorzubereiten. Er berichtete vergangene Woche auch von Druck der US-Administration, den Krieg bis zum Sommer zu beenden.

Sicherheit nur gegen schnelles Einlenken?

Dem «FT»-Bericht zufolge stehen die USA nur zu Sicherheitsgarantien, wenn Kiew bis dahin einlenkt. Ausserdem fordere Washington, dass die Ukraine den Teil der Gebiete Donezk und Luhansk preisgibt, den es noch kontrolliert. Ab dem Sommer wolle sich die Führung von Präsident Donald Trump auf die US-Parlamentswahl im November konzentrieren.

Die Forderung nach einer Präsidentenwahl in der Ukraine stammt ursprünglich aus Moskau, weil Selenskyj angeblich kein legitimer Ansprechpartner sei. Trump hat sie sich aber zu eigen gemacht. Kiew verweist bislang darauf, dass eine Wahl wegen des geltenden Kriegsrechts nicht stattfinden könne. Zudem sei die Abstimmung unter russischen Angriffen, mit Hunderttausenden Männern an der Front und Millionen von Flüchtlingen im In- und Ausland, nicht zu organisieren.

Rascher Wahltermin käme Selenskyj zugute

Dem «FT»-Bericht zufolge rechnet Selenskyj sich bei einem raschen Termin bessere Chancen auf eine Wiederwahl aus. Unklar ist indes, ob die russische Führung um Kremlchef Wladimir Putin in der von den USA vorgegebenen Zeit zu einem Ende ihres Angriffskriegs bereit ist. Jüngste Äusserungen aus Moskau beharren auf Maximalforderungen, die auf eine völlige Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen. (dab/sda/dpa)

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34 Kommentare
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sinkflug
11.02.2026 11:35registriert Juli 2020
Warum fordert die US-Regierung nicht auch freie Wahlen bis im Mai in Russland? Das Regime dort ist eine Diktatur ohne jegliche demokratische Legitimation und vertritt nicht die eigene Bevölkerung. Eigentlich ist es deshalb gar kein Verhandlungspartner für eine demokratisch gewählte Regierung.
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Acai
11.02.2026 11:02registriert März 2017
Das bringt nichts. Europa sollte da endlich die Führungsrolle übernehmen und die Amis aus den Verhandlungen nehmen. Trump ist 1. ein Russisches Asset und 2. will sich bereichern.
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Lebig51
11.02.2026 11:16registriert Juli 2015
Hier ein weiterer Beweis…
Merken die US-Bürgerinnen und -Bürger nicht, dass sich Donnie fast ausschliesslich um Einfluss, Erpressung, Druck und Nötigung im Ausland stark macht und die IS-Bürgerinnen und -Bürger im Regen stehen lässt?.
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