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Lutnick sagt nach Epstein-Lügen vor Kongress aus

Lutnick nach Epstein-Lügen vor Kongress – das sagte der US-Handelsminister

US-Handelsminister Howard Lutnick hat bei der Aufarbeitung des Falls um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vor dem Kongress mehrere Treffen mit dem Finanzier offengelegt.
11.02.2026, 05:0311.02.2026, 15:11

Vor einem Ausschuss im Senat im US-Parlament räumte er einige E-Mails sowie Treffen ein, darunter einen Besuch mit seiner Familie auf der Privatinsel Epsteins im Jahr 2012. Dort habe man mit Epstein zu Mittag gegessen. Damit widersprach Lutnick indirekt früheren Angaben.

epa12649842 US Commerce Secretary Howard Lutnick speaks during a signing ceremony in the Oval Office at the White House in Washington, DC, USA, 14 January 2026. Trump signed a bill allowing schools to ...
Howard Lutnick war nicht ehrlich über sein Verhältnis zu Jeffrey Epstein.Bild: keystone

Vergangenes Jahr hatte er in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser «widerlichen Person» nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Der nun eingeräumte Besuch auf der Insel Epsteins fand den aktuellen Angaben nach aber 2012 statt, und somit auch mehrere Jahre nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008.

Lutnick sagte im Senat, er habe kaum etwas mit Epstein zu tun gehabt. Der Minister war früher in New York Epsteins Nachbar. Eine Frage dreht sich auch um einen Hinweis darauf, dass Epstein das Kindermädchen Lutnicks kennenlernen wollte. Er habe keine Ahnung, worum es dabei ging, sagte Lutnick.

«Das hatte nichts mit mir zu tun. Soweit ich weiss.»

Rücktritt Lutnicks gefordert

Lutnick sieht sich wegen seines Kontakts zu Epstein mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Der Handelsminister von US-Präsident Donald Trump kommt mehrmals in den umfassenden Akten zum Fall Epstein vor. Trump stärkte seinem Minister am Dienstag (Ortszeit) den Rücken. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf Nachfrage von Journalisten, der Handelsminister sei ein sehr wichtiges Mitglied von Trumps Team. Vom Präsidenten gebe es volle Unterstützung für ihn.

Viele Prominente in Ermittlungsakten

Der US-Multimillionär Epstein hatte über Jahre aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem viele junge Frauen und auch Minderjährige zum Opfer fielen. Der verurteilte Sexualstraftäter starb 2019 im Alter von 66 Jahren in der Haft, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können. Zahlreiche Prominente und Politiker kommen in den veröffentlichten Ermittlungsakten vor. Eine Nennung an sich heisst per se aber zunächst nichts. (sda/dpa/con)

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Diese prominenten Namen tauchen in den Epstein-Files auf
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Diese prominenten Namen tauchen in den Epstein-Files auf

Donald Trump: Der US-Präsident pflegte jahrelang eine enge soziale und berufliche Beziehung zu Epstein.

quelle: archive photos / davidoff studios photography
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62 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Violett
11.02.2026 06:48registriert Juni 2020
Wie wäre es wenn einfach mal alle die sich mit diesem Fall verbinden lassen, aus all ihren Ämtern rausfliegen würden? Dies wäre eine Handlung. Alles andere ist eine Schande.
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Pointless Piraña
11.02.2026 07:17registriert Dezember 2019
Wieso ist er noch im Amt?
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Loeffel
11.02.2026 07:22registriert Oktober 2016
Lutnick und Trump werden nicht müde Epstein „widerlicher Kerl“ zu nennen. Wenn ich mit die 3 Typen so anschaue würd ich aber am ehesten noch zusammen mit Epstein ein Abendessen einnehmen wollen. Glücklicherweise wird aber auch selbst das nicht mehr passieren.
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