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Nicht alle «Putin-Versteher» sind Trolle – in diesen 5 Punkten liegen sie nicht komplett falsch

Sie schliessen die Augen vor der russischen Aggression in der Ukraine und schieben alle Schuld dem Westen zu: die «Putin-Versteher». Doch sie liegen nicht überall falsch.



Im Osten der Ukraine toben die schwersten Gefechte seit Beginn der Waffenruhe, und sie finden in den Kommentarspalten der Onlinemedien ein wütendes Echo. Die russische Sicht auf den Konflikt wird dabei lautstark von einer Fraktion vertreten, die zumindest zum Teil aus bezahlten Trollen besteht. Doch es wäre unredlich, alle Kritik an der Ukraine-Politik der EU und der USA oder an den Handlungen der ukrainischen Regierung als russische Propaganda abzutun. Die sogenannten «Putin-Versteher» liegen nicht überall falsch. 

1. Russland besser verstehen

Russland, dieser militärisch hochgerüstete Gigant im Osten, wirkt auf uns bedrohlich. Zu recht, wenn wir an die Streitmacht denken, die der Kreml an der ukrainischen Grenze zusammengezogen hat. Doch sollte man nicht vergessen, dass Russland in den letzten gut 200 Jahren mehrmals von Westen her angegriffen wurde. Napoleons Grande Armée, die Streitkräfte der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg und danach polnische Truppen drangen weit auf russisches Gebiet vor. 

** FILE ** Nazi German soldiers, supported by armored personnel carriers, move into a burning Russian village  at an unknown location during the Nazi German invasion of the Soviet Union  in this June 26, 1941, file photo. On Thursday, June 22, 2006, Russians will to mark the 65th anniversary of the Nazi invasion.  War memories remain strong in Russia: Soviet losses reached 27 million people, touching almost every family.(AP Photo/File)

Deutsche Truppen 1941 in der Sowjetunion.  Bild: AP

Nichts aber war so verheerend wie der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Dieser Vernichtungskrieg, dem Millionen von russischen Soldaten und Zivilisten zum Opfer fielen und der das Land furchtbar verwüstete, hätte fast das Ende Russlands bedeutet. 

Wenn Kritiker des Westens wie etwa der deutsche Kabarettist Volker Pispers sich indes zur Behauptung hinreissen lassen, Russland habe seinerseits den Westen nie angegriffen, ist das ausgemachter Unsinn. Polen, das Baltikum oder Finnland können ein bitteres Lied davon singen. 

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Pispers im März 2015: «Man darf vielleicht auch mal daran erinnern, dass Russland den Westen nie überfallen hat. In der ganzen Geschichte noch nicht.» (Ab 3:50) YouTube/Parkhane Shabo

2. Gebrochenes Versprechen: NATO-Osterweiterung

Moskaus Angst vor dem Westen dürfte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kaum abgenommen haben, zumal die NATO-Osterweiterung in der Folge russische Bedrohungsszenarien bestätigte. Obwohl das westliche Militärbündnis vermutlich keine offensiven Schritte gegen Russland plant, gilt es in der aktuellen russischen Militärdoktrin explizit als grösste Bedrohung der nationalen Sicherheit. Freilich gilt es dabei zu bedenken, dass Putin die Furcht vor USA und NATO auch aus innenpolitischen Gründen schürt. 

Die NATO-Osterweiterung, in deren Verlauf frühere sowjetische Vasallenstaaten und sogar ehemalige Sowjetrepubliken sich – ihrerseits natürlich aus Angst vor russischem Hegemonialstreben – dem militärischen Bündnis des Westens anschlossen, stellt aus russischer Sicht zudem einen Vertrauensbruch dar. 1989 hatten der deutsche Bundeskanzler Kohl und sein Aussenminister Genscher Moskau nämlich ausdrücklich garantiert, dass es keine Osterweiterung der NATO geben werde. Nur so war das Plazet der Sowjetunion für die deutsche Wiedervereinigung zu haben. 

Animiertes GIF GIF abspielen

Die Expansion der NATO (1949 – 2014). GIF: watson

Der damalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, beklagte sich denn auch kürzlich mit Blick auf die Ukraine über die westliche Politik: «Indem der Westen die Ukraine in die euroatlantische Gemeinschaft hineinzerrte, ignorierte er demonstrativ die Interessen Russlands», schrieb der 84-Jährige in der russischen Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta». Problematisch an dieser geostrategischen Sicht auf den Konflikt ist allerdings, dass in ihr das Recht der Ukraine auf Selbstbestimmung gar nicht erst vorkommt. 

epa04780279 (FILE) A file photo dated 15 July 1990 shows West German Chancellor Helmut Kohl (R), Soviet Union President Mikhail Gorbachev (C) and West German Foreign Minister Hans-Dietrich Genscher (L) talk at a rustic desk in the garden of Gorbachev's guesthouse with Soviet Foreign Minister Eduard Shevardnadze (2-R) in Arkhyz, Russia. In the center is Raisa Gorbachova and next to her is West German Finance Minister Theo Waigel. According to the magazine 'Bunte' on 02 June 2015, Kohl is in intensive care at the University Clinic in Heidelberg, Germany, following intestinal surgery.  EPA/POOL *** Local Caption *** 51641981

Sowjetisches Plazet für die deutsche Wiedervereingung: Genscher, Gorbatschow und Kohl (v.l.) 1990.  Bild: EPA/DPA FILES

Geostrategisch ist eine Ukraine, die im westlichen Lager steht, für Russland tatsächlich kaum zu akzeptieren. Ohne dieses Land, das die Waffenschmiede der Sowjetunion und deren bevölkerungsmässig zweitgrösste Republik war, ist der Status einer Supermacht für Russland nahezu unerreichbar. Befindet die Ukraine sich gar in einem Bündnis mit einer rivalisierenden Macht, wird die Lage für Moskau unerträglich. 

3. Kiews verfehlte Sprachpolitik

Was die Politik der ukrainischen Regierung anbelangt, so kritisieren «Putin-Versteher» nicht ohne Grund, dass sie wenig Rücksicht auf Empfindlichkeiten im teilweise russischsprachigen Süden und Osten des Landes nimmt. So wollte die neue Führung kurz nach dem Sturz Janukowitschs ein von ihm eingeführtes Sprachengesetz kippen, das in den Regionen Russisch als zweite Amtssprache ermöglichte. 

Sprachenkarte Ukraine (engl.)

Ethnische und sprachliche Situation in der Ukraine. Karte: Theglobalstate.com

Ukrainische Nationalisten befürchteten, dass sich russischsprachige Ukrainer kaum noch die Mühe machen würden, Ukrainisch zu lernen, falls das Russische diesen Status beibehalten könnte. Schliesslich nahm Kiew davon Abstand, das Gesetz zu streichen – allerdings erst nach massiven Protesten. 

4. Rechtsextremer Einfluss

Der von der russischen Propaganda verbreitete Vorwurf, die neue ukrainische Regierung sei faschistisch unterwandert, ist unhaltbar. Nicht leugnen lässt sich aber, dass auf dem Maidan auch rechtsextreme Kräfte an den Protesten gegen Janukowitsch teilnahmen. Der Rechte Sektor, der als Partei und als paramilitärische Organisation auftritt, hat jedoch bei den Parlamentswahlen 2014 nur gerade 1,8 Prozent der Stimmen und ein Direktmandat geholt. 

Der Einfluss der Rechtsextremisten ist auch deswegen stark geschwunden, weil viele Ukrainer sich bewusst wurden, dass diese Kreise eine europafeindliche Politik betreiben – was einem Hauptanliegen des Euromaidan zuwiderläuft. 

Dagegen war die rechtsnationale und antisemitische Partei Swoboda, die freundschaftliche Kontakte mit der deutschen Neonazi-Partei NPD unterhält, in der Übergangsregierung mit zunächst vier und dann drei Ministern vertreten. Im neuen Kabinett, das sich im Dezember 2014 formierte, ist die Partei aber nicht mehr vertreten

Activists of the Svoboda (Freedom) and Right Sector Ukrainian nationalist parties hold torches as they take part in a rally to mark the 106th birth anniversary of Stepan Bandera, one of the founders of the Organization of Ukrainian Nationalists (OUN), in Kiev January 1, 2015. REUTERS/Valentyn Ogirenko (UKRAINE - Tags: POLITICS CIVIL UNREST ANNIVERSARY)

Fackelzug von Swoboda-Aktivisten zu Ehren von Stepan Bandera.  Bild: VALENTYN OGIRENKO/REUTERS

5. Falsche Helden

Dennoch ist es problematisch, welche Akzeptanz ultranationalistischen Kreisen in der Westukraine entgegengebracht wird – ganz im Gegensatz zum Osten. Dies hat wohl zu tun mit dem unterschiedlichen Blick auf die Geschichte. Besonders die für beide Seiten enorm leidvollen Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg werden im Westen ganz anders erinnert als im Osten. 

So ehren viele westukrainische Nationalisten «Befreiungskämpfer», die im Krieg mit den Nazis kollaborierten. Die aus westukrainischen Nationalisten rekrutierte Waffen-SS-Division «Galizien» zum Beispiel hat, so sieht es Swoboda, «nur an der Front gegen die Bolschewiken gekämpft». 

Denkmal für zwei ukrainische SS-Divisionen auf einem Friedhof in Lemberg

Denkmal auf einem Friedhof der westukrainischen Stadt Lemberg, mit dem zwei ukrainische SS-Divisionen geehrt werden.  Bild: Jerzy J. Maćków

Bekanntestes Beispiel ist Stepan Bandera, der Anführer der Organisation der Ukrainischen Nationalisten (UON). Deren militärischer Arm unterstützte die Nazis bei der Vernichtung der Juden im Osten und verübte in Wolhynien ein Massaker an zehntausenden Polen. Dennoch wurde Bandera 2010 vom damaligen prowestlichen Präsidenten Viktor Juschtschenko zum «Helden der Ukraine» erklärt. Auf dem Euromaidan war sein Porträt prominent zu sehen. 

Bandera-Porträt, Maidan, Kiew, Ukraine

Porträt von Bandera am Rathaus von Kiew während des Euromaidan.  Bild: PD

Das Wohlwollen, mit dem zahlreiche «Putin-Versteher» die russische Annexion der Krim und die Intervention in der Ostukraine betrachten, ist oft einem EU-feindlichen und mehr noch einem antiamerikanischen Reflex geschuldet. Auch die Bereitwilligkeit, mit der manche sich absurde Verschwörungstheorien zu eigen machen, spricht nicht gerade für sie. 

Mehr Verständnis für russische geopolitische Empfindlichkeiten ist problematisch, wenn dabei das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine – oder anderer Staaten – als Quantité négligeable behandelt wird. Dennoch wäre es von Vorteil, sich ab und zu in die russische Position hineinzudenken. 

Der Ukraine-Konflikt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Georg60 28.03.2016 16:39
    Highlight Highlight zu 2.

    wir umstritten dieser Punkt ist dürfte bekannt sein. Das gros der Historiker etc sieht dieses angebliche versprechen nicht als Fakt.
    zudem und noch wichtiger : Kohl und Genscher hätten so ein Versprechen für die Nato gar nicht bindend abgeben können. fällt das denn wirklich niemandem auf?
  • Georg60 28.03.2016 16:21
    Highlight Highlight zu 1.

    Es waren sowjetische Truppen und nicht russische.
    ein Fehler und ein relevanter Unterschied, insbesondere wenn man bedenkt wie hoch der blutzoll für den Angriff der Nazis unter ukrainern und weissrussen (damals Sowjetunion unter dem Diktat Moskaus, heute eigenständig unter dem Diktat Moskaus) war. Putin Russland schmückt sich hier sehr gerne mit fremden Federn um seine falschen Mythen zu verbreiten. umso mehr sollten wir Obacht geben auf die zutreffenden Formulierungen. nicht Russland, dass es damals so nicht gab, wurde angegriffen, sondern die Sowjetunion.
  • Roger Gruber 11.06.2015 13:07
    Highlight Highlight Kompliment an Watson / Daniel Huber! Schön, dass in den MSM auch mal über Hintergründe berichtet wird, anstatt dass Halbwahrheiten verbreitet werden. Mir persönlich geht der Artikel zwar zu wenig weit, aber immerhin in die richtige Richtung!
    Grüsse vom Putin-Troll Roger Gruber
  • Nothingman 11.06.2015 10:28
    Highlight Highlight Nun, wenn ich mir so ansehe was der NED (National Endowment for Democracy, aus der CIA heraus entstanden) so in die Ukraine pumpt, um dort die "Demokratie" zu fördern (http://www.ned.org/where-we-work/eurasia/ukraine) in Verbindung mit der bis vor kurzem klaren Strategie von Zbigniew Brzezinski.... da hinterfrage ich in erster Linie mal die Rolle der USA....
  • Angelo C. 11.06.2015 09:11
    Highlight Highlight Es scheint offenbar nicht nur bei zahllosen europäischen Bürgern und Zeitungslesern sog. "Putin-Versteher" zu geben, sondern ganz offensichtlich und unübersehbar auch in der int. Politik, wie auch im Vatikan ;-)!

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Caro-Presidente-Putin/story/28851474
  • Pippo30 10.06.2015 20:12
    Highlight Highlight "Volker Pispers sich indes zur Behauptung hinreissen lassen, Russland habe seinerseits den Westen nie angegriffen, ist das ausgemachter Unsinn. Polen, das Baltikum". Also Watson, Geographie kentnisse, seit wann ist Polen und das Baltikum im Westen
    • AdiB 10.06.2015 21:05
      Highlight Highlight finnland ligt auch nicht gerade im westen.
    • Daniel Huber 10.06.2015 23:19
      Highlight Highlight Nun, von Russland aus gesehen liegen diese Gebiete allesamt im Westen. Und das katholische Polen zum Beispiel zählt sich garantiert zum Westen und grenzt sich klar vom orthodox geprägten Russland ab.
      Dann gebe ich zu bedenken: Wie hat es Russland denn wohl geschafft, zum grössten Flächenstaat der Welt zu werden?
      Überdies war es für Russland wohl über lange Phasen in der Geschichte rein geografisch schwierig, westeuropäische Länder angreifen zu können. Umgekehrt musste das napoleonische Frankreich auch zuerst fast ganz Europa erobern, bevor es überhaupt Russland angreifen konnte.
    • Pippo30 12.06.2015 18:53
      Highlight Highlight Trotzdem ist Polen in Ostereuropa, egal wie man es dreht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pippo30 10.06.2015 18:23
    Highlight Highlight Bei den Albanern hat der Westen die Abstimmung über die Unabhängigkeit gedultet, auf der Krim, ist dass natürlich völlig anders. Die Gesetze werden so zu recht gelegt wie man sie gerade braucht. Einfach nur noch lächerlich, wer diese Poltik unterstützt. Putin ist auch ein Verbrecher, genauso wie Obama, Merkel usw.
    • goschi 11.06.2015 09:03
      Highlight Highlight Aah, a kommen sie wieder, die Kosovo-Vergleiche, die nicht stimmen...

      1. Wann wurde eine Abstimmung durchgeführt?
      2. Wie wurde eine Abstimmung durchgeführt?
      3. Wer war bei der Abstimmung mit Soldaten präsent?
      4. Was geschah direkt nach der Abstimmung?

      Allein bei einer Beantwortung dieser Fragen ist klar, dass der Fall gänzlich anders ist.
      Es gibt dann noch zig andere Punkte, die aufzeigen, wieso dieser Vergleich murks ist, aber die Mühe spare ich mir...
    • Pippo30 12.06.2015 18:53
      Highlight Highlight 1. 17.02.2008
      Annerkant von 109 Staaten, darunter Scheit, Deutschland, USA usw.
  • Pippo30 10.06.2015 18:22
    Highlight Highlight aus russischer Sicht zudem einen Vertrauensbruch. Wieso aus Russischer sicht. Es ist ganz klar ein Vertrauenbruch, egal aus welcher sicht. Ausserdem verstehe ich nicht wie die Leute immer noch so Ignorant sein können und nicht erkennen wer der Agressor ist. Es gibt nur ein Land welches auf Lügen, Millionen von Menschen getötet hat, aber das ist anscheinend OK.
    • goschi 11.06.2015 09:04
      Highlight Highlight Und welches land war das?
    • Nothingman 11.06.2015 10:13
      Highlight Highlight U to the S to the A?
    • goschi 11.06.2015 11:05
      Highlight Highlight komisch, Stalin hat auch Millionen von eigenen Bürgern umgebracht direkt und indirekt, oder zählt das nicht?
      Die Rote Khmer hat 1/4 der eigenen Bevölkerung ermordet, zählt auch nicht?
      Japan hat in China wohl an die 15mio menschen getötet, zählt auch wieder nicht?

      Passt nicht ins Weltbild?
      Muss die USA das Böse schlechthin sein?
      anders geht es nicht?

      Ok, dann spare ich mir Argumentation und mache auf Populismus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxM 10.06.2015 10:33
    Highlight Highlight Aber allgemein ist die Sache mit FR als NATO-Mitglied ist extrem komplex.
  • MaxM 10.06.2015 10:31
    Highlight Highlight Nur eine ganz kleine Korrektur betreffend NATO-Karte (Erweiterung): FR war über längere Zeit kein NATO-Mitglied. Charles de Gaulle hatte diese Organisation nicht all zu gern.
    • Daniel Huber 10.06.2015 12:29
      Highlight Highlight Stimmt, Frankreich und die NATO, das ist eine spezielle Geschichte. So viel ich weiss, blieb Frankreich zwar NATO-Mitglied, unterstellte seine Truppen aber zwischen 1966 und 2009 nicht dem NATO-Kommando.
    • goschi 10.06.2015 16:53
      Highlight Highlight Das ist korrekt, Frankreich blieb in der NATO, hat aber seine Truppen und vor allem seine Atomstreitkräfte aus der Kommandohierarchie herausgelöst.
      Ursache war vor allem die klare Ansage Frankreichs bei einem überschreiten des Rheins durch feindliche Truppen selbständig und vorbeugend nukleare Schläge gegen die Angreifer zu führen, ohne Rücksicht auf verbündete Streitkräfte und die hieraus folgende Weigerung die eigenen Nuklearstreitkräfte den NATO-Weisungen zu unterstellen (die ein koordiniertes Vorgehen vorsahen)
  • Hierundjetzt 10.06.2015 06:58
    Highlight Highlight - Russland führt heute und jetzt mit 3 Nachbarstaaten Krieg
    - hat während 70 Jahren 3 Länder (Baltikum) annektiert
    - während 70 Jahre Osteuropa massiv unterdrückt
    Sowas schaffen nicht mal die pöse pöse USA. Nurso
    • YesImAMillenial 10.06.2015 08:19
      Highlight Highlight das ist ein scherz oder? die USA haben in den letzten 70 jahren dutzende Regime changes durchgeführt, völkerrechtswidrige Angriffskriege nach inszenierten Terroranschlägen durchgeführt und unterdrückt nebenbei so mal die ganze westliche welt (abhörskandale und so.)
    • goschi 10.06.2015 16:54
      Highlight Highlight @frankyfourfingers, wieviele Staaten und Staatsteile hat die USA denn besetzt und direkt annektiert?
      Und ja, das ist ein relevanter Unterschied.
  • Willy D. 10.06.2015 06:57
    Highlight Highlight Die Argumentation in diesem Artikel ist durchaus verständlich. Nicht ausser Acht lassen sollte man aber, dass es das "postsowjetische" Russland nicht verstanden hat die Anliegen der Bürger der ehemaligen Sowjetrepubliken in für sie akzeptable Bahnen zu lenken. Seit 1991 wäre es möglich gewesen Schritte in Richtung Demokratie (Herrschaft des Volkes) nach westlichem Muster zu unternehmen. Was ist passiert? Einige Oligarchen und den jeweiligen "Regierungen" nahe stehende Personen haben sich die Ressourcen dieser Länder "unter den Nagel gerissen". Der Normalbürger hat bis heute nichts davon. Andere, es sind nur nur Wenige, leben in Saus und Braus. Wen wundert es da, dass die Bürger dieser Staaten das Heil im auch nicht über alle Zweifel erhabenen "Westen" suchen...
    • Daniel Huber 10.06.2015 12:33
      Highlight Highlight @Willy D.: Einverstanden. Russland scheint auch eines der Länder zu sein, die vom «Fluch der Rohstoffe» betroffen sind.
    • illie 11.06.2015 09:01
      Highlight Highlight @marcc Das Prokopfeinkommen ist nur ein Durchschnitt. Wenn also die Oligarchen mehr verdienen bedeutet dies am Ende gar nichts.
  • christianlaurin 10.06.2015 00:12
    Highlight Highlight Es ist doch schön das wir Google Search haben, ja? Sonst würden Leute schreiben was sie denken korrekt ist?

    http://www.nytimes.com/1995/08/10/opinion/10iht-edzel.t.html

    "The new position was immediately publicized. It was presented directly to Mr. Gorbachev by Mr. Baker in Moscow on May 18, and presented to Mr. Gorbachev again by Mr. Bush in Washington on May 31. Mr. Gorbachev did not oppose the new formula."

    Sieht ihr Leute? Punkt 2 ist BS! Und dieser Artikel ist von 1995. Geht auf Wayback Internet und ihr sieht auch bevor die Krise wahre es den selbe Artikel.

    • Daniel Huber 10.06.2015 12:44
      Highlight Highlight Die Sache mit der NATO-Osterweiterung ist offenbar umstritten. Der «Spiegel» schrieb schon 2009, über die Frage, was Moskau 1990 tatsächlich versprochen wurde, tobe ein historischer Streit:
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-67871653.html
    • Ruffy 10.06.2015 13:23
      Highlight Highlight Im verlinkten Spiegel Artikel wirds doch ziemlich klar: "Antwort des einst mächtigen Generalsekretärs: "Anfang 1990 bestand noch der Warschauer Pakt. Allein die Vorstellung, die Nato würde sich auf Länder dieses Bündnisses ausdehnen, klang damals vollkommen absurd.""

      Zuerst einen auf dicken Max machen und auf keinen Fall etwas vereinbaren, bei dem man das Gesicht verlieren könnte und als dann entgültig alle Mitglieder des eigenen Bündnisses vergrault waren und sich aus Angst vor Russland der Nato anschliessen rumjammern wie unfair das doch alles ist, mir kommen die Tränen...

      Jeder der damaligen Politiker wusste, dass alles was nicht Vertraglich vereinbart wird keinen Cent wert ist.
  • flyingdutch18 09.06.2015 23:01
    Highlight Highlight Der Hauptgrund für die Ukraine-Krise sind sicher die Nato-Osterweiterung und das Ultimatum der EU, entweder das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterzeichnen oder den Pakt mit Russland einzugehen. Janukowitsch ist dann nichts anderes übrig geblieben, als sich auf die Seite von Russland zu schlagen, was dann zu seinem Sturz geführt hat. Dieses entweder/oder ist der vielleicht grösste aussenpolitische Fehler, den die EU je begangen hat.
    • goschi 10.06.2015 09:17
      Highlight Highlight Nicht die EU hat ein Ultimatum gesetzt, sondern Russland hat dieses gesetzt.
      Die EU hätte das EU-Assoziierungsabkommen problemlos neben dem russischen Abkommen akzeptiert, Russland aber forderte plörtlich ein Entweder/Oder.

      So schnell werden Fakten umgedreht...
    • flyingdutch18 11.06.2015 08:14
      Highlight Highlight @goschi: Du verdrehst die Fakten. Hier ein Auszug aus Wikipedia, der zeigt, dass die EU, nicht Russland, die Ukraine vor das unsägliche Ultimatum gestellt hat, entweder den einen oder den anderen Vertrag einzugehen:

      But also on 25 February 2013 President of the European Commission José Manuel Barroso made it clear that "one country cannot at the same time be a member of a customs union and be in a deep common free-trade area with the European Union".

      Was du begehst, ist Geschichtsklitterung.
  • Statler 09.06.2015 22:44
    Highlight Highlight Forts.: Dementsprechend geht es (mir persönlich) nicht so sehr darum, Putin zu «verstehen», sondern die Rolle des Westens in diesem Spiel kritischer zu beleuchten und damit aufzuhören, so zu tun, als wären wir die «Guten» und Putin «der Böse». Man hört und liest viel davon, was Putin tut und vorhat, über die Agenda des Westens wird aber so gut wie gar nichts gesagt. Das Gefasel von Demokratie klingt zwar nett, mag aber letztlich nicht überzeugen, weil man ahnt, dass eben mehr dahintersteckt (diese Karte mag das vielleicht etwas zu verdeutlichen: http://www.eegas.com/ukraine.htm).
  • Statler 09.06.2015 22:34
    Highlight Highlight Na, geht doch... Was m.E. ein wenig untergeht, ist der geostrategische Aspekt des Ganzen. Die Ukraine ist wichtiger Dreh- und Angelpunkt wegen des Zugangs zum Schwarzen Meer (im Hinblick auf die Ressourcen am Kaspischen Meer) und für den Westen genauso wichtig, wie für Russland. BEIDE haben grösstes Interesse die Ukraine auf ihre Seite zu ziehen. Das «Recht auf Selbstbestimmung» mag in der Theorie nett klingen, ist im Falle der Ukraine aber weder für den Westen noch für Russland ein wichtiger Faktor (und wenn dann nur vorgeschoben). Es geht um Ressourcen und die Vormachtstellung in der Region.
  • G. 09.06.2015 22:24
    Highlight Highlight Was heisst hier "Putin-Versteher", "dagegen", "dafür"?

    Russland ist gross und hat eine sehr schöne Kultur!

    Wie bitte kann ein Land ohne Kultur und nur aus grotesker Negativität bestehend, solche Grössen der Musik hervorbringen wie Rachmaninow??


    Hallo?



    Es gibt ein Lied, welches er für sein eigenes Sterben komponiert hat. Ich vermute mal, als Selbstarbeit um sich mit der Sterblichkeit und Vergänglichkeit des Menschen anzufreunden.

    Das Lied (leider weiss ich nicht mehr wie es heisst):

    Die einzigen Menschen, die das wirklich und richtig singen können sind Russen.

    Warum?

    Russland ist gross und kennt von bitterster Kälte bis zu grösster Hitze alles! Menschen aus einem grossen Land mit viel Liebe für sein eigenes Land!

    Die Einzigen, die kräftig genug und fähig genug sind, sich zur erforderlichen Grösse zusammenzuschliessen sind Russen.

    Ich habe noch selten solch ergreifende, erschütternde, rührende Musik gehört.

    Zumindest möchte ich meinen Kommentar als meine persönliche Meinung verstanden haben.











    • saukaibli 10.06.2015 07:27
      Highlight Highlight Und das Land von Göthe, Nietsche, Beethoven, Bach usw. hat Krieg über ganz Europa gebracht, Millionen von Juden, Sinti und Roma, politische Gegner und Homosexuelle umgebracht, hat als erstes Land Giftgas eingesetzt usw. Ja, das gleiche Land hat Leute wie Hitler, Göhring und Göbbels hervorgebracht.
      Und obschon Russland Menschen wie Rachmaninow hervorgebracht hat, brachte es auch Menschen wie Stalin, Lenin oder Putin hervor.
      Deine Meinung ist für mich nicht zu Ende gedacht, sorry.
    • Timmy :D 11.06.2015 12:26
      Highlight Highlight @saukaibli

      Hitler war Österreicher, ein kleiner aber wichtiger Unterschied in deiner Theorie.
  • keplan 09.06.2015 22:07
    Highlight Highlight Naja mein pro russischer reflex basiert eher das in westlichen Medien nur das "schlechte" aus dem Osten berichtet während sich die westlichen als gut sehen. Es braucht immer 2 zum streiten auch bei Staatsgebilden. Schade wird nur selten so berichtet ( dieser Artikel mal ausgenommen)
    • Sir Jonathan Ive 10.06.2015 09:35
      Highlight Highlight ich gebe dir im bereich gerne recht, dass in DIESEM konflikt beide seiten dreck am stecken haben. nur würde ich den spruch es braucht immer zwei zum streiten nicht zu schnell einsetzten da das nicht immer so sein muss.
      den spruch haben schon meine lehrer damals gebracht, als ich am boden liegend von 7 mitschülern geschlagen und getreten wurden weil ich im fussball gewonnen hatte. eine provokation muss vieleicht da sein, aber diese kann sehr unbewusst passieren oder vom provokateur nicht als solche verstanden werden. (wie mein sieg im fussballspiel)
  • cbaumgartner 09.06.2015 21:37
    Highlight Highlight Danke!
  • Scaros_2 09.06.2015 21:35
    Highlight Highlight Ich empfehle den Artikel hier einmal zu lesen. Man sollte in der Zeitung nicht immer gegen Russland bashen wenn die Probleme vor der Haustür im Grunde fast schon schlimmer sind.

    https://www.facebook.com/Anonymous.Kollektiv/posts/921329691246825:0

    und bevor wer meint das ist erfunden, sie haben auch ihre Quellenangaben aufgelistet ;-)
    • exeswiss 09.06.2015 22:07
      Highlight Highlight ja genau sputniknews und world socialists web site die selber keine quellen angeben sondern das zeg so aus dem blauen schreibt. btw. das ist nicht die offizielle facebook page von ano.
    • Lowend 09.06.2015 22:08
      Highlight Highlight Diese Hetzschrift basiert auf Angaben von "Sputnik News" welches ein offizielle Sprachrohr der Russischen Regierung darstellt. Dazu Wikipedia: "Generaldirektor Dmitri Kisseljow bestätigt die politische Ausrichtung des Dienstes. Die britische Wochenzeitung The Economist bezeichnete Kisseljow schon 2013 als Russlands Chefpropagandisten. Der Hörfunkkorrespondent für das ARD-Studio Moskau, Markus Sambale, spricht anlässlich der Vorstellung des Mediendienstes Sputnik von einem Informationskrieg, in dem Putin sich mit dem Westen sehe und den er mit der Pressefreiheit widersprechenden Mitteln führe."
    • Lowend 09.06.2015 22:53
      Highlight Highlight Richtig marcc, man muss beide Seiten anhören, aber als Historiker lernt man auch, die Quellen zu überprüfen und dabei schneidet der Westen um Längen besser ab, als die russische Seite! Leider!
    Weitere Antworten anzeigen
  • goschi 09.06.2015 21:24
    Highlight Highlight " 1989 hatten der deutsche Bundeskanzler Kohl und sein Aussenminister Genscher Moskau nämlich ausdrücklich garantiert, dass es keine Osterweiterung der NATO geben werde. "

    Das stimmt einfach nicht!
    Genscher hat etwas entsprechendes rausgelassen, das wurde aber in der Folg wieder relativiert, aber weder Kohl noch sonst ein Regierungschef hat dies jemals versprochen.
    Das ist eine der hartnäckigsten Unwahrheiten, die sich hält, schade, dass ihr gerade in so einem Artikel, in dem ihr zur Sachlichkeit aufrufen wollt, auf darauf Bezug nehmt.
    • passepartout 09.06.2015 22:40
      Highlight Highlight Ja stimmt voll, das wurde im Film "Project Peacemaker" bewiesen!
      *ironie off*

      Wenn du schon sowas rauslässt, dann bitte mit irgend einer einer "glaubwürdigen" Quelle.
    • Matthias Studer 09.06.2015 23:17
      Highlight Highlight Das nennt man in Absicht stellen. So wie die von der G7 beabsichtigen Beschlüsse zum Klima letzte Woche.
    • christianlaurin 10.06.2015 00:14
      Highlight Highlight Ich habe des schon beantwortet in ein andrer Kommentar. Es wurde publiziert das es nicht so ginge.

      http://www.nytimes.com/1995/08/10/opinion/10iht-edzel.t.html

      "The new position was immediately publicized. It was presented directly to Mr. Gorbachev by Mr. Baker in Moscow on May 18, and presented to Mr. Gorbachev again by Mr. Bush in Washington on May 31. Mr. Gorbachev did not oppose the new formula."

      Sieht ihr, falsch geschrieben von Kommentar Man, obwohl es doch möglich ist ein 5 Minuten search zu machen ;) ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoe 09.06.2015 21:20
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht ist der finnische Aussenminister so ziemlich der einzige hochrangige Politiker, der sich bisher vernünftig und ohne vor Pathos triefend zur Krise geäussert hat: Er kritisiert die EU, Russland, die Ukraine, die USA, die NATO. http://derstandard.at/2000001599224/Finnlands-Aussenminister-kritisiert-Ukraine-Strategie-der-EU

    Aber als Halbfinne bin ich diesbezüglich wohl auch etwas voreingenommen – uns ist eigentlich sowieso irgendwie alles und jeder suspekt:)

  • Lowend 09.06.2015 21:17
    Highlight Highlight Ich gebe dem Autor ja recht, dass man versuchen muss, Russland zu verstehen, aber man sollte auch Russland selber nicht ausser Acht lassen und bitte die ganze Wahrheit schreiben!
    Zu Punkt 1: Ohne den Hitler-Stalin Pakt wäre es nie zum Krieg gekommen!
    Zu Punkt 2: Gorbatschow sagt noch 2014 etwas ganz anderes!
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/nato-osterweiterung-gorbatschow
    Zu Punkt 4: Auch Putin sympathisiert mit Russischen Nationalisten und Rechtsextremen (z.B. Alexander Dugin) und unterstützt europäische Rechtsextreme ganz direkt finanziell, siehe Front Nationale, AfD, Jobbik, usw.
    • Openyourmind 09.06.2015 22:09
      Highlight Highlight @Lowend, dem "Ukraine und NATO Versteher"...
      zu 1. Nonsense
      zu 2. siehe 1
      zu 3. Sie haben 3 vergessen
      zu 4. nennen Sie alle Geldgeber aller genannten Organisationen, dann werden Sie sehen dass es da einige Überraschungen gibt
      zu 5. Sie haben 5 vergessen
    • Lowend 09.06.2015 22:38
      Highlight Highlight Whow! Ein total Nonsense-Rundumschlag eines echt hasserfüllten Menschen, dem ich frei nach George Clinton und den Funkadelic nur sagen kann: "Free your mind... and your ass will follow. (At least I hope so!)"
    • Openyourmind 09.06.2015 23:08
      Highlight Highlight Nun... falls sie sich selber "Herzchen" setzen und die Kritik oder anderst lautende Meinungen nicht ertrage können, dann haben sie ein echtes Problem. Hass ist nicht so mein Ding, weder off- noch online.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ralphster 09.06.2015 21:12
    Highlight Highlight Schön mal wieder ein Text zu lesen, der nicht einfach alles banal schwarz/weiss sieht, sondern halt auch die Seite Russlands ein wenig beleuchtet....
  • zhgr1989 09.06.2015 21:12
    Highlight Highlight Danke für den Beitrag. Ein Tier ist immer dann am gefährlichsten, wenn man es in die Ecke drängt!

«Das ist ganz klar ein Terrorist»: Warum rechte Gewalt keine psychische Krankheit ist

Nach dem Terroranschlag in Christchurch suchen Experten Gründe, warum ein Mensch zu solch einer Tat fähig ist. Der deutsche Politikwissenschaftler Hajo Funke warnt davor, rechtsextreme Überzeugungstäter zu pathologisieren.

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