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epa05203261 A Nigerian woman walks past a sign on polluted land warning of contamination in the Ogale community in the oil rich Niger Delta, Nigeria, 09 March 2016. Oil company Shell is being sued in London for the second time in five years over spills in the Niger Delta. The Ogale community of around 40,000 people in Rivers State in the Niger Delta are predominantly farmers or fishermen and are some of the claimants wanting Shell to clean up their land. Their case is being handled by law firm Leigh Day. Spills since 1989 have meant they don't have clean drinking water, farmland or rivers according to their claim. A November 2015 report by Amnesty International indicates four spill sites Shell said it planned cleaning up are still contaminated.  EPA/TIFE OWOLABI

Schattenseiten des Ölreichtums: Im Niger-Delta in Nigeria sind grosse Landstriche verseucht.
Bild: TIFE OWOLABI/EPA/KEYSTONE

Weltgrösste Putzaktion beginnt: So lange dauert die Säuberung des ölverseuchten Niger-Deltas



Die nigerianische Regierung hat die bislang grösste Säuberungsaktion im ölverseuchten Niger-Delta gestartet. Vize-Präsident Yemi Osinbajo gab am Donnerstag bei einer Zeremonie in Ogoniland den Startschuss für das auf eine Milliarde Dollar geschätzte Programm, das laut UNO bis zu 30 Jahre dauern könnte. 

Das ehrgeizige Projekt ist eine Antwort auf einen Bericht des UNO-Umweltprogramms UNEP von 2011. Damals hatte die Behörde geurteilt, nach einer Reihe von Ölverschmutzungen benötige die Region im Bundesstaat Rivers den wohl grössten Säuberungseinsatz der Welt. Kostenpunkt laut UNEP: 1 Milliarde US-Dollar.

UNEP empfahl die Einrichtung eines Sonderfonds, in den die Ölunternehmen und die nigerianische Regierung eine Milliarde Dollar einzahlen sollten.

Ziel von Angriffen

Eigentlich hätte Staatschef Muhammadu Buhari bei der Zeremonie zugegen sein sollen, er sagte jedoch sein Kommen in die Region kurz zuvor ohne Angaben von Gründen ab. Dafür waren Fussballnationalspieler Joseph Yobo und Miss Nigeria Pamela Lessi anwesend.

FILE - In this March 24, 2011 file photo, oil is seen on the creek water's surface near an illegal oil refinery in Ogoniland, outside Port Harcourt. Little action has been taken to clean up pollution caused by oil production in Nigeria’s Niger Delta region, either by the government or Shell Oil, Amnesty International and other groups charged Monday. Aug. 4, 2014. Oil production has contaminated the drinking water of at least 10 communities in the Ogoniland area but neither the Nigerian government nor Royal Dutch Shell's Nigeria subsidiary have taken effective measures to restore the fouled environment, said the new report by Amnesty International, Friends of The Earth Europe, Center for Environment, Human Rights and Development, Environmental Rights Action, and Platform.  (AP Photo/Sunday Alamba, File)

Ölfilm auf dem Wasser nahe einer illegalen Ölraffinerie im nigerianischen Ogoniland. Bild: Sunday Alamba/AP/KEYSTONE

Im Niger-Delta gab es zuletzt verstärkt Angriffe militanter Aktivisten auf wichtige Einrichtungen der Ölindustrie. Eine neue Rebellengruppe namens Niger Delta Avengers (NDA), die die Säuberung des Niger-Deltas fordern, hat sich zu den Attacken bekannt, die Armee spricht von «Wirtschaftsterroristen».

Der britisch-niederländische Konzern Shell kündigte bei der Zeremonie am Donnerstag an, er wolle sich an dem Programm in Ogoniland beteiligen. Shell wolle mit allen Beteiligten an der Umsetzung des UNEP-Berichts zusammenarbeiten, sagte der Konzern-Vertreter Osagie Okunbor.

Grösster Ölproduzent Afrikas

Das westafrikanische Nigeria ist der grösste Ölproduzent des Kontinents, Shell ist dort traditionell einer der grössten Ölförderer. Aus Ogoniland musste sich der Konzern 1993 angesichts von Unruhen zurückziehen.

Anfang 2015 wurde Shell von einem britischen Gericht dazu verurteilt, Fischern und Bauern im Nigerdelta eine Entschädigung von umgerechnet 77 Millionen Franken zu zahlen. Damit wurde ein Streit über die Folgen von zwei Ölkatastrophen im Jahr 2008 aussergerichtlich beigelegt. (kad/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Menel 03.06.2016 07:39
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach, sollten nur die Ölfirmen, die sich über Jahre mit der Ölförderung bereichert und das Delta verschmutzt haben, für die Reinigungskosten aufkommen!
  • azoui 03.06.2016 07:20
    Highlight Highlight Nach 30 Jahren wird dieses Delta immer noch verschmutzt sein, die 1 Milliarde $ werden jedoch irgdend wo im Schlick versickert sein
    • azoui 04.06.2016 20:30
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