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Durchbruch im Kampf gegen Erderwärmung – wird jetzt alles besser?



Wichtiger Erfolg im Kampf gegen die Erderwärmung: Die Staatengemeinschaft hat sich bei einer Konferenz in Ruandas Hauptstadt Kigali auf ein Folgeabkommen zum Verbot klimaschädlicher Treibhausgase geeinigt.

Das teilte das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) am Samstag in der Hauptstadt Kigali mit. Der Kompromiss sei der grösste Erfolg seit dem Ende des Pariser Klimagipfels von Ende 2015.

Klima Daten Erderwärmung

Bisher ging die Kurve immer nur in eine Richtung.

Ziel ist die schrittweise Abschaffung der in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendeten Fluorkohlenwasserstoffe (FKW). Diese Chemikalien sind chlorfreie Ersatzstoffe der FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe).

In der Vereinbarung verpflichten sich die entwickelten Länder, darunter die USA und die meisten europäischen Staaten, den Einsatz von FKW-Gasen bis 2019 um zehn und bis 2036 um 85 Prozent zu verringern. Entwicklungsländern wird mehr Zeit eingeräumt.

Kerry: «Gewaltiger Schritt nach vorn»

An der Konferenz in Kigali hatte auch US-Aussenminister John Kerry teilgenommen. «Es ist ein gewaltiger Schritt nach vorn», sagte Kerry der BBC. «Damit erhalten wir die Möglichkeit, die Erderwärmung um ein halbes Grad Celsius zu verringern.»

Auch die EU sprach von einem wichtigen Erfolg. «Das ist ein grosser Sieg für das Klima. Wir haben den ersten konkreten Schritt getan, um die Ankündigungen von Paris vom vergangenen Dezember zu erfüllen», sagte Klimakommissar Miguel Arias Cañete nach EU-Angaben.

Bis 1000-fach schlimmer als Kohlendioxid

Schon zuvor hatten sich zahlreiche Staaten dafür eingesetzt, den Einsatz der für das Klima hochschädlichen FKW zu verringern. Ende Juli hatten Vertreter aus 25 Ländern in Wien in einer gemeinsamen Erklärung eine entsprechende Nachbesserung des Montrealer Protokolls verlangt. FKW seien als Treibhausgase 100- bis 1000-fach schlimmer als Kohlendioxid. Sie sind darüber hinaus extrem langlebig.

ARCHIV - ZUM UMWELTABKOMMEN DER INTERNATIONALEN GEMEINSCHAFT VON UEBER 200 LAENERN ZUM VERBOT DER KLIMASCHAEDLICHEN FLUORKOHLEWASSERSTOFFE FKW, FRUEHER FCKW FLUORCHLORWASSERSTOFFE, STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - An elevated view of some of the 70,000 refrigerators that occupy a valley near the southern England town of Lewes, Wednesday 12th February 2003. The refrigerators, stacked 15 metres high and stretching over an area of half a kilometer, have proven something of an eyesore and a blot on the otherwise picturesque landscape of the South Downs. The volume built up following recent European Union directives dictating that the appliances have to be recycled to remove harmful CFC gases. Some 100,000 fridges and freezers  brought in from all over south east England have already been processed. A Euros 3 million 'fridge eater' has been acquired to take care of the rest and is expected to reduce the mountain to 10,000 in a matter of months.  (KEYSTONE/EPA PHOTO/GERRY PENNY)

In Massen entsorgt: Kühlschränke. Bild: EPA

Zum Schutz der Ozonschicht hatten sich 1987 fast 200 Staaten, darunter die Schweiz, im Montrealer Protokoll auf ein Verbot der massenhaft als Treibgase, Kühlmittel oder für Schaumstoffe verwendeten FCKW geeinigt.

Seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass die FKW als Ersatzstoffe zwar die Ozonschicht nicht angreifen, aber massiv zur Klimaerwärmung beitragen. Im Gegensatz zu den übrigen Treibhausgasen kommen Fluorkohlenwasserstoffe in der Natur nicht vor. (sda/dpa/afp/reu)

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