International
US-Wahlen 2016

US-Wahlen: Trump hält Geschlossenheit seiner Partei nicht für zwingend

US-Wahlen: Trump hält Geschlossenheit seiner Partei nicht für zwingend

08.05.2016, 08:2608.05.2016, 08:49

Der voraussichtliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump sieht keine zwingende Notwendigkeit, auf seine innerparteilichen Gegner zuzugehen. Zwar hielte er es für «besser», wenn die US-Republikaner mehr Geschlossenheit zeigten, sagte Trump am Samstag.

«Aber ich glaube nicht, dass sie im traditionellen Sinne geeinigt sein muss», sagte er in einem Interview mit dem Sender ABC über seine Partei. Einen Mangel an Unterstützung in Teilen seiner eigenen Partei wolle er bei der Wahl im November dadurch wettmachen, dass er Wähler der gegnerischen Demokraten von sich überzeuge, kündigte der Immobilienmilliardär an.

«Ich werde Millionen Menschen von den Demokraten holen», sagte er. «Ich bin ganz anders als vielleicht jeder, der bislang jemals für das Amt kandidiert hat.»

Umwerben möchte Trump vor allem die Anhänger des linken Senators Bernie Sanders, der mit der Favoritin Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten konkurriert. «Bernies Leute mögen meine Position in der Handelspolitik», sagte Trump. Er spielte damit auf seine skeptische Haltung zu Freihandelsabkommen an. Sanders macht ebenfalls gegen Freihandel mobil.

In den letzten Tagen hatte sich eine wachsende Zahl prominenter Republikaner gegen Trump ausgesprochen, der auf dem Parteitag im Juli offiziell als Spitzenkandidat nominiert werden soll. Zu Trumps innerparteilichen Gegnern zählen unter anderem die Ex-Präsidenten George W. Bush und George Bush sowie der Spitzenkandidat von 2012, Mitt Romney. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Russische Bomber vor Alaska: US-Kampfjets steigen auf
Wegen des Eindringens russischer Bomber und Kampfflugzeuge in die Luftverteidigungszone vor dem US-Bundesstaat Alaska sind mehrere Maschinen des Militärs zu einem Abfangeinsatz aufgestiegen. Zwei russische Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug des Modells A-50 seien von den eingesetzten Maschinen bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die nordamerikanische Luftraumverteidigung (Norad) mit. Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoss nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen.
Zur Story