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«Wir brauchen keine ausländischen Kampftruppen» – Irak lehnt US-Einsatz ab

Archivbild: US-Truppen in der Nähe von Baghdad, 2011.
Archivbild: US-Truppen in der Nähe von Baghdad, 2011.
Bild: © Mohammed Ameen / Reuters/REUTERS

«Wir brauchen keine ausländischen Kampftruppen» – Irak lehnt US-Einsatz ab

Die irakische Regierung lehnt einen von den USA angekündigten Einsatz von Spezialeinheiten im Kampf gegen die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) im eigenen Land ab. Dies erklärte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi am Dienstag.
02.12.2015, 03:5002.12.2015, 03:50

«Wir brauchen keine ausländischen Kampftruppen auf irakischem Boden», sagte al-Abadi am Dienstag. In einer zweiten Mitteilung ergänzte er später, jeder Militäreinsatz und jede Stationierung von ausländischen Truppen im Irak – «ob Spezialkräfte oder sonstige» - benötigten die Zustimmung seiner Regierung und müssten mit ihr abgesprochen werden.

Irak

Unklar blieb damit zunächst, inwieweit die US-Regierung die Pläne mit Al-Abadi abgestimmt hatte. Zuvor hatten bereits mächtige irakische Schiiten-Gruppen erklärt, sie würden die US-Truppen angreifen.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte vor dem Kongress in Washington die Entsendung eines Expeditionskorps aus Spezialkräften in den Irak angekündigt. Dies solle dem Irak helfen, den Druck auf den IS zu erhöhen. Dazu gehörten Razzien, die Befreiung von Geiseln und die Ergreifung von IS-Anführern.

Erwartet wurde in Washington eine Einheit aus etwa 200 Soldaten. Die regulären amerikanischen Kampftruppen waren 2011 aus dem Irak abgezogen worden. (dwi/sda)

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