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US-Milliardäre Dell schenken 25 Millionen US-Kindern Kapital

Michael and Susan Dell pose for photographs Nov. 26, 2025, in New York. (AP Photo/Frank Franklin II)
Philanthropy Michael Dell
Michael und Susan Dell inszenieren sich als Wohltäter.Bild: keystone

US-Milliardäre Dell schenken 25 Millionen US-Kindern «Sparkapital»

02.12.2025, 17:2505.12.2025, 14:14

Der US-Techunternehmer und Milliardär Michael Dell und seine Frau Susan wollen 25 Millionen Kindern in den USA ein Startkapital für neue staatlich geförderte Sparkonten schenken. Das Paar stellt dafür US-Medien zufolge insgesamt rund 6,25 Milliarden US-Dollar bereit.

Das Geld soll mehr Minderjährigen zu sogenannten «Trump Accounts» verhelfen – steuerbegünstigte Anlagekonten, die die Regierung kommendes Jahr für Kinder einrichten will.

Geplant war bislang, dass Neugeborene der Jahrgänge 2025 bis 2028 vom Staat automatisch 1'000 Dollar Startguthaben erhalten sollen. Die Anlagen sollen Kindern langfristig Zugang zu Kapital verschaffen und werden mindestens bis zum 18. Lebensjahr in Indexfonds investiert. Mit ihrer Spende wollen es die Dells nun ermöglichen, dass auch ältere Kinder bis zehn Jahre ein Startguthaben von 250 Dollar erhalten – allerdings nur in Regionen mit einem Medianeinkommen unter 150'000 Dollar. Insgesamt sollen so 25 Millionen Kinder profitieren.

Campers run to the waterfront for an evening swim at the Frost Valley YMCA sleepaway camp in Claryville, N.Y., Wednesday, July 30, 2025. The camp partnered with Children's Hospital at Montefiore  ...
Kinder bis zehn Jahre sollen ein Startguthaben von 250 Dollar erhalten.Bild: keystone

Details des Programms noch offen

Die Konten selbst existieren bislang nicht, die Regierung beabsichtigt sie im Sommer einzurichten. Wie die Zuweisung organisatorisch genau erfolgen soll, ist laut der New York Times noch unklar. Das US-Finanzministerium soll geeignete Konten identifizieren und die Gelder weiterleiten.

Arbeitgeber sollen dann laut Gesetz bis zu 2'500 Dollar jährlich steuerfrei für die Kinder ihrer Beschäftigten beitragen dürfen. Mehrere grosse Unternehmen – darunter auch Dell Technologies – haben bereits angekündigt, die staatliche Einmalzahlung für Neugeborene zu verdoppeln.

Philanthropischer Anstoss für weitere Spender

Das Programm habe parteiübergreifend sowohl bei Demokraten als auch Republikanern Interesse geweckt, betonte Dell der New York Times zufolge, sei aber erst durch Präsident Trump politisch vorangekommen. Der Vorschlag fand – umbenannt in «Trump Accounts» – Eingang in das in diesem Jahr verabschiedete Steuerpaket der US-Regierung.

Dell und der Investor Brad Gerstner, Mitinitiator der Kinderkonten, hoffen nun auf weitere grosse Spenden. Bisher haben Michael und Susan Dell bereits über Jahre hinweg insgesamt rund 3 Milliarden Dollar für Bildungs- und Kinderprogramme gespendet. Der 60-jährige Michael Dell hatte Dell Technologies 1984 als Student im Wohnheim gegründet – das Unternehmen wurde zu einem der führenden Computer- und IT-Konzerne der Welt.

(sda/dpa)

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61 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ragnarson
02.12.2025 17:51registriert August 2018
So grosszügig! :D

Wie wärs wenn einfach alle Vermögen der Überreichen Milliardäre weltweit richtig besteuert würde und über die Art der Rückverteilung kann man debattieren...

Bedingungsloses Grundeinkommen?
Bedingungsloses Grunderbe?
Gratis Studium für alle?
Einkommen nicht mehr besteuern?
Bedingtes Startkapital?

...aber das ist ja alles böser kommunismus!
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RightIsWrong
02.12.2025 18:32registriert November 2023
Ohje, volle Ablenkung.
Mit 250 Stutz oder auch 1000 kommt man genau nirgends hin.

Der Trump Plan ist vor allem für den Kapitalmarkt und bläst den noch weiter auf.

Unglaublich, wie die Leute auf diesen Scheiss reinfallen. Echte Steuern und gute Bildung und medizinische Versorgung für alle wär z.b. was ernsthaftes.

Aber man stützt lieber weiter die Oligarchen und den Feudalismus...
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Snowy
02.12.2025 18:34registriert April 2016
Löblich.

Aber solange Milliardäre, wie er (und Bill Gates, Musk, Bezos etc) sich nicht auch für gerechte Steuern einsetzen, ist dies alles lediglich ein Tropfen auf den heissen Stein und vor allem Self-PR in „bester“ angelsächsischer Tradition.

Und Milliardäre, welche gerechte Steuern fordern für ihresgleichen gibt es sehr wohl: Zum Beispiel Waren Buffet oder Richard Branson. Oder wie wir seit neuestem Wissen auch unser Fredy Gantner.
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