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JD Vance besucht Viktor Orban in Ungarn

Unterstützung im Wahlkampf: JD Vance besucht Viktor Orban in Budapest

07.04.2026, 07:5507.04.2026, 07:55

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn erwartet Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban den US-Vizepräsidenten JD Vance in Budapest. Der Gast aus Washington will heute Abend bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Orban in einem Budapester Sportzentrum eine Rede halten, deren Thema nach Angaben des Weissen Hauses die «reichhaltige» bilaterale Partnerschaft sein soll. Vor dem gemeinsamen Auftritt wollen Vance und Orban bilaterale Gespräche führen.

FILE - Vice President JD Vance, left, listens as Hungary's Prime Minister Viktor Orban speaks during a meeting in the Cabinet Room of the White House, Friday, Nov. 7, 2025, in Washington. (AP Pho ...
JD Vance und Viktor Orban bei einem Treffen im November.Bild: keystone

Von Vances Besuch erhofft Orban sich höhere Chancen für einen Wahlsieg. Umfragen signalisieren seit Monaten, dass der Rechtspopulist die Wahl am kommenden Sonntag verlieren könnte.

Es wird erwartet, dass Vance seinem Gastgeber im Namen von US-Präsident Donald Trump Unterstützung bekundet. Denn Orban pflegt seit langem gute Beziehungen zu Trump. Beobachter zweifeln allerdings daran, dass dieser Auftritt wahlentscheidend sein könnte.

Trump hofft, dass Orban die Wahl gewinnt

Zuletzt hatte Trump im März dieses Jahres seine Unterstützung für Orban bekundet: «Er (Orban) hat meine völlige und totale Zustimmung», sagte Trump in einer Video-Botschaft an eine Konferenz in Budapest, an der auch Orban teilnahm. «Ich hoffe, dass er (die Wahl) gewinnt, und zwar haushoch», sagte Trump weiter. Orban sei ein «starker Führer».

KEYPIX - epa12510902 US President Donald Trump (L) welcomes Hungary's Prime Minister Viktor Orban (R) to the White House in Washington DC, USA, 07 November 2025. The two are expected to discuss t ...
Donald Trump wirbt offen für Viktor Orban.Bild: keystone

Bereits vor Trumps Wiederwahl zum US-Präsidenten hatten sich seine Kontakte mit Orban verstärkt. Zweimal besuchte der Ungar Trump 2024 in dessen privater Residenz in Mar-a-Lago in Florida: Im März rühmte Orban seinen Gastgeber als «Präsident des Friedens», der ein baldiges Ende des russischen Kriegs gegen die Ukraine herbeiführen werde.

Nur wenige Monate später, im Juli 2024, läutete Orban mit einem weiteren Besuch bei Trump die damals beginnende turnusmässige EU-Ratspräsidentschaft seines Landes ein – nur eine Woche nach einem Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau. Erneut rühmte Orban dabei Trump als Friedensstifter.

Orban trotz Misstönen Gefolgsmann Trumps

Einen kleinen Misston brachte allerdings Orbans Visite bei Trump im Weissen Haus im November 2025. Anschliessend hatte der ungarische Regierungschef seiner Delegation gesagt, dass sein Land nun im Falle eines «spekulativen oder politischen Angriffs» aus dem Ausland auf «einen amerikanischen Finanzschutzschild zählen» könne, wie regierungsnahe ungarische Medien damals berichteten. Tage später nannte Orban in einem Interview auch die Summen, die er aus den USA erhoffe: 10 bis 20 Milliarden US-Dollar oder Euro. Trump erklärte später, dass er keine Finanzmittel in Höhe von bis zu 20 Milliarden Dollar zugesagt habe. «Nein, ich habe ihm das nicht versprochen, aber er hat sicherlich danach gefragt», sagte er dem Nachrichtenportal «Politico».

Dennoch zeigte sich Orban weiter als Gefolgsmann des US-Präsidenten: Als einziger EU-Regierungschef nahm er als Vollmitglied an der ersten Sitzung von Trumps umstrittenem «Friedensrat» (Board of Peace) teil. (dab/sda/dpa)

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