International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Barack Obama speaks during a news conference in the Brady press briefing room at the White House, Monday, Nov. 14, 2016, in Washington. (AP Photo/Andrew Harnik)

Hielt vor seiner Abschiedsreise durch Europa eine Pressekonferenz im Weissen Haus: Barack Obama.  Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

Obama über Trump: «Letzten Endes ist er pragmatisch»

Obama zeigt sich in den letzten Tagen seiner Amtszeit weiterhin optimistisch. Eine «verdammte Sache» bereut er jedoch.



US-Präsident Barack Obama hat vor seiner letzten Auslandsreise im Amt den NATO-Partnern in Europa Kontinuität in Aussicht gestellt. Er sei zuversichtlich, dass es keine Abschwächung in den Binnenbeziehungen des Militärbündnisses gebe, sagte Obama am Montag in Washington.

Sein designierter Amtsnachfolger Donald Trump habe im Gespräch grosses Interesse am Erhalt der strategischen Kernbeziehungen geäussert. Obama scheidet nach acht Amtsjahren am 20. Januar aus dem Amt. Er wird am 17. November zu seinem sechsten Deutschlandbesuch in Berlin erwartet. Zuvor reist er nach Athen. Trump hatte im Wahlkampf die NATO-Beziehungen mehrfach in Frage gestellt.

Im Weissen Haus blieb Obama bei seiner Linie, seinen Nachfolger auch nach einem extrem kontroversen Wahlkampf nicht hart anzugehen, sondern eine integrierende Botschaft auszusenden. Trumps vielfach kritisierte Entscheidung, den Nationalisten Stephen Bannon zum Chefstrategen im Weissen Haus zu machen, wollte Obama nicht kommentieren.

Pragmatiker Trump

Obama sagte zu seiner Begegnung mit Trump in der vergangenen Woche: «Wir hatten eine herzliche Unterhaltung. Das hat mich zu einem gewissen Grad überrascht, denn natürlich ist er jemand, der sehr gesellig ist, der die Dinge gerne aufmischt. (...) Ich glaube nicht, dass er ideologisch ist. Ich denke, letzten Endes ist er pragmatisch.»

Er sei sich sicher, dass Trump versuchen werde, der Präsident aller US-Bürger zu sein, sagte Obama. Trump meine es ernst damit, ein gutes Staatsoberhaupt zu werden. Er forderte seinen Nachfolger zu «Zeichen der Einigkeit» auf. Nach dem erbitterten Wahlkampf seien diese nun nötig. Es sei erforderlich, den Minderheiten, den Frauen und all den anderen, die besorgt über den Tonfall im Wahlkampf gewesen seien, die Hand zu reichen.

Über Charakter nachdenken

Weiter legte Obama seinem designierten Nachfolger nahe, über dessen Charakter nachzudenken: «Es gibt bestimmte Teile seines Naturells, die ihm nicht gut tun werden, solange er sie nicht anerkennt und korrigiert», sagte er.

«Dieses Amt hat eine Art, dich aufzuwecken», sagte Obama. «Die Realität hat eine Art, sich bemerkbar zu machen.»

Seine eigenen Mitarbeiter seien bereit, die Übergabe der Amtsgeschäfte zu beschleunigen. Aber auch danach werde es eine Kontinuität geben, die fortbestehen werde.

Bedauern über Guantánamo

Obama bedauerte, dass er das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo nicht auflösen konnte. «Es ist richtig, dass ich nicht in der Lage war, das verdammte Ding zu schliessen», sagte er.

Obama stellte in Aussicht, dass in seinen verbliebenen Wochen im Amt weitere Häftlinge entlassen werden könnten. Derzeit befinden sich noch 60 Insassen in dem Lager auf Kuba, von denen 20 die Freigabe zur Entlassung oder zum Transport in ein anderes Land haben. Zehn Häftlinge müssen sich vor Militärtribunalen verantworten oder wurden bereits verurteilt. Die übrigen Männer will die US-Regierung nicht freilassen, weil sie sie für zu gefährlich hält. (cma/sda/dpa/afp/reu)

Die besten Bilder von Barack Obama

Das könnte dich auch interessieren:

«Dieses Land ist beinahe am Ende»: Grossbritannien wählt – und ist zerrissen

Link zum Artikel

Die grösste Überraschung bei «Jumanji 2»? Sie haben es nicht (ganz) verbockt!

Link zum Artikel

Die Grossen in der Champions League unter sich – jetzt haben sie, was sie immer wollten

Link zum Artikel

Wann ist krank wirklich krank?

Link zum Artikel

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Dieses Land ist beinahe am Ende»: Grossbritannien wählt – und ist zerrissen

70
Link zum Artikel

Die grösste Überraschung bei «Jumanji 2»? Sie haben es nicht (ganz) verbockt!

6
Link zum Artikel

Die Grossen in der Champions League unter sich – jetzt haben sie, was sie immer wollten

54
Link zum Artikel

Wann ist krank wirklich krank?

115
Link zum Artikel

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

105
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

10
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

28
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

182
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

52
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

48
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

«Dieses Land ist beinahe am Ende»: Grossbritannien wählt – und ist zerrissen

70
Link zum Artikel

Die grösste Überraschung bei «Jumanji 2»? Sie haben es nicht (ganz) verbockt!

6
Link zum Artikel

Die Grossen in der Champions League unter sich – jetzt haben sie, was sie immer wollten

54
Link zum Artikel

Wann ist krank wirklich krank?

115
Link zum Artikel

Eine Enttäuschung für Cassis und Rytz. Nun darf es nicht einfach so weitergehen

105
Link zum Artikel

So würde Online-Shopping im «Real Life» aussehen

10
Link zum Artikel

Die Generation Z bestimmt die grössten globalen Probleme – und es ist nicht nur das Klima

28
Link zum Artikel

Ta-ta-ta-taaaa: PICDUMP Nummer 300 ist da! 🎉

182
Link zum Artikel

SBB-Chef Ducrot ist der «Anti-Meyer» – aber mit einem dicken Tolggen im Reinheft

52
Link zum Artikel

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

48
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

158
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

62
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. D. 15.11.2016 08:54
    Highlight Highlight Mr. President,
    ich hoffe Sie haben recht.
    Sehr staatsmännisch, wie Sie die Amtsübergabe angehen.
  • NumeIch 15.11.2016 08:33
    Highlight Highlight Stop it! This is not normal!
  • Scaros_2 15.11.2016 08:23
    Highlight Highlight Schlussendlich ist und bleibt Obama einem einfach symphatisch.
    • Scaros_2 15.11.2016 10:25
      Highlight Highlight Du missverstehst da glaub ich etwas. Ich rede von ihm als Person und nicht von ihm als Präsident. Er hat vielleicht als Oberhaupt des Militärs und Präsident viele Personen auf dem Gewissen. Das ändert aber nichts an ihm als Person. Ich empfehle dir hier ein wenig differenzierung. Wenn du als CEO mehrere Tausend Personen entlassen musst bist du auch als CEO der Arsch - denoch kannst du ein ganz liebevoller Mensch sein der einfach diesen Entscheid fällen musste da sonst die Firma bachab geht. Jeder hat seine Laster mit solchen Dingen aber das macht einem nicht zum schlechten Menschen!
  • lilie 15.11.2016 08:08
    Highlight Highlight Ich bin grosser Fan von Obama. Ich finde es grossartig, wie er sich darum bemüht, den Übergang so konstruktiv zu gestalten wie möglich - und das, nachdem er Trump sehr deutlich als "ungeeignet für das Amt" bezeichnet hat.

    Der Tonfall im Weissen Haus wird sich nun auf jeden Fall ändern. Ein kleines Beispiel gabs schon: Obama sagte "the darn thing" (etwa: das vermaladeite Ding) - Trump hätte natürlich gesagt "the damn thing" (das verdammte Ding).

    Ich wette, er wird genug Gelegenheit zum Fluchen haben in seinem neuen Job. Obama sagte ja sehr deutlich, wie man mit der Realität konfrontiert wird.
  • FrancoL 15.11.2016 08:04
    Highlight Highlight "Er sei sich sicher, dass Trump versuchen werde, der Präsident aller US-Bürger zu sein, sagte Obama. Trump meine es ernst damit, ein gutes Staatsoberhaupt zu werden"

    Dass Trump sich als gutes Staatsoberhaupt sieht, sich als den besten POTOS sehen wird das glaube ich ihm gerne. Er rühmt sich ja indirekt auch ein super Geschäftsmann zu sein und da haben viele grosse Bedenken bei seinen Leistungen.

    Doch was er sicherlich nicht sein wird: Der Präsident aller US-Bürger. Da hat er entschieden zuviel Gräben aufgerissen und zudem hat der Mann doch ein ordentliches Problem mit Frauen.
  • rodolofo 15.11.2016 07:16
    Highlight Highlight Barak Obama sieht das Gute in den Menschen, weil er selber so ist.
    Im Treffen mit ihm wurde Trump überraschenderweise "handzahm" und sehr freundlich.
    Das bestätigte wieder den Eindruck von Trump als "Chamäleon", das immer die Farbe seiner Umgebung annehmen kann, und das solchermassen getarnt überlebt und Erfolg hat.
    So gesehen müssten die Demokraten ihre Aversion gegen "The Donald" vielleicht überdenken!
    Denn wenn sie aggressiv gegen ihn auftreten, wird er sie imitieren und ebenfalls aggressiv werden.
    Wenn sie ihn annehmen, wie Barak Obama das getan hat, wird er ganz lieb, wie ein Teddybär...

Greta Thunberg zur «Person of the Year» gekürt

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde vom US-amerikanischen «Time»-Magazin zur Person des Jahres gekürt. Damit ist sie die jüngste Person, die je mit diesem Titel gewürdigt wurde.

Zur Begründung erklärte das US-Nachrichtenmagazin am Mittwoch, der 16-Jährigen sei es gelungen, «Sorgen über den Planeten in eine weltweite Bewegung zu verwandeln, die einen globalen Wandel verlangt».

Edward Felsenthal, CEO und Chefredaktor des «Time»-Magazins, schrieb zu der Entscheidung auf Twitter:

Thunberg …

Artikel lesen
Link zum Artikel