International
USA

Schüsse am Filmset: Waffenmeisterin von «Rust» kommt nicht frei

Schüsse am Filmset: Waffenmeisterin von «Rust» kommt nicht frei

30.09.2024, 21:5030.09.2024, 21:50
FILE - Hannah Gutierrez-Reed, the former armorer for the Western film "Rust," listens to closing arguments in her trial at district court, Wednesday, March 6, 2024, in Santa Fe, N.M. The mov ...
Hannah Gutierrez-Reed im Gerichtssaal.Bild: keystone

Die wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilte Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed kommt vorerst nicht auf freien Fuss. Richterin Mary Marlowe Sommer lehnte einen Antrag auf Freilassung ab, wie das Gericht in Santa Fe (New Mexico) bekanntgab. Sie sprach sich auch gegen ein neues Verfahren aus. Gutierrez-Reed war im März von Geschworenen schuldig gesprochen und später von der Richterin zu der höchstmöglichen Haftstrafe verurteilt worden.

Bei dem Western «Rust» mit Hauptdarsteller Alec Baldwin war die junge Frau für Waffensicherheit am Set zuständig. Bei Proben im Oktober 2021 wurde die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzt, als sich ein Schuss aus einer Requisitenwaffe löste, die von Baldwin bedient wurde. Gutierrez-Reed hatte den Revolver, der scharfe Munition enthielt, geladen. Die Anklage hielt ihr vor, Sicherheitsvorkehrungen missachtet und die Patronen nicht geprüft zu haben. Die Frage, wie die scharfe Munition ans Set gelangte, ist bis heute nicht geklärt. Sowohl Gutierrez-Reed als auch Baldwin hatten die Schuld an dem Vorfall wiederholt von sich gewiesen.

Baldwin war in einem separaten Verfahren ebenfalls wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Doch im Juli stellte Richterin Sommer den bereits angelaufenen Prozess überraschend ein. Die Verteidiger hatten der Staatsanwaltschaft die Vorenthaltung von Beweismitteln und damit grobes Fehlverhalten vorgeworfen.

Die Anwälte von Gutierrez-Reed haben mehrfach Berufung gegen das Schuldurteil gegen die Waffenmeisterin eingelegt, sind bisher aber mit Anträgen auf Freilassung oder auf ein neues Verfahren immer gescheitert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
22 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22
«Bei Operationen muss man Handschuhe und Betäubungsspritze selbst auftreiben»
Seit 2022 lebt Martin S. gemeinsam mit seiner Frau Maria einen Teil des Jahres auf Kuba. In einem Interview erzählt er von den Folgen der Ölembargos, der Stromknappheit und dem Leben auf Kuba.
Die jahrzehntelangen Spannungen zwischen den USA und Kuba haben sich wieder verschärft. Spätestens seit Donald Trumps Angriff auf Venezuela und der Verhaftung von dessen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro gerät der lateinamerikanische Sozialismus verstärkt unter Druck. Seit Dezember 2025 liess Trump Kuba vom Öl abschneiden. Nebst dem Ausbleiben des Öls deutete er schon mehrmals eine Übernahme der Insel an.
Zur Story