DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Modemogul Peter Nygard verhaftet: 57 Frauen werfen ihm Missbrauch vor

16.12.2020, 11:0716.12.2020, 12:51

Der frühere Modeunternehmer Peter Nygard ist wegen sexueller Übergriffe, Erpressung und weiteren Verbrechen festgenommen worden, wie die Bundesstaatsanwälte in Manhattan am Dienstag bekannt gaben.

Bild: keystone

Der 79-Jährige soll in einem Zeitraum von 25 Jahren den Einfluss seines Bekleidungsunternehmens genutzt haben, um Frauen zu sexuellen Handlungen mit ihm sowie mit Freunden und Geschäftspartnern zu zwingen. Den Vorwürfen zufolge habe Nygard sich häufig Frauen aus ärmeren Verhältnissen oder solche, die bereits in der Vergangenheit Opfer von Missbrauch geworden sind, ausgesucht. Darunter auch Minderjährige. Er soll ihnen falsche Versprechen wie Karrieremöglichkeiten sowie finanzielle Unterstützung gemacht haben.

Bereits Anfang des Jahres fanden in den Büros des Modelabels Nygards Razzien statt, nachdem zehn Frauen eine Sammelklage eingereicht hatten. Nach Bekanntgabe der Vorwürfe zog er sich aus dem Unternehmen zurück. Im März meldete er Insolvenz an.

Mittlerweile haben sich 57 Frauen der Klage angeschlossen. Teilweise sollen die Taten bereits im Jahr 1977 stattgefunden haben. Einige der Frauen gaben an, zur Tatzeit minderjährig gewesen zu sein, wie BBC News berichtet.

Nygard gründete 1967 das Unternehmen Nygard International, welches Damenbekleidung herstellte. Er wurde in Helsinki geboren. Mit seiner Familie wanderte er im Kindesalter nach Kanada aus. In den 70er Jahren war er einmal kurz verheiratet. Er hat mit vier verschiedenen Frauen sieben Kinder.

Nach einer Anhörung in Kanada wurde der frühere Modemogul am Dienstag verhaftet. Der nächste Gerichtstermin steht am 13. Januar 2021 an. Seine Anwälte wiesen die Vorwürfe zurück und versuchen, eine Freilassung gegen Kaution zu beantragen.

(cst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

MeToo: Weinstein, der Skandal und seine Folgen

1 / 18
MeToo: Weinstein, der Skandal und seine Folgen
quelle: ap/ap / damian dovarganes
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Boreas und der «unnötig grobe» Kermit: 5 Metaphern aus Johnsons absurd-komischer Klimarede

Der britische Premier Boris Johnson ist berühmt für seine absurd-komischen Reden. Auch am Mittwochabend hat er bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York eine solche gehalten – und sie dem Klimawandel gewidmet.

Trotz aller Komik hatte die Klima-Rede von Johnson einen ernsten Hintergrund. Hier sechs absurde Metaphern aus seiner Rede, die die Klimakrise auf den Punkt bringen:

«It is time for humanity to grow up.» «Es ist an der Zeit, dass die Menschheit erwachsen wird.»

Boris Johnson …

Artikel lesen
Link zum Artikel