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Ukraine: Selenskyj wirft Witkoff und Kushner Respektlosigkeit vor

Selenskyj wirft Witkoff und Kushner Respektlosigkeit vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vor der Ukraine vorgeworfen.
21.04.2026, 04:1621.04.2026, 04:16

«Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen», sagte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm. Er verstehe zwar die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland, doch würden auch andere nach Kiew reisen. Mit Blick auf einen solchen Besuch vor Ort sagte Selenskyj: «Das brauchen nicht wir, sondern sie.» Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei.

Ukraine's President Volodymyr Zelenskyy and U.S. Special Envoy Steve Witkoff gather for a family photo at the Chancellery in Berlin, Monday, Dec. 15, 2025. (Lisi Niesner/Pool Photo via AP)
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Wolodymyr Selenskyj und Steve Witkoff im Dezember in Berlin.Bild: keystone

Selenskyj lehnte erneut einen von Russland geforderten Abzug aus den ostukrainischen Gebieten Luhansk und Donezk ab. «Das wäre fraglos für uns strategisch gesehen eine Niederlage», sagte das Staatsoberhaupt. Ohne die Befestigungsanlagen und die ausgebaute Verteidigungslinie würde die Ukraine schwächer werden. Ein angeordneter Rückzug würde auch die ukrainische Armee moralisch schwächen. Für Selenskyj sei ein Kriegsende am schnellsten über einen Waffenstillstand entlang der aktuellen Frontlinie erreichbar.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Zwar drängt Washington die Kriegsparteien seit Monaten zu einem Friedensschluss. Jedoch ruhen die Verhandlungen aufgrund des Iran-Kriegs seit Februar. Zuvor waren Witkoff und Kushner bereits mehrfach zu Gesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau gereist. Ein für nach dem orthodoxen Osterfest erwarteter Besuch wäre der erste in Kiew gewesen. Bislang fand er aber nicht statt. Das orthodoxe Osterfest wurde am 12. April gefeiert. (sda/dpa)

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N. Y. P.
21.04.2026 06:00registriert August 2018
Zuvor waren Witkoff und Kushner bereits mehrfach zu Gesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin nach Moskau gereist.

Was für eine Respektlosigkeit. Eigentlich müsste die USA, also Trump, hinter der Ukraine stehen. Oder wenigstens Vermitteln. Nichts von alledem findet statt. Trump und MAGA stehen an der Seite Russlands.

Nun denn, das Knowhow der Ukraine wird immer offensichtlicher im Momentum. Es kippt zugunsten der Ukraine.

Ich fände ein Interview mit Köppel SVP sehr spannend. Bring ihr das hin?
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Chrisbe
21.04.2026 06:10registriert Oktober 2019
Bei Putin müssen sie keinen Hehl daraus machen, dass es ihnen Vorrangig ums Business geht und nicht um Frieden.
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IisiPiisi
21.04.2026 06:06registriert März 2019
Nun ist bestimmt nicht der Moment, irgendwo nachzugeben. Die Ruzzen schmerzen wo’s geht und Europa muss Rückgrat und Mut zeigen. Und in derer Strategie die heutige USA als Feind betrachten und so behandeln, das ist der Wahrheit in die Augen schauen.
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