International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Twitter sperrt US-Rechtspopulist Alex Jones jetzt doch – vorübergehend



FILE - In this April 17, 2017, file photo,

Alex Jones. Bild: AP/Austin American-Statesman

Als letzte grosse Social-Media-Plattform hat nun auch Twitter das Konto von US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones gesperrt – zumindest vorübergehend.

Weil er gegen die Richtlinien des Kurznachrichtendienst verstossen habe, dürfe Jones auf seinem persönlichen Konto sieben Tage lang keine Inhalte veröffentlichen oder weiterverbreiten, berichtete die «New York Times». Jones hat etwa 890'000 Follower bei Twitter.

So sieht das bei Alex Jones aus:

Demnach hatte der rechtspopulistische Journalist ein Video verlinkt und Unterstützer dazu aufgerufen, ihre «Kampfgewehre» unter anderem gegen Medien bereitzuhalten. Der Twitter-Auftritt von Jones umstrittener Website «Infowars» ist demnach nicht betroffen.

Zuletzt hatten alle wichtigen Online-Plattformen Jones umstrittene Botschaften ganz oder teilweise aus ihrem Angebot genommen. Nachdem Apple und Spotify dessen «Infowars»-Podcasts löschten, entfernte auch Facebook vier seiner Seiten.

«Apple duldet keine Hassrede», hiess es bei dem US-Konzern. Facebook nannte die Verherrlichung von Gewalt als einen Grund. Zudem nutze Jones eine entmenschlichende Sprache, um Transgender, Muslime und Immigranten zu beschreiben. Auch der Alex-Jones-Channel auf YouTube mit mehr als 2,4 Millionen Abonnenten ist nicht mehr abrufbar.

Der Journalist aus Texas hatte in der Vergangenheit unter anderem verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden oder dass der Klimawandel ein Mythos sei.

Allein Twitter hatte Jones weiterhin eine Plattform geboten – und war deshalb zunehmend unter Druck geraten. Erst in der vergangenen Woche hatte Twitter-Chef Jack Dorsey seinen Kurs verteidigt: «Wir haben Alex Jones oder Infowars gestern nicht gesperrt. Wir wissen, dass das für viele hart ist, aber der Grund ist einfach: er hat unsere Regeln nicht verletzt», schrieb er Anfang August auf Twitter. Sollte er das tun, würde man gegen ihn vorgehen. (sda/dpa)

Fake News – So einfach ist es heutzutage alle zu täuschen

Play Icon

Video: srf

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fake-Fotos nicht zeigen

Diese Bilder haben uns 2015 schockiert und verblüfft – und alle waren sie gefälscht

Link to Article

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fotos nicht zeigen

Link to Article

Bilder, die lügen 

Link to Article

Bilder manipulieren leicht gemacht – wie Photoshop unseren Blick auf die Realität verändert

Link to Article

Bilder lügen nicht? Doch, wie diese falschen Gerüchte über den Terror in Paris zeigen

Link to Article

Der Böhmermann unter den Finsternis-Fotos: Dieses Bild narrt die Welt – schon seit 2009 

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Frank Morgan III 15.08.2018 22:34
    Highlight Highlight Nachdem so viele Augen auf Herr Jones gerichtet sind, darf ich doch erwarten, dass sich ein Clip finden lässt, in welchem er zur im Artikel erwähnten Gewalt aufruft. Ich meine es ist gut möglich, dass er dies tut, ich würde nur gern den Clip sehen, welchen ich nach kurzer Suche nicht finden konnte. Allgemein zu Jones : Ich habe seine Inhalte selten konsumiert und wenn, dann nur zur Belustigung. Ich glaube er hat so seine psychischen Probleme. Aber verbannen alle sozialen Netzwerke diesen Gentleman innert weniger Stunden, bestätigt man schon fast eine Verschwörung...
  • Ramon Pokemon 15.08.2018 17:39
    Highlight Highlight Twitter und co sind private Unternehmen, keinen kann Ihnen verbieten Accounts zu sperren. Jedoch ist fraglich ob sie sich damit einen Gefallen gemacht haben. Bis jetzt konnten sie sich darauf berufen nur eine Platform zu bieten und für den geposteten Inhalt nicht verantwortlich zu sein. Damit ist es nun vorbei.
  • Arneis 15.08.2018 14:14
    Highlight Highlight Jetzt noch die Provider, dann ist Ruhe.
  • Magnum 15.08.2018 13:56
    Highlight Highlight Mit dem Aufruf an seine durchgeknallten Anhänger, Kampfgewehre gegen Medien bereit zu halten, ist Alex Jones nun sogar für Twitter zu weit gegangen. Der Angriff auf die Redaktion der Capital Gazzette in Annapolis von Ende Juni ist sechs Wochen her, und Jones erlaubt sich einen solchen Aufruf? Zur Hölle mit diesem Hassprediger - und ja: Ein Einreiseverbot in die Schweiz wäre dringend angebracht, bevor Rüdiger Köppel noch auf die Idee kommt, ihm in der Schweiz eine Bühne zu bieten.
    • Echo der Zeit 15.08.2018 19:32
      Highlight Highlight Das würde ich Köppel absolut zutrauen - und wenn nicht Köppel dann Sasek oder Ganser.
  • fczzsc 15.08.2018 13:01
    Highlight Highlight Was für Richtlinien wendet Twitter bei Trump an, wo Verunglimpfungen, Unwahrheiten an der Tagesordnung sind und Finanzmärkte ungestraft manipuliert werden?
  • walsi 15.08.2018 12:55
    Highlight Highlight So viel zum Thema freie Meinungsäusserung. Entweder hat er sein Recht auf freie Meinung ausgeübt oder er hat gegen Gesetzte verstossen, z.B. üble Nachrede. Auch wenn er völligen Unsinn geäussert hat ist es immer noch seine freie Meinung die er äussern darf. Wenn er gegen kein Gesetz verstossen hat machen die Sperrungen wenig Sinn. Insbesondere in Anbetracht der Tatsachen, dass es andere User auf Twitter & Co. gibt die noch viel extremeres äussern, deswegen aber nicht gesperrt werden. Die Sperrungen drücken ihn eine Opferrolle.
    • swisskiss 15.08.2018 13:44
      Highlight Highlight walsi: Die Opferrolle nimmt der Jones samt seinen rechten Mitkämpfer seit Jahren selber gerne ein. Mal seine Tiraden gegen die "liberalen Kräfte des deep state" anhören.

      Ueber die Einschränkung der Meinungsfreiheit kann ich nur lachen, wenn man einer Clinton ungestraft vorwerfen darf, eine Phädophilenring zu leiten, aber bestraft wird, wenn man eine nackte Brust zeigt.

      Alex Jones ist nur das Resultat einer Gesellschaft, die schon lange den moralischen Kompass weggelegt hat.

      Da sollte man solche Brandstifter nicht mundtot machen, sondern im Gegenteil mit allen Kräften den Spiegel vorhalten!
    • roger.schmid 15.08.2018 13:55
      Highlight Highlight Tatbestand üble Nachrede ist sehr wohl erfüllt. Er bezichtigte die trauernden Eltern der erschossenen Kindern Schauspieler zu sein. Sie wurden deswegen so massiv bedroht und beschimpft, dass sie mehrmals umziehen mussten.
    • Juliet Bravo 15.08.2018 14:28
      Highlight Highlight Zu konkreter Gewalt aufzurufen ist sicher NICHT freie Meinungsäusserung. Sondern eben: ein Aufruf zur Gewalt. Du bist schon sehr auf Abwegen lieber Freund!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sebastian Wendelspiess 15.08.2018 12:34
    Highlight Highlight Sowas ist fair? Finde ich nicht oke, auch wenn man seine Ansichten nicht teilt. Komplette Zensur eines Kritikers kennt man doch nur aus autokratischen Staaten ;-)
    • Magnum 15.08.2018 13:59
      Highlight Highlight Sebastian, lies doch bitte mal den Artikel. Alex Jones hat seine verpeilten Anhänger aufgefordert, ihre Kampfgewehre für die (Mainstream-)Medien klar zu machen. Das hat mit Meinungsäusserungsfreiheit wenig bis nichts zu tun. Das ist ein Aufruf zu Gewalt. Und jetzt geh mal ganz schnell Annapolis googeln.
    • Fabio74 15.08.2018 19:38
      Highlight Highlight Wer zu Hass und Gewalt aufruft ist erstmal kein Kritiker.
    • swisskiss 16.08.2018 04:29
      Highlight Highlight Sebastian : Da hast Du wohl ein intellektuelles Problem, zu erkennen, was Kritik an einem autokratischen System ist und was Unterstützung für einen Autokraten mit dem Aufruf zur Gewalt ist und den Unterschied von Kritik und dem Aufruf zur Gewalt.

      Deine Aussage ist so hohl, wie wenn man die IS-Propagandaseiten als Kritik am westlichen Lebensstil bezeichnet.

      Man kann Kritik am politischen Gegner äussern, ohne dass man wilde Verschwörungstheorien verbreitet, oder den politischen Gegner aufs Äusserste diffamiert.

      Es wird Zeit, dass Jones für solches Verhalten zur Rechenschaft gezogen wird.
    Weitere Antworten anzeigen

Bist du bereit für den epischsten Mittelfinger-Fight aller Zeiten?

Wenn zwei Hipster in New York streiten, freut sich das Internet. Diesen epischen Kampf musst du einfach gesehen haben, es lohnt sich, versprochen!

Hey, es ist schliesslich bald Weihnachten ... ✌️

Bald 13 Millionen Mal wurde das bei Twitter geteilte Video inzwischen angeschaut. Zu den Hintergründen ist nicht viel bekannt. Wir wissen also nicht, was der Grund für den Streit war. Oder war's «nur» eine hollywoodreife Darbietung?

(dsc, via diepresse.com)

Artikel lesen
Link to Article