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Authorities cordon off a part of the sidewalk in the 5100 block of E. 42nd Street in Odessa, Texas, Saturday, Aug. 31, 2019. Several people were dead after a gunman who hijacked a postal service vehicle in West Texas shot more than 20 people, authorities said Saturday. The gunman was killed and a few law enforcement officers were among the injured. (Mark Rogers/Odessa American via AP)

Fünf Menschen kamen durch einen Amokschützen ums Leben. Bild: AP

Fünf Tote durch herumfahrenden Amokschützen in Texas



Im US-Bundesstaat Texas sind am Samstag fünf Menschen durch einen herumfahrenden Amokschützen getötet und 21 weitere Personen verletzt worden. Der Täter sei kurz nach den Taten in den Städten Midland und Odessa durch Polizisten erschossen worden.

Dies schrieb die Polizei Midland via Facebook am Samstag (Ortszeit). Es gebe zudem keine Hinweise auf einen zweiten Täter, führte die zuständige Polizei am Samstagabend an eine Pressekonferenz weiter aus. Dies hatten die Sicherheitskräfte zunächst nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen dauerten aber noch an, erklärte die Polizei.

Über das Motiv des Schützen und die Hintergründe könne derzeit noch nichts gesagt werden, erklärte der Bürgermeister von Midland, Jerry Morales, gegenüber dem Fernsehsender CNN.

Polizisten verletzt

Medienberichten zufolge sind mindestens drei der Verletzten in einem kritischen Zustand. Unter den 21 Verletzten sollen auch drei Polizisten sein.

Der Zwischenfall habe mit einer normalen Verkehrskontrolle des Verdächtigen begonnen. Bei dem benutzten Fahrzeug habe es sich um einen gestohlenen Post-Transporter gehandelt.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Justizminister William Barr habe ihn über den Vorfall informiert. Die Bundespolizei FBI befasse sich mit dem Fall.

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, verurteilte den Zwischenfall als «sinnlosen und feigen Angriff». Er werde nicht zulassen, dass Texas von «Hass und Gewalt» überzogen werde, erklärte er. Er werde morgen nach Odessa reisen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu verschaffen.

«Epidemie» von Angriffen

Der US-Politiker Beto O'Rourke, der sich als Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei bewirbt, schrieb angesichts des erneuten Schusswaffenangriffs bei Twitter, «diese Epidemie» müsse beendet werden. Den Menschen in Texas, die einen solchen Angriff erneut ertragen müssten, sprach er seine Anteilnahme aus.

In den USA, wo Waffen in der Regel sehr leicht zu kaufen sind, kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Schützen in Schulen, Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten auf Passanten feuern. Tausende Menschen sterben jedes Jahr infolge von Schusswaffengebrauch. Erst Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren ein regelrechtes Blutbad angerichtet. Insgesamt wurden 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Fälle in El Paso und Dayton befeuerten die seit Jahren anhaltende Debatte über das Waffenrecht in dem Land. (mim/sda/reu/afp/dpa)

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Amoklauf in El Paso, Texas

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 01.09.2019 14:37
    Highlight Highlight Ausgerechnet auf den heutigen 1.September treten im Bundesstaat Texas neue, erleichterte Gesetze zum Waffentragen und zur Aufbewahrung von Waffenin Kraft.
    https://pointblankchl.com/new-texas-gun-laws-in-2019/

    Die National Rifle Association, die Politiker kauft, applaudiert. Mein Schwager, seine Frau und meine zwei Neffen die in Pecos (130km von Midlands) leben, werden sich in 6 Std., bei Ladenöffnung mit Schnellfeuer-gewehren, automatischen Pistolen und einer Sniper-Rifle mit 10-Schuss Magazin im Kaliber .50 für den Kirchengang aufrüsten. Just in case.
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  • Kong 01.09.2019 13:17
    Highlight Highlight Sarkastisch... aber treffend für das Mindset mit dem 2nd Amendment...
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  • Graf Zacharias von Zitzewitz 01.09.2019 12:01
    Highlight Highlight Vergesst nicht, liebe Leser:
    An allen Amokläufen sind Videospiele schuld. Sagt zumindest die US-Regierung.
  • Victor Paulsen 01.09.2019 10:19
    Highlight Highlight Irgendetwas muss sich ändern
    • Graf Zacharias von Zitzewitz 01.09.2019 13:41
      Highlight Highlight Solange die Regierung der NRA hörig ist wird sich ein feuchter Kehricht ändern.

      Aber keine Angst, Rettung naht!
      WalMart hat die Abteilung mit den Gewalttätigen Videospielen zensiert. Nun wird alles besser!

      Needless to say, dass die Abteilung mit den Jagdwaffen nach wir vor offen ist...
  • marel 01.09.2019 09:11
    Highlight Highlight Ist es eigentlich nötig, jedem Irren, der um sich ballert, noch eine weltweite Aufmerksamkeit zu schenken? Sind Amokläufer tatsächlich von öffentlichem Interesse? Bei Selbstmorden hat sich die Presse mal geeinigt, nicht zu berichten, weil es nachweislich Nachahmer gibt. Wäre schön, Ihr würdet euch auch bei solchen Geschichten mal wieder selber in Eurer Arbeit reflektieren und fragen, was denn wirklich einen Nachrichtenwert hat.
  • 03_szust 01.09.2019 07:52
    Highlight Highlight Täglich grüsst das Murmeltier.
    Das ist einfach nur noch traurig...
    Wenn man in so einer Frequenz irgendwelche Amokmeldungen aus einem Land bekommt, dann muss da doch was einfach ganz grob falsch laufen.

    Liebe Amerikaner, bitte kriegt eure Waffengesetze endlich auf die Reihe, das kann man doch echt nicht mehr verteidigen.

    Ah ne Moment, ist ja Amerika...
    • Heinzbond 01.09.2019 09:28
      Highlight Highlight Bringt nicht die Waffen Gesetze in Ordnung sondern euren geisteszustand. Ist doch nicht normal das es soviel verrückte und einzeltäter gibt...

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