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Ex-Vize Pence stellt sich gegen Trump: «Es gibt bessere Alternativen»

Former Vice President Mike Pence gestures as he addresses the Gary R. Herbert Institute for Public Policy on the campus of Utah Valley University Tuesday, Sept. 20, 2022, in Provo, Utah. (AP Photo/Ric ...
Mike Pence will sich von Trump distanzieren – auch von dessen Gestik? Bild: keystone

Ex-Vize Pence stellt sich gegen Trump: «Es gibt bessere Alternativen»

Mike Pence gilt mit Blick auf die Wahl 2024 als möglicher Konkurrent von Ex-Präsident Donald Trump.
15.11.2022, 06:51
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Der frühere US-Vizepräsident Mike Pence erwägt eine Kandidatur für den Chefsessel im Weissen Haus und zeigt sich auch bereit, gegen seinen einstigen Weggefährten Donald Trump anzutreten.

US-Pr
Mike Pence (r.) wendet sich von Donald Trump ab.Bild: sda

Letztlich müsse das amerikanische Volk darüber entscheiden, ob Trump noch einmal Präsident sein könne, sagte Pence in einem am Montag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des TV-Senders ABC. Er denke aber, dass es in der Zukunft bessere Alternativen geben werde.

Er selbst sei gemeinsam mit seiner Familie dabei, über eine Kandidatur für die Republikaner nachzudenken, sagte Pence. Und wenn das bedeuten sollte, gegen seinen einstigen Chef Trump anzutreten, sei er dazu bereit: «Dann wird es so sein.»

Von Trump wird in der Nacht zum Mittwoch die Bekanntgabe einer erneuten Präsidentschaftskandidatur erwartet. Pence gilt bei den Republikanern mit Blick auf die Wahl 2024 als möglicher Konkurrent Trumps, genauso wie der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis.

Bei den Demokraten will Präsident Joe Biden Anfang kommenden Jahres entscheiden, ob er für eine zweite Amtszeit kandidieren will. Er ging aus der Parlamentswahl vergangene Woche gestärkt hervor, nachdem das in vielen Umfragen vorhergesagt Debakel für die Demokraten ausgeblieben war.

Der Bruch

Das ABC-Interview zeigte, wie Trumps Verhalten während des Angriffs seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 zum Bruch des Vize mit dem Präsidenten führte.

Trumps Anhänger hatten das Parlamentsgebäude erstürmt, während dort unter Vorsitz von Pence der Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentenwahl im November 2020 offiziell besiegelt werden sollte. Trump hatte die Menschenmenge zuvor bei einer Kundgebung in der Nähe des Weissen Hauses mit einer Wiederholung seiner falschen Vorwürfe zu angeblichem Wahlbetrug aufgeheizt.

Trump hatte in den Tagen davor auch behauptet, dass Pence Wahlergebnisse aus einzelnen Bundesstaaten einfach ablehnen könne – was Rechtsexperten und auch der Vizepräsident für unrechtmässig hielten. Während des Angriffs twitterte Trump dann, Pence habe «nicht den Mut gehabt, das zu tun, was getan werden sollte».

In der Menge waren Aufrufe zu hören, Pence zu hängen. Pence wurde von Leibwächtern zu seiner Fahrzeugkolonne gebracht, weigerte sich aber, die Laderampe des Kapitols zu verlassen, wie er betonte.

Er habe den Angreifern nicht die Genugtuung geben wollen, seine Fahrzeugkolonne wegdüsen zu sehen. Nach dem Ende der Attacke schloss der Kongress unter seinem Vorsitz die Bestätigung von Bidens Siegs ab.

Trumps damalige Äusserungen und Verhalten seien gefährlich gewesen, sagte Pence in einem am Montag ausgestrahlten Interview des TV-Senders ABC. «Es war klar, dass er beschlossen hat, Teil des Problem zu sein.»

Zusammenarbeit mit Pelosi

Zu sehen, wie die Randalierer das Kapitol erstürmten, habe ihn wütend gemacht, sagte Pence. Er habe von der Laderampe aus mit der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zusammengearbeitet, um bewaffnete Einheiten zum Schutz des Kapitols zu organisieren.

Pence verglich die Situation mit der Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001: «In diesem Moment gab es keine Republikaner oder Demokraten, sondern nur Amerikaner.» Von Trump habe er an dem Tag nichts gehört und die beiden hätten erst fünf Tage später wieder miteinander gesprochen. (sda/dpa)

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20 Kommentare
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Berner_in
14.11.2022 22:35registriert September 2018
Bei allem Respekt für den Widerstand von Mike Pence am 6. Januar, kann man ihm trauen? Wie lange hat er einfach geschwiegen, Trumps offensichtlichen Lügen und Widerwärtigkeiten nicht widersprochen und somit weitestgehend mitgetragen?
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fczzsc
15.11.2022 02:48registriert August 2014
Noch schlimmer als Trump sind seine ehemalige Marionetten, die ihm bedingungslos folgten und jetzt erbittert gegen ihn kämpfen. Michael Cohen und Vollpfosten Scaramucci gehören auch dazu.
Opportunisten vom Feinsten…
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Tokyo
15.11.2022 08:21registriert Juni 2021
nein danke einen homophoben Evangelikalen braucht es nicht, ebenso wenig die katholische Version davon aus Florida, der glaubt sein Gott hätte ihn geschickt
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