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epa06259883 US President Donald J. Trump waves as he walks out to depart the South Lawn of the White House by Marine One in Washington DC, USA, 11 October 2017. Trump travels to Harrisburg, Pennsylvania, to deliver remarks on his tax agenda.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Bye Bye UNESCO. Bild: EPA/EPA

USA und Israel verlassen Unesco wegen «Israelfeindlichkeit»



Die Unesco vertrete in zunehmendem Masse anti-israelische Positionen. So begründet die USA ihren Austritt aus der UNO-Kulturorganisation. Jetzt zieht Israel nach.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies das Aussenministerium an, den Austritt Israels an der Seite der USA vorzubereiten .Dies hiess es in einer am Donnerstag in Jerusalem veröffentlichten Erklärung von Netanjahus Büro.

Der Regierungschef «begrüsste» demnach die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die UNESCO zu verlassen.«Dies ist eine mutige und moralische Entscheidung, weil die UNESCO ein absurdes Theater geworden ist und weil sie, anstatt Geschichte zu bewahren, diese verzerrt», hiess es in der Erklärung.

Nach Angaben des US-Aussenministeriums wird ihr Rückzug aus der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Dezember 2018 wirksam. Danach würden die USA einen Beobachterstatus behalten.

Die UNESCO hatte mehrfach israelkritische Resolutionen angenommen, woraufhin die israelische Regierung ihre Beitragszahlungen verringerte. Die US-Zahlungen an die Organisation sind bereits seit 2011 eingefroren. Die Regierung von Präsident Barack Obama protestierte damit gegen die Aufnahme Palästinas als UNESCO-Vollmitglied.

Die UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa sei formell über die Entscheidung der US-Regierung unterrichtet worden. Bokowa bezeichnete den Schritt in einer ersten Reaktion als bedauerlich. Der Austritt sei für «die Familie der Vereinten Nationen» und für den Multilateralismus ein Verlust.

Schatten des Nahostkonflikts

Die Arbeit der UNESCO stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts. Nach der Aufnahme Palästinas in die Organisation hatten die USA 2011 ihre Zahlungen an die UNESCO gestoppt – dabei wären sie eigentlich der grösste Beitragszahler. Im Sommer sorgte die Entscheidung, die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe zu erklären, für Empörung in Israel.

Die UNESCO ist vor allem für die Listen des Weltkulturerbes bekannt. Doch die Organisation mit 2100 Mitarbeitern und einem dreistelligen Millionen-Etat ist in vielen weiteren Feldern aktiv – von Bildung über Biosphärenreservate bis Gleichberechtigung. Ihr Auftrag ist es, das wechselseitige Verständnis zwischen den Nationen zu fördern.

1984 waren die USA schon einmal aus der Organisation ausgetreten. Als Gründe gaben sie damals die anti-westliche Politisierung und ein ineffizientes Management an. Erst 2003 kehrten die USA zurück. (nfr/sda/afp/dpa)

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