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US-Präsident Donald Trump (rechts) hat in einem Interview seine Sympathie für Boris Johnson (links) kundgetan. (Archivbild)

Greift in den Kampf um ihre Nachfolge ein: Donald Trump und Theresa May, im Hintergrund links der damalige Aussenminister Boris Johnson. Bild: AP Pool

«Boris would do a very good job» – kurz vor England-Besuch lobt Donald Trump Boris Johnson



Kurz vor seinem Staatsbesuch in Grossbritannien hat US-Präsident Donald Trump seine Sympathien für Brexit-Hardliner Boris Johnson als neuen britischen Premierminister und Nachfolger von Theresa May deutlich gemacht. Dies sagte Trump in einem Interview.

«Ich kenne die verschiedenen Akteure. Aber ich denke, Boris würde einen sehr guten Job machen. Ich glaube, er würde ausgezeichnet sein», sagte Trump der britischen Boulevardzeitung «Sun» vom Samstag. Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton warb in einem anderen Interview noch einmal eindringlich für den Brexit und stellte die Vorteile für beide Seiten heraus.

Der US-Präsident wird mit First Lady Melania ab Montag zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Grossbritannien erwartet. In dem «Sun»-Interview fügte Trump hinzu, er möge Johnson. «Ich habe ihn immer gemocht. Ich weiss nicht, ob er gewählt werden wird, aber ich denke, er ist ein sehr guter Kerl, ein sehr begabter Mensch.»

Historischer Ort

Trump hatte der «Sun» bereits bei seinem Besuch im vergangenen Jahr ein ähnlich kontroverses Interview gegeben, in dem er May düpierte. Darin warf er der Premierministerin vor, seine Ratschläge bezüglich des EU-Austritts ignoriert zu haben. May hatte nach einem monatelangen Machtkampf rund um den Brexit vor einigen Tagen ihren Rücktritt angekündigt. Johnson brachte sich umgehend als möglicher Nachfolger in Stellung und drohte mit einem EU-Austritt ohne Abkommen.

Trump sagte der Zeitung, auch andere Kandidaten hätten nach seiner Unterstützung gefragt. Namen wolle er aber nicht nennen. Er könnte jedem helfen, sagte er.

FILE - In this Sept. 26, 2018, file photo, President Donald Trump shakes hands as he meets with British Prime Minister Theresa May at the Lotte New York Palace hotel during the United Nations General Assembly in New York. Trump is weighing in on the United Kingdom's political maelstrom days before his state visit, saying Boris Johnson would be an

Theresa May und Donald Trump am Rande der UNO-Generalversammlung im September 2018. Bild: AP/AP

Trump kritisierte erneut auch May: «Ich denke, dass das Vereinigte Königreich der Europäischen Union erlaubt hat, alle Karten in der Hand zu halten. Und es ist sehr schwer, gut zu spielen, wenn eine Seite alle Vorteile hat.» Er habe gegenüber May erwähnt, «dass man sich Munition aufbauen muss». Zugleich versicherte er Grossbritannien seine tiefe Zuneigung: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein US-Präsident eurem grossartigen Land näher war.» Er sei in Grossbritannien verliebt.

Bolton sagte der britischen Zeitung «The Telegraph», der Brexit sei sowohl für London als auch für Washington von Vorteil. «Die Präferenz der USA ist, dass Grossbritannien den vom Volk gewünschten Kurs folgt und die EU verlässt», sagte er. Trump wolle mit dem neuen britischen Premierminister ein Handelsabkommen abschliessen, das für beide Seiten Vorteile bringe und London von den regulatorischen Einschränkungen in Beziehung zur Europäischen Union befreie. (sda/dpa)

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